Vor dem Hintergrund der drei landwirtschaftlichen Initiativprojekte standen für die rund 100 Delegierten von Bio Suisse die politischen Themen im Vordergrund. In den Diskussionen um die Versorgungssicherheit zeigte sich, dass die Qualität eine wichtige Rolle spielt. Vorstandsmitglied Josef Stutz gab seinen Rücktritt aus dem Vorstand bekannt. Der mit CHF 10‘000 dotierte Förderpreis „Grand Prix Bio Suisse“ geht an die Vereinigung „les chemins du bio“ für ihr qualitativ herausragendes Gemeinschaftsprojekt in der Region Jura.

Die Delegierten von Bio Suisse starteten mit einem politischen Grusswort von Markus Ritter. Der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes SBV und Nationalrat sprach im Rahmen des Initiativprojektes seines Verbandes über die globale Herausforderung der Ernährungssicherheit. „Der Erhalt des Kulturlandes, Forschung und Bildung in der Landwirtschaft, eigenes Saatgut, Qualitätsproduktion sowie wirtschaftliche Perspektiven für unsere Bauernfamilien sind einige der zentralen Themen, die mit dieser Initiative diskutiert werden sollen“, hielt Ritter fest.

Schweizer Qualitätstrategie: Ökologie und Produktion kein Widerspruch

Am Nachmittag setzten sich die Delegierten mit einer Resolution des Vorstandes auseinander. Diese befürwortet insbesondere die Initiativeziele des SBV in den Punkten einer starken Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aus nachhaltiger inländischer Produktion sowie wirksamer Bundesmassnahmen gegen den Kulturlandverlust. Die Delegierten fordern ihre Kollegen vom Schweizerischen Bauernverband auf, den Fokus ihrer Initiative nicht auf Kalorien und Quantität, sondern auf die Qualität und die Qualitätsstrategie zu legen und dies
in den Initiativtext aufzunehmen.

Um Qualität ging es auch bei Gastreferentin Prisca Birrer-Heimo. Auf Ebene der Konsumentenanliegen thematisierte die Präsidentin der Stiftung Schweizer Konsumentenschutz SKS die Notwendigkeit des Zusammenspiels vom Produzenten bis zum Verkaufspunkt, welches das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten stärkt. Sie betonte, es sei trotz dieses „Miteinanders“ zentral, einer funktionierenden Wertschöpfungskette nicht zu enge Grenzen zu setzen und unterstrich: „Auch die biologische Inland- Produktion ist auf ausländische Leistungen angewiesen“.

Ein Wechsel kündigt sich im Bio Suisse Vorstand an: Josef Stutz tritt aus Gründen der zeitlichen Verfügbarkeit aus dem Vorstand zurück und wurde für seinen Einsatz verdankt. Seine Ersatzwahl wird an der Frühlingsversammlung 2014 stattfinden.

Grand Prix Bio Suisse für „les chemins du bio“

Die Geschichte der Vereinigung „les chemins du bio“ begann 2008 mit der Idee einer kleinen Gruppe von Biobauernfamilien, die den Grundstein für ein Agrotourismuskonzept von besonderer Qualität legten.

Jurypräsident Josef Lang, Historiker und Vizepräsident Grüne Schweiz, in seiner Laudatio: „Dieses Projekt vermag durch seine Vielseitigkeit, Sinnlichkeit und kommunikative Kraft in die Gesellschaft auszustrahlen, denn es zeigt die Vitalität und das Potenzial kleinbäuerlicher Familienbetriebe, die einen sehr wertvollen touristischen Beitrag für eine Randregion unseres Landes leisten.“

bi suisse preisverleihung grandprixbiosuisse2013 2Die Gewinnergruppe mit Jurypräsident Josef Lang

Heute verbinden „les chemins du bio“ 18 Biobauernfamilien mit ihren Höfen über die Regionen Ajoie, Pichoux, Franches-Montagnes, Vallée de Delémont und den Clos du Doubs und werden laufend weiter ausgebaut.

Quelle und vollständige Bio Suisse-Medienmitteilung

Weitere Informationen: "Grand Prix Bio Suisse" / "les chemins du bio"

 

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