bionetz.ch mit neuem Vorstandsmitglied
Am Montag, 1. Juni 2026 fand die Jahresversammlung von bionetz.ch bei der Getreidezüchtung Peter Kunz gzpk in Feldbach ZH statt. Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Nach dem statutarischen Teil ging es auf einen eindrücklichen Feldrundgang.
Anschliessend an den statutarischen Teil gibt es einen Rundgang im gzpk-Zuchtgarten. Bild: bionetz.ch
Die Jahresversammlung von bionetz.ch verlief auch dieses Jahr gut. Nach der Verabschiedung des Jahresberichts und der Rechnung 2025 stand, nach dem bereits seit längerem angekündigten Rücktritt von Mike Weibel, die Ersatzwahl für den Vorstand auf dem Programm. In Abwesenheit aufgrund von Ferien wurde die Umweltnaturwissenschafterin Bettina Häuselmann einstimmig in den bionetz.ch-Vorstand gewählt. Damit ist der vierköpfige Vorstand wieder komplett.
Einblick in die gzpk
Leonie Hart, Co-Geschäftsleiterin der Getreidezüchtung Peter Kunz gzpk begrüsste die Anwesenden und gab einen Einblick zu den Tätigkeiten der Institution. Von Anfang an wurde dort Weizenzüchtung betrieben, später kam die Züchtung weiterer Kulturen dazu. Derzeit laufen bei gzpk sechs Zuchtprogramme zu folgenden Kulturen: Erbsen, Lupinen, Weizen, Triticale, Emmer und Dinkel.
Die Züchtung von gzpk erfolgt immer auf Betrieben, zum Beispiel in Rheinau ZH und im Zürcher Oberland. Die gezüchteten Sorten entstehen unter realen Bedingungen, können gut mit Unkrautkonkurrenz umgehen und sind nicht auf intensive Düngung angewiesen. Bis eine neue Sorte auf dem Markt ist, dauert es rund 13 bis 15 Jahre. Bei gzpk wird durch klassische Kreuzung gezüchtet.
Franca dell’Avo, gzpk-Verantwortliche für die Dinkel-Züchtung, erklärt Hintergründe zur Zucht. Bild: bionetz.ch
Basis für qualitativ hochwertige Nahrungsmittel
Die gzpk ist bereits seit über vierzig Jahren aktiv. Sie entwickelt Nutzpflanzen für den Bio-Landbau und schafft damit die Basis für qualitativ hochwertige Nahrungsmittel. Gleichzeitig stärkt sie die Souveränität der Landwirtschaft im Bereich der Sortenvielfalt. Durch die praxisorientierte Züchtungsarbeit und eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten leistet die gzpk einen wichtigen Beitrag zu einem resilienten, nachhaltigen Ernährungssystem.
Die gzpk legt Wert darauf, möglichst breit mit den verarbeitenden Betrieben von Hülsenfrüchten und Getreide zusammenzuarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bio-Branche und einer möglichst ganzheitlichen Nutzung des Rohstoffs, also der jeweiligen Körner. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Förderung von wenig bekannten und wenig genutzten Kulturen, wie zum Beispiel dem Emmer, der Triticale, der Körnererbse oder der Platterbse, im Anbau und der Verarbeitung.
Teilen von Erfahrungen und Erwartungen
Ein anderer wertvoller Aspekt dieser Verarbeitungskooperationen ist das Teilen von Erfahrungen und Erwartungen an eine Kulturpflanze. Für das gzpk-Team als Züchter von Pflanzen zu Speisezwecken ist es wichtig, von der Verarbeitung zu erfahren, welche Kriterien wichtig sind, damit die Körner genutzt werden können.
Das Resultat zeigt sich unter anderem beim Genuss von Bio-Brot und weiterer Spezialitäten aus dem Bio-Ackerbau. Mit Blick auf dieses Ziel bestehen Kooperationen mit verschiedenen Verarbeitungsunternehmen wie beispielsweise Bio-Beck Lehmann und der Bio-Bäckerei Sundaram sowie weiteren Verarbeitungsunternehmen mit unterschiedlichen Sortimenten.
Nach dem Rundgang erwartet die Anwesenden ein feiner Apéro mit Produkten aus gzpk-Zutaten. Bild: bionetz.ch
Nach dem Rundgang durch den gzpk-Zuchtgarten unter kundiger Führung von Franca dell’Avo, zuständig für die Dinkel-Züchtung, und Christine Scheiner, verantwortlich für das Qualitätslabor, sind die Anwesenden zu einem feinen Apéro aus gzpk-Zutaten eingeladen, produziert von verschiedenen Bio-Verarbeitungsbetrieben der Region.
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