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(NZZ) - Coop übernimt alle 37 Schweizer Niederlassungen der Kosmetik- und Körperpflege-Kette Body Shop, berichtet die NZZ. In der Schweiz gibt es die Body Shop Switzerland seit 1983.

Die Firmenphilosophie von Body Shop betont die Nachhaltigkeit und passt damit zum Image von Coop als ökologisch ausgerichtetem Detailhandelsunternehmen.

Coop schliesst mit Body Shop international einen Franchise-Vertrag für die Schweiz und Liechtenstein ab, wie der Detailhandelskonzern mitteilt. Zum Preis für die 37 Läden macht die Nummer 2 im Schweizer Detailhandel keine Angaben.
Die Body Shop Switzerland AG werde als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Coop-Gruppe weitergeführt. Alle 192 Mitarbeiter können zu Coop wechseln. (...)

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel (NZZ-Online)

Copyright: NZZ, 01. 06.2010/ Bericht angepasst und stark gekürzt, A.d.R.

Kompetenz im Biosortiment mit über 600 Produkten bei Manor

(Manor AG) - Heute fühlt sich eine Vielzahl von Menschen von Bioprodukten angesprochen. Deshalb gestaltet Manor Food den Auftritt für über 600 Bioprodukte neu, vorwiegend jene der beliebten Eigenmarke Bio Natur Plus. Sie werden ab Mai jünger, frischer und moderner eingepackt. Bio Natur Plus ist eine wichtige strategische Eigenmarke von Manor Food.

Manor Bio Natur Plus
Logo Bio Natur Plus
Beste Qualität und Frische diese Anforderungen gelten bei Manor für alle Lebensmittel unabhängig ihrer Herkunft. Mit dem Verkauf von Bioprodukten fördert Manor die Durchsetzung von ökologischen, naturgerechten Anbaumethoden in der Landwirtschaft.

Beim Bio Natur Plus-Sortiment stehen Schweizer Bezugsquellen im Vordergrund. Der hohe Standard der Schweizer Biolandwirtschaft kommt diesen Zielsetzungen speziell entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten kommen auch für die Bio Natur Plus-Linie lokale Lieferanten zum Zug. Selbstverständlich runden auch Qualitätsprodukte aus dem nahen Ausland, namentlich Südeuropa, das vielfältige Angebot ab.

Dabei setzt Manor auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. Dies gilt ganz besonders für Früchte, Gemüse, Milchprodukte/Käse, Eier sowie Kolonialwaren. Selbstverständlich untersteht Bio Natur Plus von Feld und Stall bis ins Verkaufsregal der unabhängigen Biozertifizierung, welche durch die staatlich anerkannte Zertifizierungsstelle bio.inspecta in 5070 Frick durchgeführt wird.
Bei Manor Food wird das gesamte Brotsortiment schon seit vielen Jahren ausschliesslich in Bio Natur Plus-Qualität hergestellt und in den hauseigenen Bäckereien vor den Augen der Kunden/-innen gebacken.

Manor ist Mitglied der unabhängigen Schweizer Bioplattform www.bionetz.ch und pflegt gute Kontakte zu weiteren Organisationen der Biobranche, wie etwa Bio Suisse. Dies mit dem Ziel, bei der Weiterentwicklung der Biovermarktung in der Schweiz nachhaltig mitzuwirken.

Markenversprechen:
Was von Natur aus gut ist, kann der Mensch nicht verbessern. Bio Natur Plus garantiert 100% natürliche, mit Respekt für die Umwelt hergestellte Produkte für eine biologisch reine und gesunde Ernährung.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

Patrizia Haller
Projektleiterin Lifestyle- und Produkt-PR

Copyright: Manor AG, Medienmitteilung vom 04.06.2010

Bio sei nicht gesünder, meinte der "Tagesanzeiger" kürzlich (wir haben berichtet) und wartete mit dem Menü-Tipp Büchsenravioli auf.
Tendenziös oder schlicht uninformiert? Diese Frage kann man sich aufgrund von neuesten Meldungen über Rückstände fragen. Wenn der "Tagesanzeiger" bis zu 5900-fache Grenzwertüberschreitungen gesund findet, dann versteht er unter Gesundheit wohl etwas anderes als unsereiner.

