Was ist eine Biokuh? Hier ein Insidertipp: Anet Spengler (FiBL) fragen. Nutztierhaltung, standortgerechte Milchviehzucht oder das Verhalten von Milchkühen gehören zu den Schwerpunktthemen der Wissenschaftlerin. Und seit ein paar Wochen gehört ihr auch der Bio-Grischun-Preis 2014. Damit wurde eine Frau ausgezeichnet, die es mit hohem "i-Kuh" versteht, zwischen Wissenschaft und Praxis Brücken zu schlagen.

Anet Spengler vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL in Frick, AG habe dank ihrem "hohen i-Kuh" wesentlich dazu beigetragen, dass in Graubünden wieder vermehrt Kühe mit vernünftigen Lebensleistungen auf den Wiesen und Alpweiden grasen werden, die an das Berggebiet angepasst sind, betonte an der Preisverleihung der Generalversammlung von Bio Grischun der Vorjahressieger, Tierhomöopath Jürg Tschümperlin aus Trin GR.

Zusammen mit Beratern des Plantahofs hat Anet Spengler 99 Bündner Biomilchviehbetriebe auf den Standort angepasste Zucht analysiert. Damit und mit der seit vier Jahren organisierten Ausstellung "Schau Biovieh" über robuste Biokühe, motiviert sie Biobauern dazu, widerstandsfähige und kräftige Tiere einzusetzen, die zu ihren Betriebsstrukturen und deren ursprünglichen Futterangebot passen.

"Der Preis freut mich, weil er zeigt, dass die standortgerechte Milchviehzucht für Biobetriebe im Berggebiet heute ein wichtiges Thema ist. Dass sich Biobäuerinnen und -bauern damit auseinandersetzen und Wege suchen, die standortgerechte Zucht auf den Betrieben umzusetzen, ist gut, denn es braucht noch mehr standortangepasste Kühe," sagt die Expertin. Das Preisgeld von CHF 2014 will Anet Spengler auf jeden Fall wieder für ein Tierzuchtprojekt im Berggebiet einsetzen. Wir wünschen ihr, dass sie damit weiterhin Berge versetzen wird.

Quelle: Bio Suisse-Newsletter

 

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