Branchen-News

(BioFach) - Im ersten Halbjahr 2010 haben nach Recherchen von Bio-Markt.Info in Deutschland 28 Bio-Supermärkte neu eröffnet, bzw. haben ihre Fläche durch Umzug vergrössert.

Hochgerechnet aufs ganze Jahr wären das annähernd 60 Neueröffnungen - in etwa so viele wie 2009. Rund 15.086 m² Bio-Verkaufsfläche wurden im laufenden Jahr bislang neu geschaffen, das entspricht 65 % mehr als im gleichen Zeitraum 2009 (9100m²).

Demgegenüber stehen Schliessungen durch Umzüge oder Geschäftsaufgaben von 660 m², was vergleichsweise wenig ist.

Copyright: BioFach, Newsletter vom 06.08.2010

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Bio-Markt.info

(pte) - Gentechnisch veränderter Weizen scheint im Freiland nicht das zu halten, was er verspricht. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Zürich in einer Studie im Fachmagazin PLoS.

Unter idealen Bedingungen im Gewächshaus zeigte der Weizen normalen Wuchs und eine verbesserte Resistenz gegen Pilze. Unter Bedingungen im Freien wies das Getreide allerdings einen signifikant höheren Befall mit der extrem giftigen Pilzkrankheit Mutterkorn auf. Die Folge waren Ernteeinbussen von bis zu 50 Prozent.

"Für Ökologen sind die nunmehrigen Testergebnisse entlarvend", meint Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech http://www.testbiotech.org, dem Institut zur unabhängigen Folgenabschätzung in der Biotechnologie, gegenüber pressetext. "Es ist unverantwortlich, gentechnisch veränderte Pflanzen derart schnell im Freiland auszusetzen. Wir fordern, dass sogenannte Stresstests durchgeführt werden, bevor sie ins Freie kommen."

Mangelnde Risikoabschätzung
Then kritisiert, dass es bei der Risikoabschätzung gentechnisch veränderter Pflanzen eine grosse Sicherheitslücke gibt. "Bislang wissen wir viel zu wenig darüber, wie sich diese Pflanzen unter wechselnden Umweltbedingungen verhalten. Die zusätzlichen Gene unterliegen nicht der Kontrolle durch die natürliche Genregulation. Ihre Stabilität muss deshalb systematisch und unter wechselnden Bedingungen getestet werden", fordert Then.

Der Fachartikel weist auf ein generelles Problem von gentechnisch veränderten Pflanzen hin. Es ist bekannt, dass die natürliche Gen-Regulation der Pflanzen durch die zusätzlichen Genkonstrukte gestört werden kann. Das bedeutet, dass bei Stress der Pflanzenstoffwechsel aus der Bahn geraten kann. Mögliche Folgen können unter anderem ein Anstieg giftiger Inhaltsstoffe, stärkerer Schädlingsbefall oder Ernteausfälle sein.

Folgen kaum erforscht
"Trotz dieser Tatsachen sind die Reaktionen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf unterschiedliche Umwelteinflüsse bisher kaum erforscht. Bevor man eine Pflanze im Freiland aussetzt, müssen verschiedene Einflussfaktoren in der Klimakammer untersucht werden", fordert Then. "Und davon gibt es hunderte verschiedene", erklärt der Experte.

Daher stimmt Testbiotech den Schweizer Forschern nicht zu, die die Reaktionen der Pflanzen vor allem im Freiland testen wollen. "Freilandbedingungen erlauben keine systematische Untersuchung bestimmter Einflussfaktoren. Die äusseren Bedingungen hängen zu stark von Zufällen ab. Extreme Umwelteinflüsse wie wechselnde klimatische Bedingungen können im Gewächshaus besser simuliert werden, als durch den Anbau der Pflanzen im Freiland."

"Entsprechende Tests für die Risikoprüfung müssen von gentechnisch veränderten Pflanzen bindend vorgeschrieben werden", fordert Then. Ein entsprechendes Crash-Test-Konzept stellte der Verein bereits im Oktober 2009 vor.

Der PLoS Artikel ist im Internet unter http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0011405 verfügbar.


