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(ProSpecieRara) - Von den vom Bundesrat vorgesehenen Sparmassnahmen sind auch Projekte von ProSpecieRara stark betroffen - Projekte, mit denen der Bundesrat eben erst noch die gute Zusammenarbeit von Bund und NGOs in der Schweiz unterstrichen hat.

Da selbst für ProSpecieRara lange nicht ersichtlich war, dass die vorgeschlagenen Budgetkürzungen auch diese Projekte betreffen, gelangen wir mit einem offenen Brief an die Mitglieder der Finanzkommissionen des National- und Ständerates, die als nächstes dieses Geschäft behandeln. In diesem Brief zeigt ProSpecieRara auf, was diese Kürzungen bedeuten würden und bittet die Parlamentarier - gerade im UNO-Jahr der Biodiversität - darauf zu verzichten.

ProSpecieRara kümmert sich zusammen mit anderen Partnern z.B. um die Ausführung des Nationalen Aktionsplanes zur Rettung der Pflanzengenetischen Ressourcen (NAP), das heisst, es werden Obstsammlungen angelegt, Kartoffelsorten inventarisiert oder Gemüsesorten getestet.
Auch bei der Erhaltung der tiergenetischen Ressourcen nimmt ProSpecieRara eine Vorreiterrolle ein. Zusammen mit den Zuchtverbänden setzt sie sich für die Erhaltung von 26 traditionellen Nutztierrassen ein - ebenfalls mit Unterstützung des Bundes.

Mit diesen Programmen setzt der Bund das um, wozu er sich mit seiner Unterschrift unter die Biodiversitätskonvention von Rio 1992 verpflichtet hat. Gerade im UNO-Jahr der Biodiversität betont der Bund immer wieder, dass er alles daran setze, die Biodiversität in der Schweiz zu fördern, die vorgeschlagenen Sparmassnahmen widersprechen diesen Bemühungen jedoch eindeutig.

Die bis anhin vom Bund gesprochenen finanziellen Beiträge sind essentiell, decken aber den wirklichen Aufwand bei weitem nicht. Zur Deckung dieser Finanzierungslücke setzt ProSpecieRara schon heute namhafte Beträge aus Gönnereinnahmen und Sponsoringbeiträgen ein. Zudem arbeiten hunderte Personen ehrenamtlich in den Projekten mit. Der Stiftung gelingt es so jeden Bundesfranken zu vervierfachen! Entsprechend ist es sehr demotivierend, wenn diese Bemühungen auf diese Art und Weise "belohnt" werden.

Den Brief und eine Darstellung der drei Säulen, mit denen ProSpecieRara die Agro-Biodiversität erhält, finden Sie im Anhang.

Für Fragen steht Ihnen unser Geschäftsführer Béla Bartha unter 076 588 73 70 gerne zur Verfügung.

Besten Dank und freundliche Grüsse

Nicole Egloff

ProSpecieRara
Schweizerische Stiftung für die kulturhistorische
und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren

Nicole Egloff
Kommunikation
E-Mail: nicole.egloff@prospecierara.ch
Mobile ++41 (0)78 723 70 57
Tel. Direktwahl ++41 (0)62 832 08 72

ProSpecieRara, Pfrundweg 14, CH-5000 Aarau
Fax ++41 (0)62 832 08 25
PC-Konto 90-1480-3

http://www.prospecierara.ch

Copyright: ProSpecieRara, 22.03.2010

Anhang:

Brief und eine Darstellung der drei Säulen, mit denen ProSpecieRara die Agro-Biodiversität erhält

(Matthias Wiesmann, bionetz.ch) Der Aussage dieser Schlagzeile: "Bio ist nicht immer besser. Konventionelle Landwirtschaft muss die Natur nicht mehr belasten als Biolandbau." ist nicht zu widersprechen. Der Botschaft hingegen schon. Der Beitrag in der NZZ am Sonntag vom 28.3.2010 von Claudia Frick (sie hat zu diesem Thema eine Diplomarbeit geschrieben) liest sich wie ein PR-Artikel für IP-Landwirtschaft.

