Für tierschutzkonforme Importe
Coop ist es wichtig, dass die Erwartungen der Konsumenten bezüglich Tierwohl nicht nur beim Schweizer Label-Fleisch erfüllt werden, sondern dass auch die im Ausland gehaltenen Nutztiere der Lieferbetriebe künftig unter vergleichbaren Bedingungen wie in der Schweiz gehalten werden. Ab 2013 erweitern Coop und der Schweizer Tierschutz STS die erprobte Zusammenarbeit: Neu wird der STS in Form von Audits die Tierhaltung bei den ausländischen Lieferanten sowie den Transport und die Schlachtung beurteilen.

Coop und der Schweizer Tierschutz STS pflegen seit vielen Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft zu Gunsten einer tiergerechten Haltung von Nutztieren in der Schweiz. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden die Labelprogramme, welche heute unter der Marke Coop Naturafarm laufen, gemeinsam aufgebaut und stetig weiter entwickelt. Der Kontrolldienst des STS kontrolliert als unabhängige Instanz die Einhaltung der Richtlinien der Labelprogramme Coop Naturafarm Porc, -Kalb, -Poulet, und -Eier. Auch beim Programm Schweizer BTS-Kaninchen stellt Coop auf den Schweizer Tierschutz ab und beim Programm Natura-Beef und Natura-Veal nimmt der STS zusätzliche Stichprobenkontrollen vor. Im Auftrag von Coop überwacht der STS auch Transporte und Schlachtung von Naturafarm-Tieren.

Ausweitung der Zusammenarbeit auf das Ausland
Die Lebensmittelversorgung der Schweiz wird auch in Zukunft teilweise mittels Importen zu gewährleisten sein, da die Bevölkerungszahl stetig steigt und internationale und bilaterale Verträge (Fleisch-)Importe einfordern. Der Tierhaltungsstandard ist aber im Ausland nicht immer gleich hoch wie in der Schweiz und es kommen teilweise largere oder gar keine Vorschriften zum Schutz der Nutztiere zur Anwendung.

Schweizer Tierschutz-Normen sollen Standard werden
Coop ist es wichtig, dass die hohen Ansprüche von Coop und die gestiegenen Erwartungen der einheimischen Konsumenten an das Tierwohl nicht nur beim Labelfleisch unter Coop Naturplan und Coop Naturafarm erfüllt werden, sondern dass auch die im Ausland gehaltenen Nutztiere der Lieferantenbetriebe unter vergleichbaren Bedingungen wie in der Schweiz gehalten werden. Das bedingt eine mehrjährige, intensive Aufbauarbeit mit geeigneten Lieferanten, den Um- und Neubau von Ställen und die Instruktion von Landwirten, Transporteuren und Personal in der Fleischverarbeitung im Ausland. Der STS wird diesen ehrgeizigen Prozess in Form von Audits (Stallungen, Transporte, Schlachthöfe) begleiten.
Als erstes stehen in den nächsten Jahren die ausländischen Geflügelbetriebe auf dem Prüfstand. Denn obwohl Coop rund 80% des Geflügelfleisches aus der Schweiz bezieht, spielen ausländische Produzenten bei dieser Tierkategorie ein relevante Rolle. Insbesondere Spezialitäten, aber auch das klassische Trutenfleisch, werden aus dem Ausland bezogen.

Tierschutzkonforme Importe von Trutenfleisch
Coop wird das gesamte Import-Trutenfleisch ab 2013 sukzessive auf Betriebe umstellen, die dem Schweizer Standard "Besonders tierfreundliche Stallhaltung", kurz "BTS" entsprechen. Der Schweizer Tierschutz STS wird im Auftrag von Coop die Erzeugung im Rahmen von Audits vor Ort beurteilen und wo nötig Empfehlungen zur Verbesserung abgeben. Dieses Mandat wird in einem zweiten Schritt ausgeweitet auf andere Länder und Tierarten. Damit geht Coop einen sehr konsequenten Schritt weiter Richtung "Tierschutz und Tierwohl".

Quelle und weitere Informationen: Coop-Medienmitteilung

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