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Seit Jahrzehnten kennt man in den USA die CSA (community supported agriculture). In der Westschweiz hat sich die Agriculture contractuelle bereits zu beachtlicher Grösse entwickelt. Nun gibt es auch in der Deutschschweiz Anstrengungen in dieser Richtung, wie der folgende Aufruf zeigt:

"liebe leserInnen
ein food coop ist eine ideale ausgangsbasis um in seinem freundeskreis, seinem umfeld ein soziales netzwerk aufzubauen. bereits gibt es anfragen aus anderen städten und ortschaften - chur, luzern, st. gallen, wald ZH...
bereits mit zehn haushalten aus deiner umgebung kannst du ein depot einrichten.
dazu braucht es nicht viel."


Es braucht nicht viel. Denn so ziemlich alles, was sich in Richtung Deklaration und Verbraucherschutz entwickelt hat, fällt weg. Die Lokale müssen nicht einmal den Standard der Bioläden vor 25 Jahren erreichen. Eine Garage genügt. Und vor allem fallen alle Handelsmargen weg, wie folgendes Argumentarium darlegt - im "Originalton":

  • ernärungs-suveränität: es ist ein schritt in richtung unabhängigkeit.
  • gemeinschaft: kleine überschbare netzwerke wo jedeR jeden kennt werden in zukunft sozial und politisch immer wichtiger werden.
  • preispolitik - eine sehr erfreuliche botschaft:
    • in genf bezahlt eine familie sfr. 1000.--/jahr
    • sie bekommt jede woche ca. 4-5 kg salat/gemüse/früchte
    • bei 4kg/woche und 48 lieferungen sind das sfr. 5.20 pro kg
    • d.h.tiefere preise als konventionelle produkte der grossverteiler
    • trotzdem gute preise für die produzenten
    • in genf: einheitslohn von sfr. 4000.-- netto für alle angestellten
das wird möglich durch:
    • ausschalten aller handes-margen
    • die kosumenten arbeiten 3-4 nachmittage/jahr mit
    • die konsumenten übernehmen den vertrieb zu den depos
    • es gibt 40 depots, eines in jedem stadteil
  • die qualität der lebensmittel die wir selber produzieren nimmt zu:
    • keine hybrid-sorten, alte sorten werden wieder angebaut
    • mehr vitalstoffe/aroma/spurenelemente usw.
    • frischer, durch kürzere transportwege
    • produktion in demeter-qualität
  • selbstversorgung alleine ist schwierig - mit anderen zusammen ist viel mehr möglich
  • gegenseitige hilfe: in diesem allgemeinen chaos - das in den nächsten jahren auf uns zu kommen wird - ist ein soziales netzwerk in nächster nähe gold wert.
  • gold kann man nicht essen, unsere eigenen lebensmittel aber schon
  • sicherheit: je chaotischer die zustände, je existentieller ist ein freundeskreis um sich zu schützen
  • die qualität der lebensmittel des normalen marktes nimmt ab:
    • eu-bio => aufweichung der bio-qualität
    • welthandel => zerstört die kleinräumigen strukturen, liefert immer schlechtere qualität, es geht immer mehr richtung industrie-produktion
    • konzerne => versuchen den markt zu monopolisieren - bei samen haben sie ein fast-monopol
    • pharma/chemi-lobby => versuchen mit allen mitteln den gen-food durchzudrücken
    • codex alimentarius: über internationale organisationen sollen katastophale standarts weltweit eingeführt werden. so werden die standarts der einzelnen länder unterlaufen

Wer macht da mit? Der alleinstehende siebzigjährige Zweizimmerwohnung-Bewohner, die alleinerziehende Mutter, die ihre Einkäufe zwischen Job und Kita erledigen muss? Eher nicht. Sie dürften weiterhin Coop, Migros oder den Bioladen am Weg aufsuchen. Wie übrigens auch die food coop-Teilnehmer. Denn die food coop kann selbstverständlich nicht alles liefern, was es in der Küche braucht.
Vor Jahren erschien in der Zeitschrift "Ökologie & Landbau" ein Artikel, der beklagte, dass sich die Bio-Grossisten gegenüber food coop-Initiativen ablehnend verhalten würden. Denn diese seien ja auf zusätzliche Produkte angewiesen. - Ja eben:

Der Bioladen kann dann noch die Zitronen und einige rasch verderbliche Nahrungsmittel dazuliefern. So wie man es damals vom Quartierlädeli erwartete, als die Shoppingcenters aufkamen. Wenn sich dann der Quartierladen (heute der Bioladen) anschickte, das Zeitliche zu segnen, dann kam eine Quartierprotestbewegung in Gang.
Doch auch diese schuf ein überschaubares Netzwerk. - Was will man denn eigentlich noch mehr?

Matthias Wiesmann, 24.11.2009

Die Gastronomie-Lieferfirmen Pico Bio AG und Jeune Primeur AG in Dietikon begingen mit einer Einweihungsfeier den Umzug in die neuen Geschäftsräume an der Silbernstrasse 10.

Herr Beat Ledermann von der Pico Bio AG lud seine Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten aus Gastronomie und Handel zur Besichtigung seines Betriebes ein.
Hunderte von Besuchern folgten denn auch der Einladung und so bot sich dem interessierten Fachmann die Gelegenheit einmal direkt vor Ort Kontakt mit dem Bio- Händler seines Vertrauens zu pflegen. Zu bestaunen waren eine riesige Auswahl an Früchten und Gemüsen, Fleisch und Fisch, Convenience- und Milchprodukten sowie Kolonialwaren.

Mit einem Präsentations-Stand war Animare® by MARINEX SA vertreten und durfte interessierte Fachleute über Bio Crevetten und Fische aus nachhaltigen Quellen informieren.

"Biologische Frische für die Gastronomie", das ist das Firmenmotto des ausgewiesenen Bio-Fachmanns Ledermann. Und so präsentierte sich die Pico Bio AG auch. Wahrlich ein gelungener Anlass des Gastrolieferanten.

Quelle, Copyright und Impressum:
pressedienst@marinex.ch, Franco Romanelli, 041-759 83 22/ Text angepasst, A.d.R.

Links:
pico bio AG

Bio Suisse vergibt den vierten Förderpreis

Die Sativa Rheinau AG wird mit dem vierten Bio Suisse Förderpreis ausgezeichnet. Die Firma für ökologisches Pflanz- und Saatgut hat den weltweit ersten samenfesten Zuckermais gezüchtet. Biobauern und Hobbygärtner können damit selber Saatgut ziehen und sind nicht mehr auf die weltweit wenigen Züchter angewiesen. Das Saatgut ist gentechnikfrei und trägt zur Saatgut- und Artenvielfalt bei.

Zuckermais ist in Europa ein noch junges Gemüse, das sich aber wachsender Beliebtheit erfreut. Weltweit gibt es für Zuckermais nur wenige Züchter: in Australien und insbesondere in den USA, wo vor allem die Monsanto und Syngenta im Geschäft sind. Dabei gibt es keine eindeutige Abgrenzung zur Gentechnik.

Zusätzlich zur Konzentration bei den Züchtern findet praktisch die gesamte Saatgutproduktion in einem einzigen Tal im US-Staat Idaho statt. Von hier aus wird die ganze Welt beliefert. Wer also in Deutschland, Frankreich oder in der Schweiz einen Maiskolben auf dem Wochenmarkt kauft oder Zuckermais in der Dose – fast immer stammt das Saatgut aus diesem einen Teil in Idaho.

Samenfeste Sorten
Die Sativa Rheinau AG hat sich deshalb entschlossen, eine europäische, gentechnikfreie Zuckermaiszüchtung für den Biolandbau aufzubauen. Ziel sind samenfeste Sorten, die von Bauern und Gärtnern nachgebaut werden können. Das jetzige Saatgut muss jedes Jahr neu gekauft werden.
In jahrelanger Aufbauarbeit hat die Sativa von etwa 60 verschiedenen so genannten Hybridsorten Saatgut gekauft und unter Schweizer Biobedingungen angebaut. Dank einer rigorosen Selektion wurden gentechnisch verunreinigte und ungeeignete Sorten kontinuierlich ausselektioniert. Seit zwei Jahren werden die geeigneten Zuckermaissorten auf einigen Biobetrieben in der Schweiz und im umliegenden Ausland getestet.