Die Förderung der Bio-Landwirtschaft liess sich seinerzeit nicht realisieren ohne eine analoge Förderung der IP-Landwirtschaft. "Die Anforderungen des ÖLN entsprechen denjenigen der Integrierten Produktion aus dem Jahre 1996. Eingeführt wurde der ÖLN im Jahr 1997." (www.landwirtschaft.ch) Seither gibt es in der Schweiz praktisch nur noch ökologische Landwirtschaft. Es ist verständlich, dass die konventionelle Landwirtschaft ihr Image aufpolieren und mit der Biolandwirtschaft möglichst gleichziehen will.

Zurück zur Aussage: Bio ist nicht immer besser. Die Aussage ist schon fast aus logischen Gründen richtig. Wer wollte denn etwa behaupten, ein Mönch sei immer ein besserer Mensch als ein weltlicher Zeitgenosse?! Die Aussage, Bio sei nicht immer besser, hätte man schon 1985 machen können - und sie wurde gemacht in der Antwort eines Demeter-Bauern im Emmental auf eine Artikelreihe in der Bernerzeitung, welche in schwarz-weiss-Manier die konventionelle Landwirtschaft verteufelte. Damals - und in geringerem Umfang wohl heute noch - gab es eine extensive Voralpenlandwirtschaft, die sehr nachhaltig war. Selbst an steilsten Hanglagen, die mit der Seilwinde gepflügt werden mussten, gab es keine Bodenerosion.

Die Frage ist ja nicht, ob gewissenhaft und extensiv praktizierte Formen der Landwirtschaft mit ÖLN nicht auch einmal besser sein können, als Intensivformen von Biolandwirtschaft. Die Frage ist, wie die konventionelle oder ÖLN-Landwirtschaft insgesamt dasteht im Vergleich mit Biolandwirtschaft insgesamt. Diese Ökobilanz-Fragestellung könnte sich Claudia Frick für das nächste Forschungsprojekt vornehmen.

Aber nicht nur das berührt merkwürdig am Artikel der Wissenschaftsjournalistin in eigener Sache. Sie schreibt: "Mehrjährige Datenreihen zu den Erträgen und Umweltauswirkungen der unterschiedlichen Anbaumethoden gab es bis anhin fast keine. Eine Studie von Agroscope Reckenholz Tänikon (ART) und dem Kanton Luzern (Mitarbeiterin Claudia Frick, Anm. M.W.) liefert nun solche Daten."

Es handelt sich um Daten über einen Zeitraum von 18 Jahren. Der DOK-Versuch des FiBL (Vergleich von drei Anbaumethoden) läuft nun schon über 30 Jahre! Er findet im Frick-NZZaSo-Beitrag keine Erwähnung. Wahrheitswidrig ist aber auch diese Aussage nicht. Sie schreibt: "fast keine".

Wie gesagt: auf die Botschaft kommt es an, nicht auf die Wörter.

Matthias Wiesmann

Links:

NZZ-Artikel "Bio ist nicht immer besser"

(Peter Jossi/bionetz.ch) - Bei schönsten Frühlingswetter lud die Bio Suisse zur Jahresmedienkonferenz auf dem offenen Hofgelände der symbolträchtigen Bio-Schwand in Münsingen/BE.ein.

Die präsentierten Marktzahlen zeigen die stetige Weiterentwicklung des Biomarkts trotz schwierigem Umfeld. Beim Hofrundgang wurde aufgezeigt, welches Potential und welche Herausforderungen die Bioumstellung für einen grossen Betrieb konkret mit sich bringt. Die Bio Schwand soll in der Landwirtschaftsbranche in mehrfacher Hinsicht Schule machen - als Anregung für Neuumstellerbetriebe ebenso wie für die berufliche Schulung der Biolandwirtschaft, die bereits heute hier angesiedelt ist.

