Die Schweiz kann sich zu 60 Prozent mit Lebensmitteln aus dem eigenen Land versorgen. Der Rest muss importiert werden. Mit der zunehmenden Nachfrage nach Bio kommt auch Bio Suisse nicht aus ohne Importe - Futtermittelimporte zum Beispiel für die Produktion von Milch, Fleisch, Eiern.

"Ich bin froh, dass zumindest ein Teil aller Schweizer Importe dem strengen Standard der Bio Suisse Richtlinien entspricht", sagt Knospe-Landwirt Markus Schütz.

Warum Importe?

Warum? "Unsere Richtlinien schützen erstens die Umwelt und die Produzenten vor Ort, sie garantieren zweitens den Schweizer Konsumenten einen hohen Qualitätsstandard bei gleichzeitiger sicheren Versorgung des Marktes und verhindern drittens Öko- und Sozialdumping gegenüber uns Schweizer Produzenten", erklärt der Knospe-Landwirt. Er hält unter anderem auch Legehennen auf seinem Hof in Strengelbach ZH. Gerade bei Hühnern, aber auch bei Schweinen kann nicht auf Futtermittelimporte verzichtet werden. Hühner und Schweine sind Allesfresser und benötigen eine hohe Menge an Proteinen, um ausreichend ernährt zu sein und artgerecht zu leben, denn sie können diese Proteine - nicht wie die Wiederkäuer - aus Gras gewinnen. Hühner und Schweine aus Knospe-Haltung müssen mindesten zu 95% mit Biofutter ernährt werden (die Ausnahme von 5% gilt für Futter, das im Handel nicht biologisch erhältlich ist). Dieses Futter besteht aus Getreide, Eiweisskomponenten wie z.B. Soja, Raufutter und verschiedenen anderen Bestandteilen.

Ziel: Importanteil verringern

Die Schweizer Futtermittelproduktion reicht leider nicht aus, um das gefragte Biofleisch oder auch die Bioeier zu produzieren. Bio Suisse hat sich mehrere Ziele gesetzt, die Importe von Futtermitteln weiter zu verringern: Zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick AG werden aktiv neue Bioproduzenten gesucht, alternative Getreidesorten und Viehrassen geprüft, Eiweissquellen wie Fliegenlarven getestet, und der Futtergetreide- und Futtereiweisskomponenten-Anbau gefördert. Mit der Branche hat Bio Suisse dieses Jahr vereinbart, schrittweise die Importe aus China zu reduzieren und engagiert sich auf Bundesebene dafür, dass Eiweissfutter künftig vermehrt in der Donauregion beschafft werden kann.

Quelle: Bio Suisse-Newsletter

Qualitätssicherung für Knospe-Importe (Bio Suisse)


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