Hier die Meldung:

Kontrollen am Frankfurter Flughafen erbrachten Pestizid-Funde weit über den erlaubten Grenzwerten, wie der Hessische Runkfunk in HR-online berichtete. In zahlreichen importierten Gurken wurden Pestizid-Rückstände gefunden. Importiertes Obst und Gemüse enthält oft viel zu viele Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Das ergaben Kontrollen am Frankfurter Flughafen.
Besonders wachsam sind die Kontrolleure bei Einfuhren aus Asien. In nahezu jeder fünften Probe seien Pestizid-Rückstände festgestellt worden, sagte die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) am Mittwoch gegenüber HR.Info. Von 523 gezogenen Proben seien 102 bemängelt worden. In acht Fällen erfolgte gar eine Benachrichtigung an das europäische Schnellwarnsystem. Vor allem bei Bohnen, Gurken, Okra, Chili, Basilikum und Koriander sei laut Lautenschläger der EU-weit festgelegte Grenzwert um das bis zu 5.900-fache überschritten worden.

Besonders häufig wurde Obst und Gemüse beanstandet, das aus Indien, Vietnam, Thailand, Jordanien, der Türkei und der Dominikanischen Republik kam. Fast jede zweite Ware aus diesen Ländern wies Belastungen auf. Die Umweltministerin appellierte an die Importeure, ihrer Sorgfaltspflicht mit eigenen Kontrollen nachzukommen.

Gegen Verstöße gingen die Behörden hart vor. Bei Höchstwert-Überschreitungen würden mindestens die drei nachfolgenden Sendungen aus demselben Herkunftsbetrieb angehalten. Übermäßig mit Pestiziden belastete Lebensmittel würden vernichtet, erklärte Lautenschläger.
Dass es auch anders ginge, so die Ministerin, zeigten die untersuchten Bio-Produkte aus Fernost. Dort seien keine Beanstandungen zu registrieren gewesen.

Quelle: hr-online

Hier lesen Sie den Originalbericht: http://www.hr-online.de/

Copyright: Bio-Markt.info, Newsletter vom 02.06.2010

(BioFach) - Auf einer Pressekonferenz stellte Agence Bio Mitte Mai die aktuellen Zahlen zur Bio-Landwirtschaft in Frankreich vor. Noch nie hat es eine so grosse Zunahme an Bio-Höfen gegeben.

2009 wurden 3769 neue Betriebe registriert, im Durchschnitt mehr als 300 jeden Monat. Ende 2009 gab es in Frankreich 16.446 landwirtschaftliche Bio-Betriebe, das entspricht einer Zunahme von 24 % gegenüber 2008. Die Bio-Fläche wuchs auf 677.513 ha und damit um 16 %. Der Anteil der Bio-Betriebe an der gesamten Landwirtschaft liegt inzwischen bei 3,1 %, der der Bio-Fläche bei 2,5 %.

Der Umsatz von Bio-Produkten wird für das Jahr 2009 auf 3 Mrd. EUR geschätzt, ein Zuwachs von 400 Mio. EUR gegenüber 2008. Erste Schätzungen für 2010 bestätigen diesen Trend: Das Marktforschungsunternehmen IRI stellte bereits fest, dass die Umsätze für das erste Quartal 2010 weiter gestiegen sind.

Quelle: www.agencebio.org

Copyright: BioFach, Newsletter vom 28.05.2010

10 Jahre nach der Lancierung ist der Standard von MSC (Marine Stewardship Council) im Label-Teich des nachhaltigen Fischfangs quasi der grösste Hecht.

Eine Informationsveranstaltung im Migros-Hochhaus am Zürcher Limmatplatz gab anfangs Mai 2010 Einblick in 10 Jahre MSC-Geschichte und die folgenden Fragestellungen:

  • Konnten Fischereien dank des blauen Öko-Siegels wirtschaftliche Vorteile erzielen?
  • Gab es messbare Gewinne für die Umwelt?
  • Und wie steht es mit sozialen Vorteilen?
  • Welche Ziele haben wir uns für die Zukunft gesetzt?
Einen konkreten Praxiseinblick gab der Vortrag von Julia Schlutius, seit 20 Jahren Fischerin in Alaska. Mit ihrer Fischerei auf Wildlachs, Heilbutt und Kohlenfisch setzt sie über die Anforderungen von MSC und die in Alaska sehr strengen staatlichen Auflagen hinaus auf eine gezielte Qualitätsstrategie bezüglich Fangmethoden und teilweise eigener Verarbeitung.