"Weitsichtige Aufbauarbeit"
Jurypräsidentin Maya Graf, Biobäuerin und Nationalrätin, würdigte in ihrer Laudatio die "mutige und weitsichtige Aufbauarbeit" der Sativa Rheinau AG. "Sie hilft massgeblich mit, die Eigenständigkeit des Biolandbaus, die Gentechnikfreiheit, die Saatgutvielfalt und somit auch die Artenvielfalt zu bewahren", unterstrich Maya Graf. Das sei – nicht nur im Hinblick auf das UNO-Jahr zur Biodiversität – ein grosser Verdients. "Sativa hilft mit, dass Biolandbau überhaupt möglich ist", schloss Graf, "denn ohne Saatgut keine Ernte."

Siehe auch www.sativa-rheinau.ch

Copyright: Bio Suisse, Medienmitteilung vom 18.11.2009

Weitere Auskünfte:

Jacqueline Forster-Zigerli
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Bio Suisse
079 704 72 41

Amadeus Zschunke
Geschäftsführer Sativa Rheinau AG
052 304 91 60

Bio Suisse Delegiertenversammlung in Olten:

Kein Kurs- oder Strategiewechsel bei Bio Suisse: Über Ja oder Nein zum Agrarfreihandel wird entschieden, wenn ein Abkommen vorliegt. Entscheidend für die Haltung von Bio Suisse wird sein, ob sich ein Abkommen an einer Qualitätsstrategie orientiert.

In der Diskussion um ein Agrarfreihandelsabkommen (FHAL) gibt es keinen Strategiewechsel. Dies beschlossen die hundert Bio Suisse Delegierten an ihrer heutigen Versammlung in Olten.

Was bedeutet das "Ja, aber" von Bio Suisse? Sie sagte Ja zu Verhandlungen mit der EU über ein FHAL. Zu einem Abkommen wird Bio Suisse erst ja oder nein sagen können, wenn ein solches vorliegt. Das letzte Wort über diese Haltung werden die Delegierten von Bio Suisse haben.
Eines ist für Bio Suisse klar: Einem FHAL kann nur zugestimmt werden, wenn sich die gesamte Schweizer Landwirtschaft auf eine Qualitätsstrategie ausrichtet, welche die Ökologie, das Tierwohl, die Swissness und die Gentechnikfreiheit ins Zentrum stellt.

Geld für alternative Feuerbrandforschung und Bio Schwand
Ausserdem beschloss die Delegiertenversammlung 20 000 Franken an die alternative Feuerbrandforschung zu bezahlen. Damit sollen Praxisversuche mit Hanfextrakt, Löschkalk, Blossom Protect und Mycosin finanziell unterstützt werden. Der Feuerbrand ist eine Infektionskrankheit, welche insbesondere Obstbäume befällt. In der konventionellen Landwirtschaft kann die Krankheit mit dem Antibiotikum Streptomycin bekämpft werden. Sein Einsatz ist im Biolandbau verboten.

Weitere Gelder wurden für die Bio Schwand AG gesprochen. Diese plant den Aufbau eines regionalen Kompetenzzentrums für Biolandbau auf dem Areal der ehemaligen Landwirtschaftsschule Schwand bei Münsingen im Kanton Bern.
Von dort sollen künftig massgebliche Impulse zur Weiterentwicklung des Biolandbaus im Kanton Bern und der Schweiz ausgehen und Zukunftsfragen rund um Ökologie, Wirtschaftlichkeit und soziale Integration einer nachhaltigen Schweizer Landwirtschaft diskutiert werden. Der Kauf wird mit einer halben Million Franken unterstützt, 100'000 Franken davon werden in den Aktienkauf investiert.

Copyright: Bio Suisse, Medienmitteilung vom 18.11.2009/ Text angepasst, A.d.R.

