Welche Massnahmen sind richtig, um die Ernährungssicherheit der Schweiz für die Zukunft zu garantieren? Im Zusammenhang verschiedener politischer Vorstösse, u.a. einer neuen SVP-Initiative, wird dies derzeit kontrovers diskutiert - auch in den Organisationen der Land- und Ernährungswirtschaft. Im folgenden Gastkommentar zeigt Regina Fuhrer als Präsidentin der Kleinbauern-Vereinigung ihre Sichtweise auf.

Die Landwirtschaft braucht keine leeren Worthülsen

Seit Monaten bemühen sich Bauernverband und Exponenten der SVP, einen geeigneten Text für eine Landwirtschaftsinitiative zu finden. Nun wurde ein gemeinsamer Inhalt definiert.

Die geplante Initiative für Ernährungssicherheit bringt weder den Bäuerinnen und Bauern, noch den KonsumentInnen etwas. Der vorgeschlagene Initiativtext ist bereits in der Verfassung oder auf gesetzlicher Ebene verankert. Soll mit diesen leeren Schlagworten vor allem das alte Märchen, dass die Ökologie der Produktion schade, weitererzählt werden?

Konsequente Umsetzung der vorhandenen Gesetze

Anstelle einer neuen Initiative besteht die gegenwärtige Herausforderung in der konsequenten Umsetzung der beschlossenen rechtlichen Grundlagen, namentlich des Raumplanungsgesetzes und der AP 14 – 17. Im 2014 muss die praxistaugliche und wirkungsvolle Umsetzung der gefassten Ziele im Fokus stehen.

Ökologische Landwirtschaft als Voraussetzung für die Zukunft

Die Frage nach der wahren Motivation hinter dieser Initiative bleibt offen. Wieso stecken der SBV und die SVP ihre Ressourcen in eine Initiative, die schlussendlich in der Praxis für die Bauern und Bäuerinnen keine Veränderungen erwirken? Aussagen von Initianten ist zu entnehmen, dass ihr Hauptziel die Stärkung der Produktion gegenüber der Ökologie sei.

Regina auf Weide DSC5381Regina Fuhrer, Präsidentin Kleinbauern-Vereinigung (Bild: Kleinbauern-Vereinigung)

Für die Kleinbauern-Vereinigung stellen Ökologie und Produktion von Lebensmitteln keine Gegensätze dar. In Zukunft werden die Fruchtbarkeit unserer Böden, die Gesundheit der Ökosysteme und damit die Biodiversität eine existenzielle Rolle für die landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion spielen. Es gilt, bei der Produktion vernetzt zu denken, die natürlichen Lebensräume einzubeziehen und zu pflegen. So lauten dann auch die Kernforderungen des jüngst erschienen Jahresberichtes der UNCTAD: Vielfalt statt Monokulturen, agrarökologische Methoden statt Mineraldünger und Pestizide und vor allem mehr Unterstützung für Kleinbauern. Hier kann die Schweiz eine Vorreiterrolle übernehmen!

Quelle und weitere Informationen:

 

 

 

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