Der Verein fair-fish lädt am Samstag, 16. Juni um 15 Uhr zu einer Tagung in Winterthur ein. Hauptredner ist der international renommierte Fischereibiologe Rainer Froese vom Geomar Zentrum für Ozeanforschung in Kiel (einziger Auftritt in der Schweiz).

Froese ist ein engagierter Erforscher der Fischbestände, der sich durch Pressionen der Fischereiindustrie nicht beeinflussen lässt – und zugleich ein Lehrer, der es hervorragend versteht, einem interessierten Laienpublikum komplexe Zusammenhänge begreifbar zu machen. Eine von Froeses Thesen: Der Fang in überfischten Beständen muss für wenigstens drei bis fünf Jahre um mehr als die Hälfte reduziert werden, damit eine Erholung möglich ist. Danach kann sogar 60% mehr Fisch gewonnen werden als heute – vorausgesetzt, es wird nur noch nachhaltig gefischt.

Zwei der neusten Studie von Froese zeigen, dass die Fischbestände schlimmer überfischt sind als bisher angenommen und dass selbst die Labels für eine nachhaltige Fischerei (v.a. MSC) teilweise noch zur Überfischung beitragen.

Die Ausführungen von Rainer Froese werden ergänzt durch zwei kurze Referate: Die Hamburger Fischereibiologin Astrid Matthiae beleuchtet die Folgen der Europäischen Fischereipolitik für Afrika. Und der heute in Graz lebende fair-fish-Gründer Billo Heinzpeter Studer legt dar, warum wir höchstens einmal pro Monat Fisch essen sollten – und warum das genügt.

Die Tagung dauert inkl. Apéro bis etwa 19 Uhr.

Die Teilnahme ist gratis (Kollekte zur Deckung der Unkosten).

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