Im Rahmen der Diskussion wurden auch die Leistungen verschiedener Standards im Bereich Fischfang und Fischzucht und deren Bedeutung über den Detailhandel hinaus, namentlich auch in der Gastronomie aufgezeigt, wo Labels in der Regel nicht im Vordergrund stehen (vgl. Interview).

Ihre Meinung?

Kontakt: Peter Jossi, p.jossi@bionetz.ch


Hier das Original-Interview mit Gerlinde Geltinger, MSC und Peter Jossi, bionetz.ch:

Peter Jossi; bionetz.ch: Welche Zielsetzungen hat MSC für den Schweizer Markt? Welche wurden bereits erreicht?

Gerlinde Geltinger, MSC: Der MSC nutzt die Macht der Verbraucher, des Handels und der Industrie, um Fischereien Anreize zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu setzen. Je stärker Händler und Kunden nachhaltig gefangenen Fisch und Meeresfrüchte mit unserem blau-weißen Logo nachfragen, umso mehr sehen Fischereien sich veranlasst, sich vorausschauend zu verhalten und dafür zu sorgen, dass auch in hundert Jahren noch ausreichend Fisch vorhanden ist. Unser Ziel in der Schweiz ist es also, bei Handel und Industrie Interesse am MSC-Programm zu schüren und mit ihnen das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten mit MSC-Siegle zu vergrößern, so dass es Verbrauchern leicht fällt, eine nachhaltige Wahl zu treffen.

Der MSC kann nach 10 Jahren Bestehen auf eine positive Bilanz blicken. Fischindustrie und Verbraucher erkennen zunehmend die Dringlichkeit der Überfischungsproblematik und handeln entsprechend. Verarbeitende Unternehmen und Händler in der Schweiz machen eine MSC-Zertifizierung zunehmend zur Voraussetzung im Einkauf. Besonders die großen Detailhändlerinnen Coop und Migros haben ein umfangreiches Sortiment mit unserem blauen Zeichen entwickelt, aber auch Schweizer Anbieter wie Marinex, Dörig & Brandl oder die Marken Findus und Coraya bieten MSC-gekennzeichnete Artikel an.
In der Schweiz werden derzeit 240 Fischerzeugnisse aus MSC-zertifizierter Herkunft verkauft. Gemessen am Jahr 2007 bedeutet dies eine gut 200-prozentige Steigerung. International gesehen können nur fünf Länder mit einer größeren Auswahl an MSC-gekennzeichneten Artikeln aufwarten.

In Industrie und Handel hat das MSC-Siegel inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt. Mit Hilfe intensiverer Kommunikation von Seiten des MSC, vermehrter Aufklärung durch die Medien und unsere Partner in Handel und Industrie möchten wir das Bewusstsein der Verbraucher weiterhin stärken. Darüber hinaus wollen wir Unternehmen der Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung ansprechen, um dem MSC-Siegel auch hier zu stärkerer Verbreitung zu verhelfen.

Peter Jossi; bionetz.ch: Für kleinere bis mittlere Fachgeschäften steht die Produktqualität sowie die Fachkompetenz beim Einkauf und Sortimentsgestaltung im Vordergrund. Label und Standards werden dabei als Hilfsmittel, aber nicht als wichtigstes Marketinginstrument gesehen. Wie positioniert sich MSC in solchen Verkaufskanälen?

Gerlinde Geltinger, MSC: Eine nachhaltige Sortimentsgestaltung sollte Grundlage jeden Unternehmens sein, das in der Fischbranche tätig ist, denn Nachhaltigkeit sichert die Geschäftsgrundlage. Gibt es keinen Fisch, kann auch kein Fisch verkauft werden. Natürlich müssen jedoch auch die Qualität und das Fachwissen des Personals stimmen, um ein attraktives Angebot schaffen zu können. Nachhaltigkeit, Qualität und Kompetenz sind also ein und dieselbe Seite der Medaille und sollten nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

Fachgeschäfte können sich über eine MSC-Zertifizierung profilieren und ihren Kunden glaubwürdig vermitteln, dass sie auch für kommende Generationen vorsorgen. Das MSC-Siegel ist also ein Mittel, um sich als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft zu präsentieren, Kunden zu binden und neue Kunden zu generieren. Negative Schlagzeilen beherrschen unseren Alltag. Das MSC-Logo bietet die Möglichkeit, Positives zu kommunizieren.

