Branchen-News

(LID) - Auf dem Schweizer Markt sind kaum gentechnische veränderte Soja- oder Leinsamenprodukte zu finden.

Dies ergaben Kontrollen des baselstädtischen Gesundheitsdepartementes, nachdem im Vorjahr in vier Proben von Leinsaat gentechnisch veränderte Saat gefunden worden war, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt.

Bei den zwölf Proben, die 2010 vorgenommen wurden, konnten keine solchen Spuren mehr nachgewiesen werden. Bei 74 Kontrollen von Sojabohnen wurde eine Probe mit zwei Promille und eine Probe mit einem Promille Gentechanteil festgestellt. Diese Anteile liegen aber weit unter dem Grenzwert von 0,9 Massenprozent, der zu einer Deklaration verpflichten würde. In der Schweiz verbotene Gentech-Sojasorten wurden keine festgestellt. Die untersuchten Sojaproben kamen aus Asien, Europa und den USA.

Copyright: LID, 10.09.2010

(Peter Jossi, bionetz.ch) Diesen Frühling nahm auch bionetz.ch an der Konsultation betreffend eines "Healthy Choice Labels" teil, mit einer kritischer Einschätzung, offenbar in Übereinstimmung mit weiten Kreisen der Branche. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn für Lebensmittelfachleute ist die Erkenntnis nicht neu, dass immer noch mehr Deklarationsauflagen nicht nur enorme technische Herausforderungen stellen, sondern v.a. von den KonsumentInnen kaum beachtet, geschweige denn nachvollzogen werden können.

Neu ist, dass offenbar diese Erkenntnis auch "Healthy Choice Label"-InitiantInnen reift, die nun die Übung abbrechen. Ein Kernsatz der SGE-Medienmitteilung, basierend auf dem 175-seitigen (!) Konsultationsbericht, lässt dies zumindest hoffen:

"Auffallend ist der Unterschied zwischen der von Konsumenten erwarteten Nützlichkeit einer Kennzeichnung und deren tatsächlichen Nützlichkeit. Ein als nützlich eingestuftes System stellte sich bei den konkreten Tests, bei denen Lebensmittel beurteilt werden musste, in der Tat nicht immer als hilfreich heraus."

Zu hoffen ist auch, dass sich die Energien in Zukunft auf umfassende, praxisnahe  Ernährungs- und Bewusstseinsschulung richten, zumal bei Kindern und Jugendlichen, die Lebensmitteldeklarationen in aller Regel ohnehin nicht lesen.

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Neue EU-Verordnung soll mehr Ökologie und Konsumentenschutz bringen

Wien/Lahnau (pte/20.09.2010/13:50) - Die neue EU-Verordnung zu Pflanzenschutzmitteln, die ab Juni 2011 in Kraft tritt soll für mehr Ökologie und einen verbesserten Verbraucherschutz zu sorgen. Wirkstoffe, die die Umwelt und die menschliche Gesundheit gefährden könnten, sollen durch weniger toxische Schädlingsbekämpfungsmittel ersetzt werden. Natürlichen Pflanzenschutz-Alternativen erhalten dabei den Vorzug. "Problematisch ist die Verordnung allerdings für bisher angewendete alternative Pflanzenstärkungsmittel, die dann teuren Prüfungsverfahren unterzogen werden müssten", so Tillmann Frank, Vorsitzender des Dachverbandes der Biopflanzenmittelhersteller IBMA http://www.ibma-da.org gegenüber pressetext.

"Allein die Zulassung eines einfachen Algen- oder Pflanzenextraktes könnte in Zukunft bis zu einer Mio. Euro kosten", erklärt Frank. Bisher wurde in Deutschland für solche Bio-Produkte, die die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen stärken ohne Schadorganismen direkt anzugreifen, vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) http://www.bvl.bund.de, ein vereinfachtes und gut funktionierendes Zulassungsverfahren praktiziert. Die dort publizierte Liste wurde von mehreren EU Staaten übernommen.

Nachteil für kleine Hersteller

"Seit einigen Jahren gibt es für die Zulassung als Pflanzenstärkungsmittel auch einen toxikologischen Nachweis, der sinnvoll und verständlich ist", meint Frank. "Wenn der Begriff des Pflanzenschutzmittels allerdings auch auf Stärkungsmittel, die nicht unmittelbar auf den Krankheitserreger wirken, ausgedehnt wird, bedeutet dies das Ende für die Hersteller solcher Mittel", meint Frank. "Die Märkte sind einfach nicht groß genug. Zudem sind die meisten Hersteller Klein- und Mittelbetriebe, die nicht in der Lage sind, sich derart teure Zulassungsverfahren leisten zu können."