Copyright und Aussender: pressetext.deutschland, 28.07.2010
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

(Bio-Markt.info) - Der Umsatz im deutschen Naturkostgrosshandel ist im ersten Halbjahr 2010 um 9,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Dabei waren frische und verpackte Bio-Produkte annähernd gleich stark gefragt.

Diese erfreuliche Bilanz ergab die aktuelle Auswertung der Daten, die die Bio-Grosshandelsunternehmen dem Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel monatlich zur Verfügung stellen.

Auch das Umsatzbarometer von Klaus Braun meldet positive Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010. Danach erzielte der Naturkost-Einzelhandel einen Zuwachs von 4,8 % im Vergleich zur Vorjahresperiode. Aus methodischen Gründen erscheinen die Zuwachsraten im Umsatzbarometer regelmässig geringer als beim BNN Herstellung und Handel, da neu eröffnete Läden und Erweiterungsflächen nicht berücksichtigt werden.

Die Zahlen belegen, dass der Naturkost-Einzelhandel gleich von zwei positiven Entwicklungen profitiert: Der Gesamtumsatz steigt sowohl durch mehr Absatz auf bestehender Fläche als auch durch den erfolgreichen Handel auf neuen Verkaufsflächen. Nach Angaben von bioVista stiegen die Preise für das EAN-codierte Sortiment im ersten Halbjahr um knapp 0,6 %, woraus ein "echtes" Wachstum resultiert, das nicht durch Preissteigerungen verursacht ist.

Die gute Absatzlage auf dem Biomarkt stärkt auch die Bio-Landwirtschaft in Europa, wo der Trend bereits seit Jahren nach oben zeigt. So hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche laut EU-Kommission von 2000 bis 2008 deutlich vergrössert, und zwar von 4,4 auf 7,6 Millionen Hektar. In Deutschland bewirtschafteten Ende 2009 mehr als 21.000 Biobetriebe fast eine Million Hektar. Das sind 5,6 % der deutschen Landwirtschaftsfläche.

Quelle: BNN Herstellung und Handel-Pressemitteilung

Copyright: Bio-Markt.info, 23.07.2010/ mit freundlicher Genemigung, A.d.R.

(LID) - Der Vorstand von Bio-Suisse schlägt den 49-jährigen Martin Riggenbach als Nachfolger der zurücktretenden Präsidentin Regina Fuhrer vor.

Der Meisterlandwirt Riggenbach führt in Solothurn einen Biohof mit Ackerbau und Mutterkühen, schreibt der Schweizer Bauer auf seiner Onlineplattform. Riggenbach ist Mitbegründer und erster Präsident von Bio Nordwestschweiz. Ob er zum Präsidenten gewählt wird, entscheidet sich an der Delegiertenversammlung im Frühjahr 2011.

Copyright: LID, 23.07.2010

(BioFach) - Der bulgarische Landwirtschaftsminister Miroslav Naydenov setzt auf den Öko-Landbau, um den inländischen Erzeugern neue Absatzmärkte in Europa zu erschliessen.

Er erwartet für die Zukunft ein starkes Wachstum der Bio-Branche in Bulgarien. Nach Ansicht des Ministers hat das Land die besten Voraussetzungen, um Bio-Lebensmittel aus der Nische heraus zu holen.

Zurzeit ist der Bio-Sektor des Balkanstaates jedoch noch deutlich unterentwickelt, lediglich der grösste Exporteur biologischer Gurken in Europa ist eine bulgarische Firma. Zurzeit werden nur 0,16 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet, nach Plänen des Verbands Bioproducts sollen es im Jahr 2013 bereits 8 % sein. In diesem Jahr wurde ein fünfjähriges Anbauverbot für genmanipulierte Pflanzen beschlossen.

Quelle: http://paper.standartnews.com

Copyright: BioFach, Newsletter von 23.07.2010

(eco-institut) - Mit Nachhaltigkeitsberichten geben Unternehmen überall auf der Welt Auskunft über ihre soziale und ökologische Leistung.