Weitere Auskünfte:
Jacqueline Forster-Zigerli
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Bio Suisse
079 704 72 41

(BioFach) - Immer wieder stellt sich Herstellern über die Handelswege hinweg das Problem der Mengenplausibilität, d.h. ob möglicherweise auf dem Markt mehr Bio-Ware verkauft wird, als in Wirklichkeit produziert wird.

"Wir brauchen ein technisches System, um effizienter die Authentizität von Öko-Rohware prüfen zu können", sagen die Unternehmen der Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL). Sie legen Wert darauf, eine privatwirtschaftliche Lösung zu finden. Bisher gibt es zwar verschiedene Ansätze für eine digitale Erfassung, doch handelt es sich um Insellösungen.

Die Verarbeiter möchten deshalb eine digitale Schnittstelle etablieren, um den Austausch der Daten zu erleichtern und bei Verdachtsfällen schnell reagieren zu können. Sie empfehlen deshalb den Unternehmen in ihren bestehenden Systemen die organic.XML-Schnittstelle zu installieren. "Wir brauchen kompatible Systeme", erklärt Jörg Grosse-Lochtmann, Geschäftsführer der Naturland Markt GmbH.

www.organicxml.com

Copyright: BioFach, Newsletter vom 13.11.2009

(ZHAW) - Am 6. November 2009 erhielten an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil die Absolventinnen und Absolventen dreier Studiengänge ihre Bachelor-Diplome. 41 Frauen und 57 Männer schlossen ihr Studium in Biotechnologie, Chemie und Lebensmitteltechnologie ab. Die 28 Chemikerinnen und Chemikern sind die erste Wädenswiler Generation seit dem Zuzug des Studienganges von Winterthur.

Die 98 Diplomierten feierten den erfolgreichen Abschluss ihres dreijährigen Studiums mit Dozierenden, Angehörigen und Gästen in Wädenswil. Als Erster gratulierte Prof. Dr. Urs Hilber, Direktor des Departements Life Sciences und Facility Management der ZHAW. Die Festansprache hielt Prof. Dr. Ernst Hafen, Leiter des Instituts für Molekulare Systembiologie an der ETH Zürich.

Institutsleiter Dr. Christian Hinderling gratulierte den 9 Diplomandinnen und 19 Diplomanden des Studiengangs Chemie und überreichte zusammen mit Studiengangleiter Prof. Dr. Eduard Gamp die Diplome. Im Studiengang Biotechnologie schlossen 14 Absolventinnen und 17 Absolventen ab und erhielten ihre Diplome von Studiengangleiter Prof. Dr. Jürg Müller. Den 18 Frauen und 21 Männern im Studiengang Lebensmitteltechnologie überreichte Studiengangleiterin Jacqueline Javor Quortrup das Diplom.

Auszeichnungen im Studiengang Chemie
Für besonders gute Leistungen wurden die beiden Chemiker Oliver Sala und Tobias Brütsch ausgezeichnet. Oliver Sala erhielt den von der Studentenverbindung Titania gestifteten Titania-Preis.
Tobias Brütsch wurde der SVC-Preis vom Schweizerischen Verband Diplomierter Chemiker FH
verliehen.

Anzahl Absolvierende pro Studiengang
Bachelor of Science ZFH in Biotechnologie 31
Bachelor of Science ZFH in Chemie 28
Bachelor of Science ZFH in Lebensmitteltechnologie 39

Copyright: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Pressemitteilung vom 09.11.2009

Kontakt:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Corporate Communications
Technikumstrasse 9
Postfach
CH-8401 Winterthur
Tel. +41 58 934 74 96
Fax + 41 58 935 74 96
medien@zhaw.ch
www.zhaw.ch

(BioFach) - Der belgische Bio-Markt hat mit rund 2.800 Produkten ein Umsatzvolumen von über 300 Millionen Euro erreicht.