"Wir begrüßen die neue EU-Richtlinie grundsätzlich, da sie mehr Ökologie und Verbrauchersicherheit bringt", sagt IBMA-Präsident Jürg Huber gegenüber pressetext. "Wir wünschen uns, dass die Pflanzenstärkungsmittel im Rahmen der neuen EU-Verordnung auch in Zukunft ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchlaufen können." Das sei alleine schon deshalb sinnvoll, da von Pflanzenstärkungsmitteln, die in die "Low Risk"-Kategorie fallen sollten, kein Risiko für Mensch und Umwelt ausgeht.

Harte Zeiten für Bio-Betriebe

"Der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln ist für Bio-Betriebe sowie für viele IP-Betriebe (integrierte Produktion) unverzichtbar", betont Huber. Die Überwachung dieser Mittel durch das BVL sollte als ausreichend gelten. Huber und Frank betonen, dass diese Substanzen einen enormen Beitrag zur Ökologisierung der Landwirtschaft beitragen und sich dort über viele Jahre gut bewährt haben. (Ende)

http://pressetext.de

Mit 25'000 Euro und einer Sieger-Statue wurden am vergangenen Freitag, 17. September, die Stiftung Biovision, der Präsident Hans Rudolf Herren und stellvertretend für alle Projekt-Begünstigten die PushPull-Bäuerin Rachel Agola in Legau (De) geehrt. Der One World Award wird vom Bio-Unternehmen Rapunzel unter der Schirmherrschaft der IFOAM, der Dachorganisation des Öko-Landbaus verliehen. Der Preis geht an Persönlichkeiten mit innovativen Projekten, die sich mit Engagement und Mut für eine lebenswerte Zukunft einsetzen.

Hans Rudolf Herren, Präsident der Stiftung Biovision: "Dieser Preis macht Mut und unterstützt die Fortsetzung unserer Projekt-Arbeit in Afrika. Mit Biovision verfolgen wir die Vision einer Welt mit genügend und gesunder Nahrung für alle, produziert von gesunden Menschen, in einer gesunden Umwelt."

Biovision fördert seit über 10 Jahren die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung von ökologischen, umweltfreundlichen Methoden, mit denen Menschen in Entwicklungsregionen sich selber helfen können. Biovision ist gemeinnützig und von der ZEWO anerkannt.


Auskünfte: Stiftung Biovision, Alexandra Pellanda, Tel. 044 341 97 18, a.pellanda@biovision.ch

Die sensorischen Eigenschaften spielen neben der biozertifizierten Qualität für den Vermarktungserfolg eine entscheidende Rolle. Dieser Aspekt wurde im Rahmen des Forschungsprojekt ECROPOLIS vertieft untersucht, bei dem die Fachstelle für Lebensmittelsensorik am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation der ZHAW beteiligt war, u.a. in enger Koordination mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL).

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht (Quelle: Lebensmittel-Technologie - 7-8/10):
PDF Sensorik-Marketing für Biolebensmittel


Informationen und Kontakt:

Annette Bongartz, bona@zhaw.ch
(Dipl. oec.troph., Dozentin, Leitung der Fachstelle für Lebensmittelsensorik am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation der ZHAW)

Marie-Louise Cezanne, M. Sc., ceza@zhaw.ch (Wissenschaftliche Assistentin in der Fachstelle für Lebensmittelsensorik am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation der ZHAW)

bionetz.ch-Kontakt: Peter Jossi, p.jossi@bionetz.ch

Biolandbau in den Tropen: Pionierleistung mit Langzeitversuch

Kenia: Feld mit Mais-Gemüse-Fruchtfolgen

Langzeit-Systemvergleich in Kenia mit Mais-Gemüse-Fruchtfolgen (Bild : FiBL)

(Frick, 13.9.2010) Was kann der Biolandbau in den Ländern des Südens zur Armutsbekämpfung und Ernährungssicherheit beitragen? Anlässlich des Tropentages vom 14. bis 16. September an der ETH in Zürich stellt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) zwei seiner Langzeit-Systemvergleiche in Kenia und Bolivien vor.