An welche Gesetze oder freiwilligen Standards sie sich dabei orientieren sollten, zeigt eine Studie des UN-Umweltprogramms UNEP und weiterer Organisationen. Die Autoren fanden in den 30 untersuchten Ländern - darunter auch Deutschland - 142 Vorgaben, von denen sie zwei Drittel als verpflichtend einstufen.

Mehr zur Berichterstattung in den OECD-Ländern und anderen Regionen lesen Sie unter http://www.globalreporting.org/ (engl.)

Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung (http://www.nachhaltigkeitsrat.de)

Copyright: www.eco-institut.de, 09.07.2010

(Bio-Markt.info) - Die Ausgabe 3/2010 der Ökologie & Landbau , Schwerpunkt "Weiterentwicklung des Ökolandbaus", ergründet, wie sich der Ökolandbau den aktuellen Herausforderungen stellt.

Sie beleuchtet, wie sich die Massstäbe der Bioproduktion verändert haben und was die Branche tut, um ihre Normen und Werte kontinuierlich zu hinterfragen und einzulösen.

Ökologie & Landbau zieht Bilanz: wie weit hat es der Ökolandbau gebracht, welche Werte haben sich durchgesetzt und welche Gefahren stehen seiner Innovationskraft entgegen. Die Autoren dieser Ausgabe klären auf, wie durch "bio & fair" Initiativen eine faire, soziale und umweltverträgliche Biobranche der Gesellschaft die ursprünglichen Werte der Biobewegung vermitteln kann und welche Forschungsansätze zur Ernährungssicherung beitragen können.

Ökologie & Landbau zeigt Perspektiven für die ausserfamiliäre Hofnachfolge und klärt auf, wie alternative Finanzierungsmodelle z. B. durch Genussrechte den Kapitalbedarf für die Wachstumsfinanzierung von Biobetrieben decken können. Ob die Zukunft der Verbände im Segment von Premium-Bio liegt, wird ebenso hinterfragt wie die Gültigkeit des Prinzips der Kreislaufwirtschaft - überbetriebliche Recyclingsysteme könnten ein Praxismodell für die Zukunft sein.

Quelle: SÖL-Pressemeldung

Copyright: Bio-Markt.info, 19.07.2010/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

(BioFach) - Der Melonenspezialist Force Sud aus St. Thibéry im Languedoc ergänzt in dieser Saison sein Angebot durch Melonen aus biologischem Anbau und entspricht damit der wachsenden Nachfrage der Verbraucher.

Die Melonen werden in den Departements Hérault und Vaucluse angebaut und kommen unter der Marke "Goût du Bio" auf den Markt. Insgesamt verfügt das 1998 gegründete Unternehmen über eine Kapazität von 15.000 t Melonen.
Force Sud betreibt die Erzeugung ausser in Frankreich auch in Spanien (Cartagena) und Marokko (Marrakesch) und kann so den Markt ganzjährig bedienen. Die gesamte Anbaufläche beträgt rund 810 ha. Die Früchte sind nach GlobalGAP und von Ecocert zertifiziert.

Quelle: www.fruchthandel.de

Copyright: BioFach, Newsletter vom 23.07.2010

(Bio-Markt.info) - Der Online-Einzelhändler Amazon verkauft seit 1. Juli 2010 in Deutschland auch Lebensmittel, darunter Bio-Produkte und fair gehandelte Waren. Kunden können aus 25 Kategorien wählen; auch frische Ware wie Fleisch, Gemüse und Obst sind bestellbar.

Die Produkte stammen von über 60 Anbietern. Recherchen auf der Amazon-Homepage zeigen, dass die genannten Grosshandels-Lieferanten bisher nicht als Bio-Spezialisten in Erscheinung getreten sind. Die Namensliste der angebotenen Bio-Hersteller- und Bio-Handelsmarken ist dennoch umfangreich. Die Kontaktaufnahme mit den Marken hat im Vorfeld offenbar nicht stattgefunden.

Die Bundesverbände Naturkost Naturwaren sind der Ansicht, dass sich ein anonymes Lieferanten-Umfeld, wie es für Amazon typisch ist, nicht eignet für die qualitativ hochwertigen, ökologisch und sozial nachhaltigen Naturkostmarken. Nur der Fachhandel bietet die angemessene persönliche Beratung, eine ansprechende Warenpräsentation, Frische und Freundlichkeit.

