Biofarm-Ölsaaten finden den weg neu in die Migros-Regale, v.a. in der Form von «Migros Bio»-Rapsöl und -Sonnenblumenöl. Wie die Verantwortlichen gegenüber dem Schweizer Bauer bestätigten, entstand die Zusammenarbeit vor dem Finanzierunghintergrund für ein Forschungsprojekt von FiBL und Agroscope mit dem Ziel der Förderung des Schweizer Bio-Rapsanbaus. Nachdem Coop die Finanzierung nicht vollständig zusicherte, garantierte Migros die entsprechenden Gelder - und erhielt den Lieferzuschlag von Biofarm.
 
Die Biofarm-Genossenschaft, welche Anbau und Markt für Bio-Ölsaaten aufgebaut hat, wird künftig ihren Bio-Raps und ihre Bio-Sonnenblumen an Migros und nicht mehr wie bisher an Coop liefern. Wie Biofarm Ende Dezember in einem Brief an ihre Produzenten erklärt, sei Migros bereit, die Projekte zur biologischen Bekämpfung des Rapsglanzkäfers von FiBL und von Agroscope sowie die Sortenprüfung und Beratung mit Biofarm als Koordinatorin zu finanzieren. Agroscope plant, insektenpathogene Pilze im Einsatz gegen den Rapsglanzkäfer zu testen, am FiBL verfolgt man einen Ansatz mit Duftstoffen und -pflanzen.
 
«Migros Bio»-Rapsöl mit Swissness

Neuer Partner von Biofarm wird wie erwähnt der zweite Riese im Schweizer Detailhandel. Wie Migros-Sprecherin Monika Weibel gegenüber dem «Schweizer Bauer» bestätigte, hätten die Verhandlungen im vergangenen Jahr ihren Anfang genommen. Über die Höhe der finanziellen Verpflichtung für das Forschungsprojekt schweigt sie sich aus. Bestätigt hat sie die Vertragsdauer von drei Jahren. Biofarm sei der Rohstofflieferant, vermarktet werden die Produkte unter «Migros Bio».
 
Werden in Zukunft noch weitere Produkte von Biofarm ins Sortiment aufgenommen? «Momentan ist dies nicht beurteilbar, respektive nicht geplant», hält Weibel fest. Das Schweizer Bioprodukte-Sortiment soll weiter ausgebaut werden. Dies sei bereits beim Bio-Brotgetreide der Fall, fährt sie fort.
 
Coop überrascht

Detailhändler Coop wurde durch die neue Partnerschaft auf dem falschen Fuss erwischt. «Biofarm teilte uns am 7. Dezember 2012 mit, dass sie in Zukunft die Migros mit ihren Schweizer Bio-Ölsaaten beliefern werde, da diese die Finanzierung für Forschung- und Beratungsprojekte übernehmen wird», hebt Coop-Pressesprecherin Sabine Vulic hervor. Dieser Entscheid sei nicht ganz nachvollziehbar. Man habe das Forschungsvorhaben «Förderung des Schweizer Bio-Rapsanbau» in verkleinerter Form über ein FiBL-Beschaffungsprojekt unterstützen wollen. Biofarm und FIBL hätten weiterhin als Partner auftreten sollen, wobei die Koordination beim FIBL gewesen wäre. Coop beziehe von Biofarm nur noch die vertraglich gesicherten Bio-Ölsaatenmengen von 2012.
 
Quelle und vollständiger Beitrag: Schweizer Bauer
 
 

 

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