Peter Jossi; bionetz.ch: Noch verstärkter gilt dies in der gehobenen Gastronomie. hier steht der Kontakt von kleinen lokalen Berufsfischern oft im Vordergrund. Welche Strategien verfolgt MSC hier, speziell für die Situation in der Schweiz?

Gerlinde Geltinger, MSC: Einige renommierte Restaurants wie "Le Manoir aux Quat' Saisons" in Großbritannien haben sich in den vergangenen Monaten nach MSC-Standard zertifizieren lassen. Nachhaltige Fischerei ist also auch für die gehobene Gastronomie ein Thema. Schweizer Gastronomen bieten neben Schweizer Fischen auch Fischspezialitäten aus aller Welt an und sollten sich der nachhaltigen Herkunft dieser Ware versichern können. Das MSC-Siegel ist ein geeignetes Instrument hierfür.

Wie bereits erwähnt möchten wir verstärkt Schweizer Unternehmen der Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung über das MSC-Programm informieren und ansprechen. Den Auftakt wird ein Workshop im Herbst machen, über den wir diese spezielle Zielgruppe erreichen wollen. Die Vorteile, die eine MSC-Zertifizierung bringen kann, sind vielfältig: Es liefert eine Garantie über die nachhaltige Herkunft der Ware, erlaubt das Fördern verantwortungsbewusster Fischerei, bietet positive Kommunikationsanlässe und verhilft zu einem besseren Image.

Peter Jossi; bionetz.ch: Die MSC-Anforderungen zielen auf eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Welche Rolle spielt der Tierschutz im engeren Sinn (Fang- und Tötungsmethoden)?

Gerlinde Geltinger, MSC: Nachhaltige Fischerei nach MSC-Standard bedeutet, dass der Fischbestand langfristig gesichert ist, dass die Vielfalt und Produktivität des marinen Ökosystems erhalten bleibt und dass die Fischerei effektiv gemanagt wird. MSC-zertifizierte Fischereien nehmen Rücksicht auf andere Wasserlebewesen und reduzieren ihren Beifang, was z.B. durch Veränderungen am Fanggerät geschehen kann. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Arten.

Fischereien sind Wirtschaftsbetriebe wie jedes andere Unternehmen auch, und möchten auf nachhaltige Weise rentabel arbeiten. Jeden Fisch einzeln vor seiner Verarbeitung zu töten ist in kleineren Fischereien durchaus machbar und erstrebenswert, in größeren Fischereien jedoch kaum durchsetzbar.

Peter Jossi; bionetz.ch: Für die Biozertifizierung gibt es weltweil starke Basisanforderungen für die Landwirtschaft, Tierhaltung und neuerdings auch die Aquakultur. Was sind die Perspektiven für eine ähnliche Entwicklung beim Wildfang, wie dies Alaska bereits erfolgreich praktiziert?

Gerlinde Geltinger, MSC: Auf EU-Ebene werden derzeit Mindestanforderungen an Umweltlabels auf Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang diskutiert. Die deutsche Regierung und Vertreter aus Fischereiindustrie haben der EU ihre Empfehlung für solche Mindestanforderungen vorgelegt.
Die Beteiligten waren sich einig, dass die Prinzipien und Kriterien des MSC-Standards ein sinnvoller Ansatz für eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen ist. Verbraucher und Anbieter können die politische Diskussion, die seit gut fünf Jahren ergebnislos geblieben ist, durch ihre Kaufentscheidungen beeinflussen. Greifen Sie öfter zu zertifizierter nachhaltiger Ware dann sendet dies ein eindeutiges Signal an die EU.

Peter Jossi; bionetz.ch: Wie stellt sich MSC zum von KonsumentInnen-Organisationen geäusserten Vorwurf des "Labelsalats"? Gibt es eine Zusammenarbeit mit vergleichbaren Labelorganisationen?