Sehen, Riechen, Verkosten und persönlicher Kontakt sind am Bildschirm nicht möglich. Der Anteil der online bestellten Lebensmittel am gesamten Lebensmittel-Markt soll in Deutschland laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) daher bei lediglich 0,5 % liegen. Für die grosse Mehrheit der Kunden und Kundinnen ist der Lebensmittelkauf mit sinnlichen Erlebnissen verbunden. Amazon verspricht daher als Zusatznutzen mehr Bequemlichkeit ohne Schlangestehen an der Kasse. Dennoch kann es unbequem werden, denn der Paketdienst liefert möglicherweise, wenn der Kunde ist nicht da ist.

Das Unternehmen Amazon steht für eine besonders anonyme Form des Onlinehandels. Hier sind Produkte und Lieferanten austauschbar. Beziehungspflege kann aufgrund der Sortimentsbreite nicht stattfinden. Konsequenterweise hat das Unternehmen in seinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich einen vollständigen Haftungsausschluss für sich reklamiert. Wer nicht weiss, was er anbietet, übernimmt auch keine Verantwortung.

Der Bio-Fachhandel gewinnt...wenn er seine Stärken noch deutlicher herausstellt. Denn im Bio-Fachhandel ist es nicht egal, was und wann geliefert wird, wie produziert und gehandelt wird. Persönliche Beratung, ansprechende Warenpräsentation, Frische und Freundlichkeit werden gross geschrieben. Ebenso grosse Bedeutung hat die Förderung regionaler Strukturen und langfristiger Partnerschaften. Hinsichtlich der Vielfalt und der Frische des Sortiments ist die Naturkostbranche nach wie vor unübertroffen.

Die Pflege von Marken und Werten findet in lebendigen Marktbeziehungen statt, wie sie von den Bundesverbänden Naturkost Naturwaren gefördert werden.

Quelle: BNN-Einzelhandel/Herstellung + Handel-Pressemitteilung

Copyright: Bio-Markt.info, 02.07.2010/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

Interview mit Paul Söbbeke, Geschäftsführer der Molkerei Söbbeke, und Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH:

(Bio-Markt.info) - Globalisierung, Klimawandel, wachsende Armut: Es sind grosse Herausforderungen, vor denen die Welt im beginnenden 21. Jahrhundert steht. Herausforderungen, die in besonderem Masse auch für die Ernährungsbranche gelten. Doch wie kann sie diesen bereits heute begegnen?

Antworten versucht im Herbst 2010 das Deutsche Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) an der Fachhochschule Münster (Deutschland) in einer Tagung zu finden. Als Experten aus der Biobranche werden auch Paul Söbbeke, Geschäftsführer der Molkerei Söbbeke, und Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH dabei sein.

Prof. Dr. Petra Teitscheid, Leiterin des iSuN, und Heike Leitschuh, Buchautorin, Beraterin für Nachhaltigkeit und Moderatorin der Tagung, sprachen mit den beiden Unternehmern.

Hier lesen Sie das ausführliche Interview ( www.bio-Markt.info)

Quelle: Fachhochschule Münster-Pressemitteilung

Copyright: Bio-Markt.info, 16.07.2010/ mit freundlicher Genemigung, A.d.R.


Die Tagung "Was kommt nach Bio? Innovationen in der Ernährungswirtschaft - Wer sind die Pioniere der Zukunft?" am 16. September 2010 richtet sich an Vertreter sowohl der Biobranche als auch der konventionellen Ernährungswirtschaft. Neben kurzen Impulsvorträgen setzt die Veranstaltung auf die aktive Mitarbeit der Teilnehmer. In Form einer Zukunftswerkstatt entwickeln sie Ideen und Handlungsmöglichkeiten, die sich in einer anschließenden Diskussion ihrer Tauglichkeit stellen müssen. Themen werden dabei unter anderem die Wachstumschancen der Branche und der Klimaschutz vor allem in der Milchund Fleischproduktion sein.
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