In Europa hat der Biolandbau seine Vorteile bereits vielfach bewiesen. Aber wie steht es in den Ländern des Südens? Kann Bio auch unter tropischen und subtropischen Bedingungen erfolgreich sein? Langzeit-Systemvergleiche in Kenia, Bolivien und Indien sollen darauf Antwort geben. 2007 gestartet, sollen sie über mindestens 10 bis 20 Jahre Daten liefern. Die Feldversuche vergleichen biologische mit konventionellen Anbausystemen. Die Untersuchungen erfassen unter anderem die Entwicklung der Erträge, der Bodenfruchtbarkeit, der Biodiversität sowie Nährstoff- und Energieeffizienz. Für die Bauernfamilien entscheidend bleibt schlussendlich aber die wirtschaftliche Rentabilität. In Indien untersucht das FiBL verschiedene Baumwoll-Anbausysteme, in Kenia steht eine Mais-Gemüse-Fruchtfolge auf dem Prüfstand, und in Bolivien läuft ein Versuch mit Kakao in verschiedenen Agroforst-Systemen.

Finanziert wird der Versuch von einem Geldgeberkonsortium bestehend aus der Schweizer Stiftung BioVision, Coop Fonds für Nachhaltigkeit, der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes) und des LED (Liechtensteinischer Entwicklungsdienst). Die wissenschaftliche Leitung in diesem Langzeit-Systemvergleich liegt beim FiBL in Frick, welches zu den weltweit führenden Forschungsinstituten im biologischen Landbau gehört.

Landwirtschaftliche und umweltpolitische Ziele im Süden

„Unsere Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Süden haben zum Ziel, nachhaltige Landwirtschaftssysteme lokal angepasst weiter zu entwickeln“, erklärt Urs Niggli, Direktor des FiBL. Ein weiterer Schritt ist auch die Einbettung des Biolandbaus in die jeweiligen nationalen und internationalen Umwelt-Ziele: Förderung der Artenvielfalt, Erhaltung der genetischen Vielfalt der Kulturpflanzen und Tierrassen, Förderung der Bodenfruchtbarkeit, Vermeidung von Bodenerosion und Umweltbelastung durch Dünger und Pestizide. Urs Niggli: „Wir unterstützen einerseits Regionen und Regierungen bei der Entwicklung von Aktionsplänen zur Förderung des Biolandbaus und anderseits begünstigen wir im Biolandbau eine stärkere Ausrichtung auf Umweltziele.“

Weitere Informationen zum Tropentag finden Sie unter www.tropentag.de .

FiBL-Medienmitteilung vom 9.9.2010

(Bio Suisse) Die Richtpreise für Knospe-Brotgetreide bleiben auf dem Niveau des Vorjahres. Die Preisrunde Bio Suisse setzt mit dieser Preiskontinuität ein positives Zeichen für den Biolandbau.

An der zweiten Preisrunde Bio Suisse vom Mittwoch, 8. September 2010 haben die Vertreter der Produzenten und der Verarbeiter die Richtpreise für Knospe-Brotgetreide für die Ernte 2010 festgelegt: Sie bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bereits am 27. Mai 2010 hatte eine erste Preisrunde Bio Suisse die Richtpreise für Knospe-Futtergetreide verabschiedet und mit Vorbehalt auch die Richtpreise für Knospe-Brotgetreide. Eine vom Bund kurzfristig angekündigte Mehlzollsenkung stellte jedoch den Beschluss betreffend Brotgetreide wieder in Frage. Nun haben Getreideproduzenten, Müller und Importeure die Marktsituation im In- und Ausland nochmals analysiert. Unter besonderer Berücksichtigung des hohen Anteils an Auswuchsgetreide in der Ernte 2010 haben sich die Teilnehmer auf folgende Richtpreise geeinigt:

Richtpreise für Brotgetreide Knospe Bio Suisse 2010

Kultur 2010 Produzentenrichtpreise
SFr./100 kg
2009 Produzentenrichtpreise
SFr./100 kg
Mahlweizen 104 104
Roggen 93 93
Dinkel A 114 114

Copyright: Bio Suisse, Pressemitteilung vom 09.09.2010

Ansprechpartnerin für die Medien:

Stephan Jaun, Leiter Information Bio Suisse
Tel. 079 242 99 11
E-Mail: stephan.jaun@bio-suisse.ch

(Bio Suisse) Der Ständerat wird voraussichtlich in dieser Herbstsession über die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes beraten. Bio Suisse fordert, dass er die von der vorberatenden Kommission verabschiedete Vorlage ohne Abstriche gut heisst und so den Kulturlandverlust stoppt.