Die aktuelle Diskussion um die Weiterentwicklung des Direktzahlungssystem steht in der politisch entscheidenden Phase. In der Kritik steht insbesondere die nach Meinung vieler Experten mangelhafte Ausrichtung der Zahlungsbemessung auf echte Nachhaltigkeitsleistungen. Dies führt auch dazu, dass am Markt erfolgreiche Qualitätstandards in ihrer Entwicklung behindert werden.
Besonders eindrücklich zeigt sich dies beim Brotgetreide: Bei stetig wachsendem Marktanteil von Biobrot und Biobackwaren müssen immer grössere Getreidemengen importiert werden. Der durch das Direktzahlungssystem mit verursachte fehlende finanzielle Anreiz zur Bioumstellung verschärft diese Situation entscheidend.

Sowohl die Bio Suisse Präsidentin Regina Fuhrer wie auch Geschäftsleiter Stefan Flückiger fordern ein klares Bekenntnis von Politik und Verwaltung zur Biolandwirtschaft als wichtiger Teil der Schweizer Qualitätsstrategie. Mit einem staatlich unterstützten Bio-Aktionsplan soll insbesondere die Neuumstellung auch grösserer Betriebe gezielt gefördert werden.

Eine Forderung, welche bionetz.ch vollständig unterstützen kann. Wichtig ist dabei, dass gerade auch kleinere Verarbeitungsbetriebe und regional orienterte Vermarktungprojekte in die Fördermassnahmen integriert werden, denn gerade hier besteht grosser Handlungsbedarf, um eine umfassend nachhaltige Entwicklung des Biomarktes zu erreichen.

Ihre Meinung?

Kontakt: Peter Jossi, p.jossi@bionetz.ch

Hier lesen Sie die Medienmitteilung von Bio Suisse

Hier lesen Sie das komplette Dossier von Bio Suisse
Coop) - Mit dem aktuellen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2009 informiert Coop über ihre wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aktivitäten in einem weiteren erfolgreichen Geschäftsjahr.

Was ist eine Green Zebra, was macht die Dunkle Biene so besonders und warum sind der Biolandbau und die Berglandwirtschaft so wertvoll für die Tier- und Pflanzenvielfalt auf der Erde? Fragen wie diese beantworten der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht der Coop-Gruppe 2009, die das Thema Biodiversität zum Schwerpunkt haben.

Ob auf Produktebene, im Unternehmen oder in der Gesellschaft - Coop setzt sich seit vielen Jahren ein für eine nachhaltigere Wirtschaft und den Erhalt der Biodiversität. Die acht Bildstrecken des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts zeigen eindrücklich, wie und wo biologische Vielfalt mit Unterstützung von Coop zur Blüte gebracht wird. Festgehalten hat diese Momente der renommierte Reportage-Fotograf Marius Born, der auch schon den letztjährigen Bericht bebilderte.

Der Geschäftsbericht und der Nachhaltigkeitsbericht der Coop-Gruppe 2009 sind zu finden unter

www.coop.ch/geschaeftsbericht

Copyright: Coop, Basel, 25. März 2010

(BioFach) - Das neue EU-Logo für Bio-Produkte muss ab 1.7.2010 verpflichtend eingesetzt werden.

Es muss auf Verpackungen mindestens einmal in Verbindung mit der Codenummer der Kontrollstelle erscheinen. Darüber hinaus kann es an anderer Stelle auch ohne Codenummer verwendet werden. Bio-Ware, die vor dem 30.6.2010 etikettiert wurde, darf unbefristet abverkauft werden.

Etiketten, auf denen das Logo noch nicht erscheint, dürfen noch bis zum 30.6.2010 eingesetzt werden, so eine Information der Deutschen Kontrollstelle GfRS in Göttingen. Die Mindesthöhe des aufzubringenden Siegels beträgt 9 mm, die Mindestbreite 13,5 mm. Ausnahmen bestehen für sehr kleine Verpackungen.