Die Absätze sind trotz der Krise gegenüber dem vergangenen Jahr um 25 % gestiegen. Laut der Marktforschungsorganisation GfK wurde das kräftige Umsatzplus unter anderem durch den Preisanstieg (+ 5,8 % bei Lebensmitteln), die stärkere Nachfrage (+ 7,6 %) und höhere Geldeinnahmen (+ 14,7 %) begünstigt.

Obwohl die Preise für Bio-Ware im Durchschnitt 33 % höher liegen als bei konventionellen Produkten, scheint die Bio-Branche nicht vom gesamtwirtschaftlichen Abschwung betroffen zu sein. Grosse Einzelhandelsketten bleiben die Hauptverkaufskanäle, da rund die Hälfte aller Bio-Einkäufe (48,5 %) in traditionellen Supermärkten getätigt wird.

Quelle: www.fruchtportal.de

Copyright: BioFach, Newsletter vom 13.11.2009

(ClimatePartner) - Die Klimaschutz-Strategieberatung ClimatePartner Switzerland AG, Winterthur und der Projektentwickler und Klimaschutzdienstleister Swiss Climate AG, Bern werden zukünftig zusammenarbeiten. Ziel der Allianz der beiden Unternehmen ist in erster Linie "die Standardisierung der Treibhausgas-Bilanzierung von Unternehmen in der Schweiz", so Tobias Heimpel, Mitgründer und Geschäftsführer von ClimatePartner Switzerland.

Ab sofort wird das Winterthurer Unternehmen die Methode und Systematik zur Erstellung von CO2-Fussabdrücken von Unternehmen von Swiss Climate unterstützen und anwenden. Auf der anderen Seite wird Swiss Climate im Bereich Energieeffizienz das Wissen von ClimatePartner Switzerland nutzen, um bei der Reduzierung von CO2-Emissionen sein Dienstleistungsangebot zu erweitern.

In der Standardisierung von CO2-Bilanzierungen sieht auch Swiss Climate CEO Dr. Werner Halter einen entscheidenden Schritt für den Sinn von CO2-Bilanzen. "Unternehmen fordern Vergleichbarkeit und Branchenkennzahlen, dies setzt eine einheitliche Berechnungsgrundlage voraus", so Halter, der längerfristig auch andere Anbieter für das Swiss Climate-Modell gewinnen will. Die Verifizierung des auf ISO 14064 basierenden "SwissClimate CO2e"-Labels durch die Schweizerische Vereinigung für Management- und Qualitätssysteme (SQS) bietet hierfür eine gute und zudem sichere Grundlage.

Mit der Zusammenarbeit wollen die beiden Klimaschutz-Experten auch die Glaubwürdigkeit von Klimaschutz bei Unternehmen erhöhen. "Klimaneutralität auf Basis nicht standardisierter Systemgrenzen und Berechnungsgrundlagen führt ebenso zu Zweifeln am Markt wie fehlende Empfehlungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Unternehmen selbst", sind sich Tobias Heimpel und Werner Halter einig.

Weitere Bausteine der Zusammenarbeit sind die Bereitstellung und Stilllegung von Emissionsgutschriften für Klimaneutralität. Aus diesem Markt hat sich ClimatePartner Switzerland im Rahmen einer Neupositionierung vollständig zurückgezogen, um als neutraler Berater und Anbieter für Emissionsreduzierung im Unternehmen selbst auftreten zu können. Eine Empfehlung, unter anderem für Swiss Climate-Projekte, ist ebenfalls zum Ende des Jahres vorgesehen.

Weitere Informationen:
ClimatePartner Switzerland AG
Tobias Heimpel
Schlachthofstrasse 1
CH - 8406 Winterthur
Tel.: +41 52 203 32 70
Fax: +41 52 203 32 71
suisse(at)climatepartner.com
www.climatepartner.ch

Weitere Informationen:
Swiss Climate AG
Dr. Werner Halter, CEO
Taubenstrasse 32
CH - 3011 Bern
Tel: +41 31 330 15 73
Fax: +41 31 330 15 79
werner.halter(at)swissclimate.ch
www.swissclimate.ch