Jährlich gehen in der Schweiz rund 50 km2 wertvolles Kulturland verloren. Damit wird den Bauernfamilien Schritt für Schritt ihre Lebensgrundlage entzogen und die Schweizer Bevölkerung verliert zusehends ihre Versorgungssicherheit. Bio Suisse fordert, dass diese Entwicklung gestoppt wird. Bio Suisse unterstützt deshalb die Landschaftsinitiative "Raum für Mensch und Natur" ebenso wie die vom Ständerat voraussichtlich am 27. September 2010 zu behandelnde Teilrevision des Raumplanungsgesetzes.

Die Teilrevision ist ein indirekter Gegenentwurf zur Landschaftsinitiative. So wie die Teilrevision von der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerats verabschiedet wurde, will sie das Baugebiet vom Nichtbaugebiet strikte trennen, überdimensionierte Bauzonen reduzieren und die Mittel dazu über eine Mehrwertabschöpfung von Neueinzonungen generieren. Nur wenn diese Kernelemente weiterhin in der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes enthalten bleiben, ist sie eine gangbare Alternative zur Landschaftsinitiative.

Copyright: Bio Suisse, Pressemitteilung vom 07.09.2010

Ansprechpartnerin für die Medien:

Stephan Jaun, Leiter Information Bio Suisse
Tel. 079 242 99 11
E-Mail: stephan.jaun@bio-suisse.ch

Neue Strategiediskussion für die Landwirtschaft

Wettbewerbsfähig und ökologisch produzieren: Diese Zielvorgabe für die Schweizer Bauern soll auch in Zukunft gelten. Neu möchte das Bundesamt für Landwirtschaft den Geltungsbereich der Agrarpolitik ausdehnen.

Nicht alle teilen die Überlegungen des BLW.

Das ist die Sorte von Mitteilungen, welche Schweizer Biofachhändler neidisch machen kann: Bio im Fachhandel wächst stärker als im konventionellen Lebensmittelhandel und Discount

Berlin. Im zweiten Jahr hintereinander verzeichnet Bio aus dem Fachhandel gegenüber den Bio-Sortimenten des konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und der Discounter das stärkere Wachstum. So erreichte der Naturkostfachhandel im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzplus von 9,1 Prozent (Gesamtjahr 2009: plus 6,3 Prozent), während der LEH lediglich auf ein Plus von 4,5 Prozent (2009: minus 4 Prozent) kam. Diese Zahlen veröffentlichte die Fachzeitschrift „BioHandel“ auf Grundlage des GfK Haushaltspanels und der Umsatzerhebungen des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel. Sie enthalten bestehende Fläche und Neueröffnungen. Eine drastische Entwicklung zeichnet sich bei den Discountern ab. Zwar konnten sie bei Bio ihre Mengen im ersten Halbjahr 2010 um rund zehn Prozent steigern; dieses Wachstum wurde jedoch nur aufgrund eines deutlichen Preisverfalls erzielt. Entsprechend nahm der Umsatz lediglich um drei Prozent zu (2009: minus 6 Prozent). Im Gegensatz hierzu blieben die Preise im Fachhandel weitestgehend konstant. „Der Fachhandel lockt seine Kunden nicht mit zweifelhaften Schnäppchen-Angeboten, zumal diese auf Dauer nur zu Lasten der Landwirte gehen. Zur hohen Glaubwürdigkeit des Fachhandels tragen vielmehr das um ein Vielfaches größere Bio-Sortiment, die kompetente Beratung und nicht zuletzt die konsequente Orientierung an übergeordneten Werten bei“, sagt Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN. Ein weiteres Indiz für die Stabilität des Naturkost-Fachhandels sind die um drei Prozent gestiegenen Kundenzahlen pro Tag sowie der um 3,2 Prozent gestiegene Bonwert je Einkauf (Quelle: BioVista).

Diese positive Entwicklung geht einher mit einer Zunahme der Arbeitsplätze in der Biobranche. So stieg nach Auskunft des PresseForums BioBranche die Zahl der Beschäftigten in den Jahren 2008 und 2009 um 5,7 Prozent auf rund 180'000 in den Bereichen Erzeugung, Herstellung, Handel und Dienstleistungen.

Quelle: BNN

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