Bereits seit 2014 gibt es den «Biolade Bade» auf dem Gleis 1 des Bahnhofs Baden. An einem Freitag den 13ten ist er aufgegangen - was dem Laden Glück gebracht hat.

biolade bade 0315Der Biolade Bade auf dem Gleis 1 des Bahnhofs Baden.Fausta Borsani (Text und Bild) // «Das Konzept geht auf» so fasst Seline Schöpfer, die Gründerin und Geschäftsführerin dieses Glück zusammen. Auf 100 Quadratmeter finden Bio-Fans, zufällige Passantinnen, eingefleischte Vegetarier, Allergikerinnen und Veganer was ihr Herz begehrt … und mehr.

Warenfluss garantiert Frische

Das Take Away Mittagsangebot ist auf eine sehr selbstverständliche Art vegetarisch und vegan und duftet sehr fein - 60 bis 80 Zmittags-Portionen sind Tag für Tag verkauft. Sie entstehen in der im ersten Stock gelegenen Küche, wo der Ehemann von Seline Schöpfer, der Koch Michael Schöpfer den Kochlöffel schwingt. «Er entscheidet am Vortag, was er aus unseren Lebensmitteln macht und nimmt sie direkt im Laden vom Gestell. So sind wir flexibel und bieten Menüs an, die Food Waste vermeiden». Und der Laden profitiere vom guten Warenfluss.

Achtzig Prozent Stammkunden

Zum Glück gehört Arbeit in vielerlei Hinsicht: das freundliche Personal ist der wichtigste Faktor für den Erfolg, den 350 bis 500 KundInnen am Tag hineintragen, so Seline Schöpfer. Die Menschen kommen wieder und wieder, zirka 80% sind Stammkunden. Kein Wunder: Das Lächeln der 10 LadnerInnen, die mit den Köchen insgesamt 800 Stellenprozent belegen, wirkt keineswegs aufgesetzt, die Atmosphäre ist heiter, persönlich, sie basiert auf einer Duzis-Kultur. Auch das Sortiment ist regional und ausgesucht. Pro Woche kommen 3 bis 4 Produkte dazu, das Sortiment ist schlicht immens und lässt keine Wünsche offen.

Echtes Interesse für die mitarbeitenden Menschen

Um die Menschen zu halten, die dem Laden so gut tun, muss sie eine gute Chefin sein, führt sie aus: «Meine Tür ist immer offen». Für den Zusammenhalt im Team seien persönliche Beziehungen und echtes Interesse unabdingbar. Die Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter teilt die Arbeit und die Kinderbetreuung mit ihrem Mann. Sie kennt den Wert einer guten Arbeitsstelle. «Ich zahle meinen MitarbeiterInnen bereits einen in der Branche überdurchschnittlichen Lohn, allerdings fordern der 7-Tage Betrieb und Arbeitszeiten - am Morgen um 7 geht der Laden bereits auf und schliesst unter der Woche um 20 Uhr - das Team auch heraus». Ein Lohn von monatlich 4'500 Franken, am liebsten 13 Mal, das wäre ihr Ziel, im Moment läge es aber noch nicht drin.

Zusammenlegen und austauschen

Der inhabergeführte Biofachhandel blickt auf eine langjährige Tradition zurück und ging in der Vergangenheit oft den Weg des Einzelkämpfers, das sei aber nicht mehr zukunftsweisend so Seline Schöpfer. Deshalb gründete sie die Genossenschaft «vielgrün» mit. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, den Biofachhandel der Schweiz zu vernetzten, dabei die Stärken eines jeden Einzelnen zu nutzen und dadurch an Bedeutung zu gewinnen. Miteinander können die Läden zielgerichtet Fragen zu Personal, Lohn, Kennzahlen usw. beantworten. Ihren eigenen Weg sieht Seline Schöpfer in ihrem Laden in Baden weiter - dafür brennt sie. Einer Nachahmerin gibt sie weiter: «Mach einen sauberen Businessplan, tausche Dich mit anderen Läden aus, bestücke das Warenlager aus dem Anfangskapital, installiere ein gutes Waren-Bewirtschaftungssystem und beschäftige eine gute Treuhänderin, einen guten Treuhänder. Dazu rechne viel Arbeit und Einsatz».

seline 0322Seline Schöpfer, die freundliche Chefin im Biolade Bade.

Biolade Bade , gegründet am 13.6.2014, beschäftigt 12 Menschen mit insgesamt 800 Stellenprozent. Umsatz pro Jahr: zirka 2.3 Millionen Franken.

Biolade Bade AG, Bahnhofstrasse 25, 5401 Baden

www.bioladebade.ch

 

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