Die Delegierten von Bio Suisse befassten sich neben statutarischen Geschäften mit der Gründung einer Bio Suisse Tochtergesellschaft für Importzertifizierungen.  Sie stimmten Richtlinienanpassungen zu Fairen Handelsbeziehungen zu und verabschiedeten für die ökologische Pflanzenzüchtung ein Zusatzkapitel, das die bestehenden Grundlagen ergänzt. Als Folge der breit abgestützten Diskussion, welche die Delegierten an ihrer letzten DV mit Partnern aus der gesamten Biobranche geführt hatten, wird Bio Suisse künftig den Fokus verstärkt auf die Glaubwürdigkeit ihrer Marke Knospe setzen.

„Gerade in kritischen Zeiten mit Nahrungsmittelskandalen zeigt sich, dass nur hohe Anforderungen an Produktion und Verarbeitung, dass nur strenge Kontrollen vom Feld bis zum Verkaufspunkt das garantieren und wahren, was uns allen so wertvoll ist: die Glaubwürdigkeit der Knospe“, sagt Präsident Urs Brändli. Bio Suisse will insbesondere die Glaubwürdigkeit der importierten Knospe-Produkte weiter stärken. So sollen die Anerkennungsprozesse von Betrieben im Ausland sowie die Zusammenarbeit mit den ausländischen Kontrollstellen optimiert werden.

Bio Suisse-Importzertifizierung: Ab 2014 unabhängig(er)

Die künftige Auslagerung der Zertifizierungstätigkeit in eine staatlich akkreditierte Tochtergesellschaft soll die Unabhängigkeit der Zertifizierungstätigkeit garantieren. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Auch mit der Stärkung des Fairnessprinzips fördert der Verband Glaubwürdigkeit. Seit Verabschiedung der ersten Richtlinie Fairer Handel vor drei Jahren und der Erarbeitung eines Verhaltenskodex zum Handel mit Knospe-Produkten in der Schweiz ist ein Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Handelspraxis beim Import hinzugekommen. Die Einrichtung einer Ombudsstelle für faire Handelsbeziehungen ist auf Anfang 2014 vorgesehen.

Saat für die Zukunft

In den letzten Jahren hat auf dem Saatgutmarkt eine starke Konzentration stattgefunden. Zudem werden zunehmend Kulturpflanzen mit Gentechnik und anderen problematischen Methoden gezüchtet. Bio Suisse hat die Notwendigkeit der biologischen Züchtung erkannt und seit 2010 für Züchtungsprojekte einen intensiven Meinungsbildungsprozess geführt. Ein neues Richtlinienkapitel definiert die ökologische Pflanzenzüchtung und leistet Antrieb für die Förderung eines breiteren Angebotes an biologisch gezüchteten und für den Biolandbau besonders geeigneten Sorten. Sorge bereitet dem Verband die Forderung von Verarbeiterseite nach höherem Glutengehalt im Brotweizen. Bio Suisse wird sich mit Nachdruck gegen zusätzliche Begehren engagieren, welche der biologischen Getreideproduktion entgegenwirken. Im Rahmen des 20-Jahre-Jubiläums von Naturaplan zeichnete Coop-Chef Joos Sutter die Geschichte der Partnerschaft mit den Knospe-Bauernfamilien nach. „Unser Engagement in Kommunikation, Innovation und Konsequenz hat dem Biomarkt in der Schweiz zum Durchbruch verholfen“, so Sutter. Von dieser Entwicklung hätten sowohl Coop als auch Qualitätsanbieter wie Direktvermarkter und spezifische Bioanbieter profitiert.

Quelle und weitere Informationen: Bio Suisse-Medienmitteilung

Bio Suisse-Kontakt:

Sabine Lubow, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 061 204 66 25 

 

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