Gerlinde Geltinger, MSC:
Millionen von Menschen sind auf Fisch als wichtigen Proteinlieferanten und als Einkommensquelle angewiesen. Bestimmte Fische dienen anderen Arten als Nahrung. Wir können nicht zulassen, dass Fischbestände durch verantwortungsloses Verhalten verschwinden. Die internationale Fischereipolitik vermochte bisher nicht, den Fischereisektor auf eine nachhaltige Basis zu stellen. Umweltsiegel für Fischereien des Wildfangs sind ein Instrument, das Verbrauchern auf einfache Weise ermöglicht, beim Fischeinkauf ökologische Aspekte zu berücksichtigen und angesichts der enormen Bedeutung von Fisch unabdingbar.

Wichtig ist, dass nur Siegel Verbreitung finden, die Substanz haben und tatsächlich Verbesserungen herbeiführen. Der MSC kann zahlreiche Beispiele von Fischereien nennen, deren Zertifizierung messbare ökologische Vorteile hervorgebracht hat. Wir rufen deshalb KonsumentInnen-Organisationen auf, die verschiedenen Programme genau zu beleuchten und zu hinterfragen und nur jenen Unterstützung zukommen zu lassen, die ein Engagement wert sind. Der MSC steht für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Copyright: Peter Jossi; bionetz.ch, 27.05.2010

Kontakte:

Gerlinde Geltinger
Communications Officer
Marine Stewardship Council (MSC)
Schwedter Straße 9a
D-10119 Berlin
Germany

Tel.: +49 30 8849 7008
Mobile: +49 176 8011 7959
www.msc.org
Gerlinde.Geltinger@msc.org

(Bio Plus AG) - Zum besten Biofachgeschäft der Schweiz 2010 wurde "Der Laden" in Laufen gekürt. Auf dem zweiten und dritten Platz der vollständig auf Kundenbewertungen basierenden Rangliste konnten sich die Bio-Läden "Le Piment Vert" in La Tour-de-Peilz und "Gsund & Gnuss" in Worb klassieren.

Bei der diesjährigen Wahl des besten "Biofachgeschäfts 2010" konnten sich Konsumenten und Konsumentinnen unmittelbar beteiligen und erhielten die Gelegenheit, ihren Lieblingsladen zu nominieren und direkt zu bewerten.

Nun stehen die Sieger fest - sie wurden am Sonntag, 30.5.2010 im Rahmen der Hausmesse der Firma Bio Partner Schweiz AG in Seon ausgezeichnet.

Hier lesen Sie die ausführliche Medienmitteilung (pdf-Datei, 478 KB)

Copyright: Toralf Richter, Bio Plus AG, Medienmitteilung vom 31.05.2010

(Matthias Wiesmann, bionetz.ch) - Die Zeitschrift "Test" veröffentlicht in der Juni-Nummer 2010 einen 9-seitigen Artikel mit welchem sie Bilanz über 85 Lebensmitteltests seit 2002 ziehen will. Der "Tagesanzeiger" serviert ihn seinen Lesern mit der zusammenfassenden Erkenntnis im Untertitel: "Bio ist nicht gesünder".

Wie so oft, legt die Bildredaktionen noch etwas nach, z.B. mit der Illustration und Bildlegende "Nicht bio - aber das ist ohnehin egal: Ravioli in der Büchse". Wer den Originalbeitrag in "Test" liest (www.test.de, kostenpflichtig), muss wieder einmal feststellen, auf welch beklagenswerten Niveau Presse funktioniert.

Zunächst zum Aufnahmevermögen der "Tagesanzeiger"-Redaktors:

Im 9-seitigen Beitrag von "Test" gibt es einen einzigen 19-zeiligen Abschnitt, der sich direkt auf einen Gesundheitsaspekt bezieht - unter dem Titel: "Bio hat nicht mehr bioaktive Stoffe". Er endet mit der Feststellung: "Die Mengen an sekundären Pflanzenstoffen reichten jeweils nicht für gesundheitliche Vorteile. Wir haben sie daher nicht bewertet." Unter fachlichen Aspekten wäre allein schon diese Feststellung diskussionswürdig. Im Hinblick auf die journalistische Arbeit des Tagesanzeigers ist nur festzuhalten, dass "Test" hier überhaupt keine generelle Aussage darüber macht, ob Biolebensmittel gesünder seien oder nicht - insbesondere keine Aussage im Sinn von "Bio ist nicht gesünder".