Quelle: www.gfrs.de (Merkblatt, pdf-Datei)

Copyright: BioFach, Newsletter vom 19.03.2010

(LID) - Der neue Käse-Weltmeister kommt aus der Westschweiz. Cedric Fragnière aus dem waadtländischen Provence gewann mit seinem Le Gruyère AOC an den Weltmeisterschaften in Madison USA die Gesamtwertung.

Auf dem zweiten Platz ist die Sennerei Andeer mit dem Andeerer Traum, wie der Käserverband Fromarte in einer Medienmitteilung schreibt.

Die internationale Wettbewerbsjury beurteilte über 2'300 Produkte in 80 Kategorien. Die besten Käse aus jeder Kategorie gelangten in den Final.

Copyright: LID, 19.03.2010

Hinweis: Die Sennerei Andeer verarbeitet knospezertifizierte Biomilch; Anmerkung der Redaktion

(BioFach) - Das Organic & Fairtrade Competence Centre (OFCC) hat einen neuen Leitfaden entwickelt, um die Wertschöpfungskette für Bio- und Fairhandelsprodukte zu verbessern, berichtet Ecotextile News.

Der Leitfaden kann von der OFCC heruntergeladen werden oder online als Organic Business Guide als Wikibuch eingesehen werden. Fachleute können auch an der Weiterentwicklung ähnlich wie bei Wikipedia mitarbeiten.

Der Leitfaden wurde in Zusammenarbeit mit den Bio-Organisationen ICCO, IFOAM und AgroEco entwickelt und von ICCO, SECO, SIDA and UNEP finanziert. Zielgruppen sind Bauernkooperativen, Firmen und Entwicklungsorganisationen, die in der Bio-Produktion und dem Fairen Handel mit Kleinbauern zusammenarbeiten.

www.ecotextile.com
www.organicandfair.org

Copyright: BioFach, Newsletter vom 19.03.2010

(Ws.) "2005 in St. Gallen von Albert Keel begründet, hatte der Biosupermarkt Yardo einen schweren Stand.

Seit September 2009 gehört das Geschäft Stefan Menti, der gleichzeitig als Geschäftsführer des Grossisten Bio Partner Schweiz AG amtet." Dies vermeldet bioaktuell in seiner März-Nummer.

Stefan Menti auf eine entsprechende Frage an der Bio Partner-GV am 18. März 2010: "Das ist eine Falschmeldung. Yardo gehört nach wie vor Bio Partner."

(LID) - Für sein Biosortiment führt der Detailhändler Globus das neue Bio-Label "Globus Organic" ein.

Globus lanciert Öko-Label
Das Label, das für nachhaltige Produktion, für beste Qualität und Lifestyle stehen soll, umfasst derzeit über 200 Produkte und soll systematisch erweitert werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Man arbeite mit den Pionieren der biologischen Produktionsweise zusammen, sei aber auch immer auf der Suche nach Neuem.

Unter "Globus Organic" wird nicht nur eine breite Palette an Lebensmitteln, sondern auch Textilien, Lingerie, Kinderbekleidung, Damen- und Herrenmode und Heimtextilien verkaufen. Für die Textilien werde ausschliesslich Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet, Transparenz und Rückverfolgbarkeit sei gewährleistet, heisst es weiter.

Copyright: LID, 03.03.2010
Bilder-Copyright: LID/Globus

Links:

www.globus.ch

(Bio-Markt.info) - Am 02.03.2010 hat Gesundheitskommissar der Europäischen Union - John Dalli - den Anbau für die Gentechnik-Kartoffel Amflora der Firma BASF genehmigt. Während man sich in der Konzernzentrale in Ludwigshafen die Hände reibt, ist es ein schlechter Tag für Lebensmittelwirtschaft, Bauern und Verbraucher.