Über ClimatePartner
Die ClimatePartner Switzerland AG versteht sich als prozessorientierte Strategieberatung und innovativer Lösungsanbieter für Energieeffizienz und nachhaltige Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen. Die Lösungen von ClimatePartner Switzerland integrieren Minderungs- und Verhaltensänderungsansätze ebenso wie Technologieeinsatz und Prozessoptimierung als Möglichkeiten der Emissionsreduktion.
Dazu hat ClimatePartner Switzerland mit dem Energieeffizienz-Programm CP EEF eine eigene Methode entwickelt, die über herkömmliche Beratungsansätze deutlich hinaus geht und in Unternehmen umfassend Emissionsreduktions- und Energiesparpotentiale identifiziert. Mehr als 60 schweizerische Unternehmen aus unterschiedlichen Kantonen haben diese Methode seit 2007 erfolgreich genutzt, um sich im freiwilligen Klimaschutz glaubwürdig zu positionieren.

Über Swiss Climate
Die Swiss Climate AG ist ein innovatives Unternehmen mit Sitz in Bern. Als Entwickler von Klimaprojekten und Dienstleister im Klimabereich erarbeitet das Swiss Climate Team gemeinsam mit Partnern und Kunden konkrete Wege zur nachhaltigen Nutzung unserer natürlichen Ressourcen, zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Förderung von erneuerbaren Energien.
Swiss Climate unterstützt Firmen bei der Entwicklung von Klimastrategien, die ökologisch und ökonomisch attraktiv sind. Das "SwissClimate CO2e"-Label ist das erste branchenübergreifende Klimalabel der Schweiz, welches klare Richtlinien für eine nachhaltige Klimastrategie eines Betriebs festlegt und diese Strategie und deren Umsetzung durch eine unabhängige Prüfstelle (SQS) verifizieren lässt. Das Gütesiegel basiert auf der international anerkannten Norm ISO 14064 und folgt den Empfehlungen des Greenhouse Gas Protocol.

Copyright: ClimatePartner Switzerland AG, Pressemitteilung vom 09.11.2009

(Oekolandbau.de) - Currywurst oder Biokäse - was der Einzelne gerade als "gutes" Essen empfindet, hängt von vielen Faktoren ab. Das wurde auf der Herbsttagung der Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL) deutlich, bei der am 27.10.2009 in Staatsbad Brückenau der Zusammenhang zwischen Ernährungskultur und Lebensmittelqualität diskutiert wurde.

Fast 50 Unternehmer nahmen an der Veranstaltung teil.

Dr. Gunther Hirschfelder, Privatdozent für Volkskunde an der Universität Bonn, betonte: "Eigentlich müssten sich Biolebensmittel am Anfang des 21. Jahrhunderts längst durchgesetzt haben. Doch angemessene Ernährung ist mehr als Summe von Lebensmitteln." Mit einem Streifzug durch die Geschichte des Essens veranschaulichte Hirschfelder, was noch dazugehört: Während die Ägypter das Mahl nur als Anlass für philosophische Gespräche nahmen, legten die Römer Wert auf veredelte Produkte. Im Mittelalter kam es den Menschen nur auf das Sattwerden an; einige Jahrhunderte später wollte man seinen Reichtum durch exotische Gewürze demonstrieren. Die Erfindung der Fertigprodukte habe schliesslich die Demokratisierung der Ernährung eingeläutet, sagte Hierschfelder. Neuerdings spielten immer mehr Faktoren wie "Genuss kontra Frust", Nahrungszubereitung als Event und schnelle Verzehrbarkeit eine Rolle.

Die Ernährungsökologin Carola Strassner wies darauf hin, dass die Menschen in der Theorie sehr genau wüssten, wie sie sich richtig ernähren sollten. Doch seien sie durch die grosse Auswahl - auch an nachhaltigen Lebensmitteln - schlicht überfordert. So gebe es neben Bioreis fair gehandelten Reis und Feinschmecker-Reis einer Kooperative. "Wer versteht schon die Flut von Siegeln?", fragte Strassner. Die Herausforderung bestehe darin, die umfassende, komplexe Qualität von nachhaltigen Lebensmitteln möglichst einfach, aber dennoch wahr zu kommunizieren.
Der Geschäftsführer von Huober-Brezel und Vorstand der AoeL, Karl Huober, machte deutlich: "Ernährung ist ein geistiges Verdauungsproblem. Wir brauchen aktive Verbraucher."

