Dass sich Biorestaurants speziell für Nachhaltigkeit einsetzen und auch im sozialen Bereich mit Engagement ans Werk gehen und Verantwortung für ihre Mitarbeitenden übernehmen, zeigen immer wieder erfreuliche Meldungen. Kürzlich durfte das Biorestaurant Traube in Ottikon ZH den Green Smiley-Award, entgegennehmen. Dieser Preis von Heineken zeichnet Schweizer Gastronomiebetriebe für ihr Engagement für Mensch und Umwelt aus.

Den ersten Preis des Heineken Green Smiley-Awards erhielt dieses Jahr das Restaurant Traube in Ottikon bei Gossau ZH. Der kleine Gasthof bietet 30 Jugendlichen mit schwierigem Hintergrund einen Ausbildungsplatz und setzt sich damit engagiert dafür ein, dass die Jugendlichen später eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Das Restaurant Traube führt auf seiner Karte ausschliesslich Produkte aus biologischer Landwirtschaft. "Der kleine Gastrobetrieb schafft Lebensfreude", so ein Jury-Mitglied. Und mit der biologischen Küche werde der ökologische Landbau unterstützt, das sei ein wichtiges Engagement für die Umwelt, lautete die Vergabe des Preises.

Restenverwertung unf sparsamer Ressourceneinsatz

Auch in Sachen Restenverwertung und sparsamem Einsatz von Ressourcen engagieren sich Biorestaurants mit viel Erfindergeist für die Umwelt: Das Buffet Dreieck in Zürich etwa kocht mit intakten, aber nicht mehr verkäuflichen Biolebensmitteln aus den Läden und setzt sich damit gegen die enorme Lebensmittelverschwendung ein. Was im kleinen Zürcher Bistro in den Kochtopf kommt, ist schweizweit einzigartig: Es sind fast ausschliesslich Biolebensmittel, die in den Geschäften im Abfall landen würden. Weil beispielsweise die Verpackung beschädigt, das Ablaufdatum knapp überzogen oder das Gemüse krüppelig ist. "Wir wollen zeigen, was man aus Lebensmittelüberschüssen alles machen kann", sagt Leiterin Rosmarie Schaub. Von der Köchin ist damit zwar hohe Flexibilität und ein gerüttelt Mass an Spontaneität gefordert, denn erst am Vortag weiss sie, aus welchen Produkten sie am nächsten Mittag ihren Gästen etwas Geschmackvolles auf den Teller zaubern kann. Aber auch sonst überzeugt die Beiz mit Ökogeist: Essen zum Mitnehmen gibt's nur im Mehrweggeschirr, Abfall wird möglichst vermieden, Servietten etwa sind aus Stoffresten oder stammen aus dem Brockenhaus.

SKS lanciert Wettbewerb

Originelle Ideen zum Thema Lebensmittel-Verwertung sucht auch die Stiftung für Konsumentenschutz SKS. Mit einem Wettbewerb macht die Organisation gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt auf die enorme Lebensmittelverschwendung aufmerksam: 100 Kilogramm Nahrungsmittel wirft jede Schweizerin und jeder Schweizer pro Jahr weg. Damit diese Zahl kleiner wird, sind clevere Ideen gesucht.

Quelle: Bio Suisse-Newsletter November

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