Der Konzern Monsanto, die britische Regierung, die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA und die EU-Kommission wollen sich vor Gericht verbünden, um zu verhindern, dass eine risikobehaftete gentechnisch veränderte Soja vom Markt genommen werden muss.

Im März 2013 hatte eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union gegen die EU-Zulassung der gentechnisch veränderten Soja „Intacta“ von Monsanto geklagt (T-177/13-5). Die Gründe: Die EFSA hat nach Ansicht der Kläger die Risiken nicht ausreichend geprüft. Monsanto, die EFSA und die britische Regierung eilen der EU-Kommission jetzt zu Hilfe. Sie wollen dem Gerichtsverfahren beitreten, um die Gentechnik-Soja zu verteidigen. Die Gentechnik-Soja wurde 2012 für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln in der EU zugelassen.

Breit abgestützte Klage gegen Monsanto

 

Die Gentechnik-Soja wurde 2012 für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln in der EU zugelassen. Die Klage wurde vom europäischen Netzwerk unabhängiger kritischer Wissenschaftlerinnen ENSSER (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility), dem Verein Sambubus und Testbiotech eingereicht. Die Manfred-Hermsen-Stiftung die Zukunftsstiftung Landwirtschaft, die Gesellschaft für ökologische Forschung die Arbeitsgemeinschaft für Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) unterstützen die Klage.

Eine erste Reaktion der EU-Kommission auf die Klage liegt bereits vor. Nach Ansicht der Kläger sind die Argumente der Kommission aber weder rechtlich noch wissenschaftlich überzeugend. Sie rechnen jetzt mit weiteren Schriftsätzen der Gegenseite, wodurch die Kosten des Verfahrens erheblich steigen könnten.

Quellen: Bio-Markt.Info/ Testbiotech

 

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