Doch wie versiert kann ein Verbraucher überhaupt sein angesichts einer Industrie, die Milliarden dafür ausgibt, um Appetit auf mehr oder weniger fragwürdige Produkte zu machen? Diese Frage stellte der Redner Manuel Pick, als stellvertretender Geschäftsführer der Ökologischen Molkereien Allgäu ÖMA Beer. Er selbst bezeichnete sich als bestes Beispiel dafür, dass Bio in der Mitte der Gesellschaft - und damit im Regal der Supermärkte - angekommen ist. Das allerdings stelle die Branche vor neue Herausforderungen, so Pick. "Büsst ein Biomüsli nicht an Nachhaltigkeit ein, wenn seine Verkäuferin im Einzelhandel unter Tarif bezahlt wird?", fragte Pick. Er ermutigte seine Mitstreiter deshalb, gemeinsam an der Weiterentwicklung der Volkswirtschaft zu arbeiten.

Diplom-Designer Harald Stöcker führte vor, wie der Mehrwert der ökologischen Lebensmittel vermittelt werden kann: "Die Menschen sehnen sich im Grunde nach Erdung und Glaubwürdigkeit." Am Beispiel von seinen Kampagnen zu Brot und Wurst zeigte er auf, wie an die Wurzeln der Lebens-Mittel zu gelangen ist. Es gehe darum, die historisch gewachsenen Werte zu entschlüsseln. Diese könne man dem Kunden schmackhaft machen - und den Verarbeitern. Wer wisse, was "die Mühle" früher symbolisierte, sehe seine eigene Arbeit als Mehlhersteller mit anderen Augen, erläuterte Stöcker.

Der AoeL-Geschäftsführer Dr. Alexander Beck fasste abschliessend zusammen: "Die Tagung hat allen Teilnehmern neue Impulse für ihre Arbeit gegeben, und zwar auch im gesellschaftlichen Kontext. Vor allem aber treibt sie uns an, auf unserem Weg der ökologischen Lebensmittelherstellung mutig weiterzugehen und setzt neue Akzente für unsere Entwicklung."

Quelle: Pressemitteilung der AoeL (PDF-Datei)

Copyright: Oekolandbau.de, 03.11.2009

(Bio-Markt.info) - Der Verband der Schweizer Bio-Produzenten Bio Suisse liefert seine Produkte mit der Knospe, dem bekanntesten Bio-Label der Schweiz nicht an Billiganbieter wie Aldi und Lidl.

"Discounter definieren ihr Sortiment ausschliesslich über Tiefstpreise und führen nur einen ganz beschränktes Bioangebot", erklärt Jacqueline Forster-Zigerli, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit von Bio Suisse. In ein solches Umfeld würden Knospe-Produkte nicht reinpassen. Daneben wolle Bio Suisse verhindern, dass ein Preiskampf auf Kosten der Knospe-Produkte ausgetragen wird.

Coop dagegen schloss bereits 1993 eine Partnerschaft mit dem Verband der Schweizer Bio-Produzenten und verhalf so dem Knospe-Label zum Durchbruch. Der Marktanteil von Coop im Bio-Segment beträgt mit einem Umsatz von 722 Millionen Franken 50 %. Einzelhandelsexperte Gotthard F. Wangler kritisiert: "Dass Coop mit seinem beherrschenden Marktanteil bei Bioprodukten eine so enge Verbindung mit Bio Suisse pflegt, hat einen unangenehmen Beigeschmack."

"Coop hat keinen Exklusivitätsanspruch und macht diesen auch nicht geltend», verneint Forster-Zigerli. Auch Coop-Sprecher Nicolas Schmied versichert, Coop habe lediglich das Interesse, dass das Knospe-Label weiterhin für Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Frische und hohe Qualität stehe.

Quelle: 20 Minuten online

Copyright: Bio-Markt.info, 28.10.2009

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