×

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 435

kagfreiland

(KAGfreiland) - "Am 5. Februar um 11 Uhr findet eine Medienveranstaltung im Hotel «Seerose Resort & Spa» in Meisterschwanden statt. Anlass ist das neue Kochbuch des FONA-Verlags «Suppenhuhn: Fast vergessen – neu entdeckt». Die schweizerische Nutztierschutz-Organisation KAGfreiland hat die Einleitung des Kochbuches mitverfasst und nimmt deshalb am Medienevent teil. KAGfreiland engagiert sich seit Jahrzehnten für eine sinnvolle Verwertung der ausgedienten Legehennen. Diese sollen weder als Brennstoff in der Zementfabrik noch zur Stromproduktion in der Biogas-Anlage landen, sondern der menschlichen Ernährung dienen.

Seit Jahren essen Herr und Frau Schweizer fast kein Suppenhuhn mehr. 2006 wurden nur noch rund 10 bis 15 Prozent der jährlich 2 Millionen ausgedienten Legehennen für die menschliche Ernähung verwendet. Das Resultat: Der grösste Teil wurde zu Tiermehl verarbeitet und landete dann als Brennstoff in der Zementfabrik. Die grossen Geflügelschlachthöfe von Migros und Coop haben sich voll auf Poulets spezialisiert und verweigern seit 2010 gar die Schlachtung der Hennen. Darauf formierte sich Widerstand in der Geflügelbranche: Sie gründete 2010 den GalloCircle, der sich für eine sinnvolle Verwertung der Althennen als Lebensmittel einsetzt. Dennoch landet weiterhin ein Grossteil im Abfall statt im Suppentopf: Neuerdings werden sie nicht mehr in der Zementfabrik verbrannt, sondern in einer Biogas-Anlage kompostiert. Dadurch dienen die Hennen nach ihrem Tod wenigstens noch zur Stromproduktion.

KAGfreiland fordert sinnvolle Nutzung der Legehennen KAGfreiland wehrt sich gegen diese Vernichtung von hochwertigem Hühnerfleisch, das sich bestens für die menschliche Ernährung eignet. «Ausgediente Legehennen zur Stromproduktion zu verwenden, ist ethisch nicht vertretbar», äussert sich Nadja Brodmann, zuständig für den Fachbereich Geflügel bei KAGfreiland. Vor diesem Hintergrund engagiert sich die Nutztierschutz-Organisation seit Jahren für eine Aufwertung des Suppenhuhns.

Huhnpaket ein Volltreffer Früher förderte KAGfreiland den Verkauf der Suppenhühner durch Vermittlung von Kundenadressen an KAG-Bauern. Dieses Angebot besteht per E-Shop zwar heute noch. Doch die Nachfrage nach ganzen Suppenhühnern sank enorm. Daher wurde zusammen mit der KAGfreiland-Metzgerei Abegg in Langnau am Albis ein «Huhn-Paket» mit Verarbeitungsprodukten lanciert. Es stösst auf grosse Nachfrage. Denn die Schnellkoch-Produkte aus hochwertigem Huhnfleisch entsprechen den Bedürfnissen der heutigen Zeit. Ein kleines Huhn-Paket enthält neben Brüstli und Geschnetzeltem auch Bratwürste, Brätkügeli und Hamburger. Ein grosses Huhn-Paket enthält zusätzlich Cordon-bleu, Fleischkäse und Aufschnitt.

Suppenhühner früher und heute Zu Grossmutters Zeiten blieben Legehennen mehrere Jahre am Leben, bis sie keine Eier mehr legten. Dann war das Fleisch zäh. Im Gegensatz dazu stammen die heutigen Suppenhühner von jungen Tieren, die nur ein Jahr lang Eier legten. Denn eine Mauser lohnt sich heutzutage wirtschaftlich nicht mehr. Und der Eierhandel will die grösste Nachfrage vor Ostern und Weihnachten einplanen. Zudem passen die mit dem Alter grösseren Eier nicht mehr in die handelsüblichen Schachteln. Jährlich werden daher in der Schweiz fast zwei Millionen Legehennen ersetzt – entsprechend fallen ebenso viele Suppenhühner an.

CH-Huhnprodukte als Alternative zu Importgeflügel & Co. KAGfreiland fordert Konsumentenschaft, Detailhandel und Gastronomie auf, vermehrt auf einheimische Huhnprodukte zu setzen. Diese sind eine schmackhafte Alternative, beispielsweise zu tierquälerischem Importgeflügelfleisch. Wer Eier isst, sollte auch zur sinnvollen Verwertung der Suppenhühner beitragen. «Wenn alle Eier-Konsumierenden ein Suppenhuhn pro Jahr essen würden, dann wäre das Problem schweizweit gelöst», erklärt Nadja Brodmann von KAGfreiland.

KAGfreiland ist eine gemeinnützige Nutztierschutz-Organisation, die sich für artgerechte Nutztierhaltung einsetzt. KAGfreiland ist zugleich das Bio-Label mit den schweizweit strengsten Richtlinien. KAGfreiland finanziert sich aus Mitgliederbeiträgen und Spenden."

KAGfreiland ist bionetz.ch-Mitglied.

2 unserer Mitglieder

Neue Mitglieder

Nach oben