Wenn sich der "Tagesanzeiger" schon bemüssigt fühlt, ein - von "Test" nicht gefälltes - Gesamturteil abzugeben, dann müssten zumindest zwei weitere Aussagen einbezogen werden:

Milch
"Test" berichtet über Milch. Der Titel: "Frische Biovollmilch am besten". Als Qualitätsmerkmal erwähnt "Test": "Jede (Bio-) Milch enthielt vergleichsweise viel konjugierte Linol- und Alpha-Linolsäure." Auf diese Omega-3-Fettsäure ist der Mensch angewiesen, da er sie nicht selber bilden kann. Es handelt sich nicht speziell um einen Bio- sondern um einen Fütterungsaspekt. Mit Kraftfutter getriebene Turbokühe bilden sie weniger als weitgehend mit Rauhfutter ernährte Bio-Tiere.

Pestizidbelastung
Der andere Aspekt ist die Pestizidbelastung. "Test" wie "Tagesanzeiger" scheinen sich damit zu begnügen, dass die festgestellten Rückstände auch in konventionellen Nahrungsmitteln fast immer unterhalb der Grenzwerte liegen. Weniger als Grenzwert = gesund, scheint die Formel zu heissen, also muss man die kaum vorhandene Belastung von Bionahrungsmitteln gar nicht in die gesundheitliche Betrachtung einbeziehen. Da denkt manche Konsumentin anders.

Wer sich in Lebensmittelverarbeitung und Biorichtlinien halbwegs auskennt (soll man das von einer Tageszeitungsredaktion überhaupt erwarten?), wird noch eine Menge weiterer Anmerkungen an die Urteile von "Test" anbringen wollen. Warum schmeckt das Sonnenblumenöl des einen Grossverteilers viel aggressiver als dasjenige des anderen? Weil der eine (aus qualitativen Gründen!) nach den strengeren Bio Suisse-Richtlinien arbeitet als der andere und ein Verfahren (Dämpfen) nicht einsetzt. Der Tester dürfte zum Urteil kommen: das schonender verarbeitete Produkt, nicht gedämpfte, ist schlechter.

Im "Test"-Beitrag kommt auch Vitamin C-ärmere Bio-Babynahrung zur Sprache. Das Urteil sieht gewiss anders aus, wenn man weiss, dass Baby-Nahrung grundsätzlich vitaminiert werden muss. Dass diejenigen Bio-Hersteller, welche lieber überhaupt auf Vitaminierung verzichten würden, diesbezüglich zurückhaltender sind, liegt auf der Hand. Der Nachweis höherer Vitamin-Anteile in konventioneller Babynahrung ist ein sehr fragwürdiges Qualitätskriterium.

Der zusammenfassende Bericht von "Test" ist das eine. Er ist einigermassen differenziert, wenn auch sehr unterschiedliche Kriterien - wie bei allen Tests - in einen Topf geworfen werden bzw. in ein Gesamturteil münden. (Man mag halt dem Differenzierungsvermögen der LeserInnen nicht zu viel zumuten.)
Etwas anderes ist das, was der Tagesanzeiger daraus macht. Mit journalistischer Sorgfalt und Sachkompetenz hat dies nicht viel zu tun. Eher mit Stimmungsmache.


Matthias Wiesmann, 29.05.2010

(BLW) - In der Schweiz ist es als zuständige Behörde in der Kompetenz des BLW, Anforderungen an die Codenummer der Bio-Zertifizierungsstelle zu machen.

Die Lösung der Schweiz ist mit der Europäischen Kommission abgesprochen.

Die Codenummern der Bio-Zertifizierungsstellen sind im Dokument "Schweizerische Zertifizierungs-/Kontrollstellen" (PDF) auf der BLW-Homepage aufgeführt.
Sie finden dieses Dokument unter folgendem Link: http://www.blw.admin.ch/themen/00013/00085/00092/index.html?lang=de.

Die häufigsten Fragen und Antworten dazu finden Sie hier als pdf-Datei (Veröffentlichung BLW):

FAQ (deutsch)

Questions et réponses (frz.)

