Hervorgestochen aus 145 Kandidaten, gekeltert aus über 20 verschiedenen Rebsorten und beständig auch in Problemjahren – die dreissig besten Gewächse des Schweizer Bioweinpreises sind in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. VINUM und Bio Suisse präsentieren die Bewertungen der Finalweine und die Liste aller weiteren Kandidaten mit einer Benotung ab 14 Punkten.

Die Weinzeitschrift VINUM und Bio Suisse haben zum zweiten Mal den Schweizer Bioweinpreis vergeben. Die VINUM-Redaktion hat die dreissig besten Rot- und Weissweine für den Final selektioniert. Ende Mai wurden diese an einem Leserpanel – bestehend aus 50 VINUM-Leser(innen) und Weinfachleuten – in Zürich blind verkostet und anhand einer 20-Punkte-Skala bewertet. Das Leserpanel bestand je zur Hälfte aus Fachleuten und aus ambitionierten Weinliebhabern Ausgezeichnet wurden die bestbenoteten Rot- und Weissweine sowie der «Biowinzer des Jahres» – jener Produzent, mit der höchsten Durchschnittsbewertung aller eingereichten Weine.

In der Kategorie Rotwein kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen: Da die beiden besten Weine im Leserpanel exakt dieselbe Bewertung erzielten, gab die geringere Streuung der einzelnen Benotungen in Bezug auf den Mittelwert (Varianz) den Ausschlag.

Bioweingut Sitenrain NoraBreitschmid BennoSchwager Foto Jakob IneichenLieferten am Schweizer Bioweinpreis 2015 den besten Bioweisswein: Benno Schwager und Nora Breitschmid vom Bioweingut Sitenrain aus Meggen (LU). Bild: Bioweingut Sitenrain / Jakob Ineichen

Doppelt so viele Weine im Rennen

Insgesamt sind zum Schweizer Bioweinpreis 145 Weine eingereicht worden – mehr als doppelt so viele Weine wie bei der ersten Durchführung 2014. Noch erfreulicher: Auch die Qualität ist gestiegen. Über 30 Weine erreichten in der Vorselektion durch VINUM eine Note zwischen 15.5 und 17 Punkten. Damit liegt die Durchschnittsqualität sogar leicht höher als bei anderen VINUM-Verkostungen mit konventionellen Schweizer Weinen.

Noch verblüffender ist dieses Resultat, wenn man bedenkt, dass die meisten Weine aus den Jahrgängen 2013 und 2014 stammen, aus zwei sehr schwierigen Jahren mit hohem Krankheitsdruck und neuen Schädlingen wie der Kirschessigfliege. Der schonende Umgang mit dem Boden, der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide sowie eine hohe Artenvielfalt im Rebberg zeigen hier klar Wirkung. Wenn Bioanbau selbst in Problemjahren solch hochstehende Weine hervorbringt, ist dies der endgültige Ritterschlag für diese Methode.

Pilzresistenz und Sortenvielfalt

Stichwort Vielfalt: Die 30 bestbewerteten Weine sind aus nicht weniger als 20 verschiedenen Sorten gekeltert worden. Chasselas, Petite Arvine, Chardonnay, Pinot Noir oder Cabernet Sauvignon sind genauso vertreten wie pilzwiderstandsfähige Sorten wie Johanniter, Solaris, Cabernet Jura oder Maréchal Foch. Höchste Zeit, sich diese Sorten zu merken!

Quelle und weitere Informationen:

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