Naturland fordert eine globale Agrarwende hin zu Öko-Landbau in Verbindung mit fairem Handel, mit Kleinbauern als Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Welternährung. Die Zielsetzungen und Aktivitäten von Naturland bieten auch für die Positionierung der Schweizer Biobranche wichtige Anregungen.
 
Auf Einladung der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ besuchte Tanruang Boonjira gemeinsam mit Moungmun Chuthima, Reisbäuerin der Kooperative Green Net im Herbst 2012 verschiedene Veranstaltungen in Deutschland und stellte das Leben und Arbeiten in Thailand vor. „Der Umstieg auf Öko-Landbau hat die Bodenstruktur und damit die Ertragssicherheit der Reisfelder verbessert und eine gesundheitliche Verbesserung für die Familie gebracht“, erklärte die thailändische Reisbäuerin.
 
Öko + Fair ernährt mehr!
Green Net ist Partner der gemeinsamen Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ von Naturland und Weltladen-Dachverband. Bei Green Net sind mehr als 1200 Kleinbauern zusammengeschlossen. Sie erzeugen Reis und verschiedene Kokosprodukte, die hier über Welt- und Naturkostläden vertrieben werden. 85 % der weltweit 525 Millionen Bauernhöfe umfassen weniger als zwei Hektar Land, darunter häufig mit schlechten und wenig gut bewässerten Böden. Dennoch erwirtschaften diese Kleinbauern über die Hälfte der weltweit geernteten Lebensmittel.
 
Technologie mit Bodenhaftung
Verbesserte Anbaumethoden, meist einfache Technologien und fundierte Kenntnisse, geeigneteres Saatgut und eine Vielzahl von agrarökologischen Strategien bergen ein gewaltiges Produktivitäts- und Nachhaltigkeitspotential. Dabei kann die Produktion von Nahrungsmitteln in kleinbäuerlichen Betrieben nachweislich stark, je nach Untersuchung um mehr als 100 %, gesteigert werden. Kleinbäuerliche Landwirtschaft stellt somit eine geeignete Lösung dar, eine weltweite Ernährungssicherung zu gewährleisten. Zudem werden die zusätzlich produzierten Lebensmittel tatsächlich dort erzeugt, wo sie gebraucht werden. Denn 70 % der Hungernden leben auf dem Land. Entwicklungshilfe-Organisationen sind sich einig, dass die Unterstützung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in vielen Teilen der Welt der Schlüssel zur Hungerbekämpfung ist.

Quellen und weitere Informationen: Naturland-Presse Info / Bio-Markt.Info

Ihre Meinung interessiert uns! bionetz.ch-Kontakt: Peter Jossi

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