Domande e risposte (it.)

Kontakt:

Bundesamt für Landwirtschaft BLW
3003 Bern
Tel +41 31 322 25 11
Fax +41 31 322 26 34
info@blw.admin.ch

Bundesamt für Landwirtschaft BLW

Verschieden hohe Proteingehalte für Präferenz verantwortlich
(pte) - Ein britisches Forscherteam hat entdeckt, dass Gartenvögel - wenn sie die Auswahl haben - konventionelle Körner Bioprodukten vorziehen.

Insgesamt haben die Biologen Ailsa McKenzie und Mark Whittingham von der Newcastle University (http://www.ncl.ac.uk) drei Jahre lang untersucht, warum sich die Tiere für die konventionellen Körner entscheiden.
"Die Vögel bevorzugen die konventionellen Körner aufgrund ihres anderen Geschmacks", meint Whittingham im pressetext-Interview. "Analysen der einzelnen Bestandteile der Körner haben gezeigt, dass die konventionellen Körner zehn Prozent höhere Proteinwerte aufwiesen als die Bio-Körner. Und genau das brauchen die Tiere, um den Winter besser zu überleben."

Nur ein Aspekt der Bio-Produkte berücksichtigt
"Proteine sind essenzielle Nährstoffe, die alle Vögel und Säugetiere zum Überleben brauchen", so Whittingham. "Besonders während der Winterzeit ist das bei einigen Tieren ein grosses Problem." Die Forscher haben in verschiedenen Versuchsreihen genau festgestellt, wie die Tiere auf die verschiedenen Körner reagieren. "Von den konventionellen Körnern fressen sie rund zehn Prozent mehr", erklärt der Biologe.

"Die Studie berücksichtigt natürlich nur einen Aspekt der Diskussion um Bio-Produkte", bestätigt auch Studienautorin McKenzie. "Wir haben nicht untersucht, welche Auswirkungen die in der konventionellen Landwirtschaft verwendeten Chemikalien wie etwa Düngemittel oder Pestizide auf die Umwelt und auf die Gesundheit haben." Andere Studien haben deutlich gezeigt, dass Pestizide die Verfügbarkeit von Körnern für Vögel deutlich reduzieren können."

Gewaltiges Marktpotenzial
Für McKenzie sind die Erkenntnisse auch für die allgemeine Bevölkerung von Interesse, da immer wieder über die Vorteile von Bio-Produkten diskutiert wird. "Unsere Resultate zeigen, dass das Dogma wonach Bio-Essen gegenüber konventionell hergestelltem Essen bevorzugt wird, nicht immer wahr ist", so McKenzie.

Weltweit steigt die Nachfrage nach Bio-Produkten jährlich um 4,7 Mrd. Euro an. Der gesamte Bereich der organischen Lebensmittel umfasst derzeit zwischen zwei und drei Prozent aller in Europa und den USA hergestellten Produkte. Eines der Schlüsselargumente für den Kauf solcher Nahrungsmittel ist der Glaube der Konsumenten, dass diese besser für die Gesundheit von Tier und Mensch sind.

Copyright und Aussender: pressetext.austria, 19.05.2010
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307


(Bio-Markt.info) - Italien möchte den Export von Bio-Produkten mit staatlicher Unterstützung weiter ausbauen, berichtet das Fruchthandel Magazin.

Zielländer sind Ägypten, der Mittlere Osten, Japan und Russland. Dazu haben das italienische Wirtschaftsministerium, das Aussenhandelsinstitut ICE und der Dachverband der Bio-Branche Federbio ein Kooperationsabkommen getroffen.

Die Bio-Erzeugung in Italien liegt mit einer Anbaufläche von rund 1 Mio ha weltweit auf Rang sechs hinter Australien, Argentinien, Brasilien, China und den USA.
In der EU rangiert Italien gleichauf mit Spanien auf Platz eins vor Deutschland und Grossbritannien. Italiens Anbauflächen für Bio-Zitrusfrüchte und -Trauben werden mit 38.000 ha angegeben.
Wie Agrar Europe berichtet, ist Italien ausserdem beim Export von Bioprodukten mit einem Wert von rund 90 Mio Euro führend.

Quelle: Fruchthandel

Copyright: Bio-Markt.info, 11.05.2010/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

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