"Es ist völlig unverständlich, warum ein Gesundheitskommissar die Bedenken der Europäischen Behörde für Arzneimittelprüfung (EMEA) an der Antibiotika-Resistenz der Amflora übergeht und dann noch eine Vermischung mit Speisekartoffeln gestattet", kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), den Vorgang. Dies sei besonders unverständlich, weil mittlerweile konventionell gezüchtete Sorten mit den gleichen technischen Eigenschaften wie Amflora zur Verfügung stünden.
Als dreist wertet Löwenstein die Grenzwertregelung, nach der Verbraucher tolerieren müssen, dass pro 25-kg Sack bis zu drei Knollen gentechnisch verändert sein können, obwohl Amflora gar nicht für den Verzehr geprüft oder zugelassen ist.

Nach Ansicht des BÖLW unterstreicht die Amflora-Genehmigung die Notwendigkeit, den bereits im Dezember 2008 von den EU-Umweltministern gefassten Beschluss umzusetzen, wonach auch eine Bewertung der sozio-ökonomischen Folgen des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen vorzunehmen ist. "Ein Aspekt der im Zulassungsverfahren bislang völlig ausgeblendet wird", so Löwenstein. Da bislang lediglich 20 ha Anbaufläche für die Gentechnikknolle im zentralen Register angemeldet worden sind, ist für 2010 praktisch nicht mit der Erzeugung von Amflora zu rechnen. "Wir können jetzt nur noch auf die Vernunft der Erzeuger zählen, auch ab 2011 dem Risiko von Vermischung und daraus resultierendem Streit zwischen Nachbarn aus dem Weg zu gehen", hofft der BÖLW-Vorsitzende.

Zur Zulassung der umstrittenen Genkartoffel Amflora durch EU-Kommission erklärt Ulrike Höfken, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Sprecherin für Agrogentechnik und Ernährungspolitik: "Die heutige Zulassung der Genkartoffel Amflora und dreier Kombi-Gen-Maispflanzen brüskiert die gentechnik-kritische europäische Öffentlichkeit. Die Kommission bricht ihre eigenen Gesetze im Hinblick auf die Verwendung der risikoreichen Antibiotika-Marker und das Vorsorgeprinzip. Zudem erhält die BASF-Kartoffel eine skandalöse Verschmutzungslizenz. Damit wird die "Nulltoleranz" für nicht zugelassene gentechnische Verunreinigungen unterlaufen."

Mit der grossflaechigen Projektion einer Gen-Kartoffelfratze auf das Bundeskanzleramt in Berlin haben Greenpeace-Aktivisten in den frühen Morgenstunden des 3. März 2010 gegen den Anbau der umstrittenen Gen-Kartoffel "Amflora" protestiert. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat erklärt, die Zulassung der Gen-Kartoffel durch die EU-Kommission hinzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Parteichef Horst Seehofer und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Gen-Kartoffel zu fördern. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, die Warnungen vor den gesundheitlichen und ökologischen Risiken ernst zu nehmen und den Anbau in Deutschland zu verbieten.

Die Unternehmen, die sich in der Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL) zusammengeschlossen haben appellieren an die Stärkeindustrie und die Landwirte, die Kartoffel nicht zu akzeptieren, zumal es hinreichend konventionelle Alternativen mit den gleichen Eigenschaften gibt. Da das erzeugt Eiweiss als Futtermittel zugelassen ist, kann es in die Nahrungskette gelangen. "Das widerspricht dem Menschenrecht auf freie Auswahl der Lebensmittel", sagt Johannes Doms, Geschäftsführer der HiPP Produktion. Mit der löchrigen Grenzwert-Regelung sei der Agrogentechnik Tür und Tor geöffnet. Er fordert die EU-Kommission auf, rechtliche Unsicherheiten über die Folgekosten auszuräumen. "Es entstehen uns zusätzliche Aufwendungen bei der Qualitätssicherung und finanzielle Risiken durch Kontamination", argumentiert Doms. "Wir gehen von einer 100-prozentigen Haftung des Patent-Inhabers aus. Wir werden deshalb jeden denkbaren Weg gehen, um die Rechnungen für alle zusätzlichen Kosten, die uns durch die Genkartoffel entstehen, an die BASF weiterzuleiten!"

Quelle: BÖLW-Pressemeldung

Copyright: Bio-Markt.info, 03.03.2010 mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

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