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Zum Vierzigsten hat sich die Genossenschaft KORN.HAUS einen neuen Auftritt geschenkt. Ein guter Grund, Ruedi Engeler, Mitglied der Geschäftsleitung, ein paar Fragen zur neuen Positionierung des Thurgauer Produktions- und Dienstleistungsbetrieb zu stellen.

Was ist Ihr Lieblingsprodukt? Warum?

Was ich jeden Tag schätze, ist ein gutes Vollkornbrot. Eines mit einer langen Teigführung, zum Beispiel auf der Basis von Sauerteig oder Backferment. Am liebsten ein Demeterbrot. Dort weiss ich, dass der Kreislauf stimmt.

Was ist gerade aktuell in Ihrem Geschäft?

Wir haben im Mai das 40-Jahr-Jubiläum der Genossenschaft KORN.HAUS gefeiert. Auf diesen Anlass hin haben wir den ganzen Markenauftritt neu erarbeitet: das Logo, die Website, die Briefschaften, die ganzen Beschriftungen – das war ein grosser «Lupf», der uns seit dem vergangenen September beschäftigt hat. Sozusagen seit dem Zeitpunkt, als ich zum KORN.HAUS kam. Ich bin erst seit August dabei, vorher war ich im Ekkharthof für das Marketing und den Verkauf zuständig und zuvor als Verkaufsleiter und Key Account Manager bei Bio Partner. Das Redesign unseres Auftritts war aufwändig, da liefen die Jubiläumsvorbereitungen quasi nebenher. Aber das Ganze hat sich gelohnt. Der neue Auftritt hat zum richtigen Zeitpunkt stattgefunden und uns das Fundament gegeben, um uns neu zu positionieren und zu wachsen. Aktuell sind wir daran, zwei «Übernamen» in unser Unternehmen zu integrieren: die Nudelwerkstatt «La Martina» aus Wetzikon auf 2017 und das Haus des Brotes aus Winterthur auf 2018.

KornhausteamRuedi Engeler Fritz Lerch Maurizio Ciardo Sie steuern das KORN.HAUS (v.l.n.r.): Ruedi Engeler, Fritz Lerch und Maurizio Ciardo (Fotos: zVg).

Was bieten Sie Ihrer Kundschaft?

Wir bieten sehr authentische Produkte und Produkte zu fairen Preisen. Wir berücksichtigen handwerklich hergestellte Erzeugnisse von regionale Produzenten; selbst beim Strom. Wir beziehen Thurgauer Naturstrom. Nachhaltigkeit ist bei uns Standard, eine Selbstverständlichkeit. Deshalb werden wir künftig nicht mehr mit dem Argument Nachhaltigkeit werben. Auch weil der Begriff in den letzten Jahren etwas überstrapaziert worden ist und etwas abgedroschen tönt.

Nennen Sie drei Dinge, die Ihr Unternehmen speziell machen!

Erstens: Wir sind nicht nur ein Produktionsbetrieb, sondern bilden auch 30 Lernende aus, und zwar in verschiedenen Berufen und auf verschiedenen Niveaus: vom Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) und  Eidgenössischen Berufsattest (EBA) bis zur Praktischen Ausbildung (PrA). Wir sind der einzige Lehrbetrieb im Kanton Thurgau, der die Schreinerlehre EFZ für Lernende mit Beeinträchtigung anbietet. Bei uns haben alle Platz. Als Genossenschaft sehen wir unsere Aufgabe darin, unseren Lernenden eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Zweitens: Wir sind Knospe- und Demeter-zertifiziert. Auch vertreiben wir in der Schweiz Produkte von Mercurius, eine Marke, die für ein vollständiges, erprobtes Waldorfschul- und Kindergarten-Sortiment steht. Drittens ist unser Betrieb wunderbar gelegen: mitten in der Natur in der grössten Gemeinde des Thurgaus. Und gleichzeitig angrenzend zum Zürcher Berggebiet, worin wir gute Möglichkeiten für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Pro Zürcher-Berggebiet und deren Marke natürli sehen.

Kornhaus GastronomieAuch ein Gastronomie-Betrieb gehört zum KORN.HAUS.

Die Biobranche ist in einem steten Wandel; wohin geht die Reise für Sie?

Früher war das KORN.HAUS eher regional aktiv. In den nächsten Jahren wollen wir unseren Radius ausdehnen, bis nach Zürich. Neuerdings sind wir auch auf dem Markt in Frauenfeld mit einem Stand präsent. Grundsätzlich legen wir unseren Fokus auf den Fachhandel. Wir wollen für die Vermarktung unserer regionalen Spezialitäten partnerschaftlich mit dem Fachhandel zusammenarbeiten. Wir bieten regional bei Coop unsere Produkte aus der Nudelwerkstatt an. Und unser Bio Dinkel Tischgebäck sowie die Nuss- und Linzertorten vermarkten wir über den Grosshändler Bio Partner.

Worauf legt Ihre Genossenschaft besonderen Wert?

Der Mensch ist uns sehr wichtig. Wir legen Wert darauf, unsere Auszubildenden gut zu begleiten und allen Mitarbeitenden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu geben. Wir haben sehr motivierte Mitarbeitende. Wir spüren, dass alle am gleichen Strick ziehen und unsere Mitarbeitenden den neuen Markenauftritt mittragen und sich damit identifizieren. Auch mit unseren Partnern streben wir ein langfristiges Verhältnis auf Vertrauensbasis an. Aktuell sind wir auf der Suche nach Demeter-Bauern, die für uns bioverita-Getreide für unsere Produktion anbauen möchten.

 Was bringt Ihnen bionetz.ch?

Wir schätzen das Netzwerk und die Treffen für den Austausch mit Gleichgesinnten.

Interview: Julia Antoniou

Zum KORN.HAUS

Das KORN.HAUS im thurgauischen Dussnang ist ein spezialisierter Produktions- und Dienstleistungsbetrieb mit Ausbildungs- und Wohnplätzen für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Unter der Geschäftsleitung von Maurizio Ciardo (Wohnen & Integration), Fritz Lerch (Finanzen & Infrastruktur) und Ruedi Engeler (Betriebe & Marketing) begleitetet ein Team von 40 Mitarbeitenden rund 32 Menschen und bildet sie im Bereich Lebensmittel, Produktion, Handel und Logistik aus. Das KORN.HAUS setzt auf eine handwerkliche Verarbeitung von Naturprodukten in Demeter- und Knospe-Qualität sowie auf ökologische und regionale Rohstoffe. Zum Unternehmen, das vor 40 Jahren als Genossenschaft gegründet wurde, zählen nebst einem Wohnangebot eine Bäckerei, ein Gastronomiebetrieb, eine Hauswirtschaft, eine Logistikabteilung, eine Schreinerei und ein Bio-Fachgeschäft in Wil.

www.korn.haus

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