Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. setzt sein Engagement im Bereich Verzicht auf CMS-Hybriden aus Zellfusion weiter fort. Anfang November 2013 trafen sich auf Einladung des BNN über 20 Teilnehmer aus Groß- und Einzelhandel sowie Herstellung in Kassel, um über die Voraussetzungen eines Ausstiegs zu diskutieren. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Sortendatenbank, die am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) eingerichtet wird und die Frage der Kennzeichnung.

Kirsten Arp, Leiterin des BNN-Monitoring für Obst und Gemüse, die durch die Veranstaltung führte, konnte als ersten, kleinen Erfolg vermelden, dass bereits in dieser Saison mehr CMS-freie Kohlsorten in Italien und Spanien angebaut wurden, als im letzten Winter. Zwar reicht die Menge nicht aus, jedoch ist diese Entwicklung auch auf die bisherigen Schritte von BNN-Mitgliedern und Verband zurückzuführen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass eine Kennzeichnung CMS-freier Ware ein wichtiger und erster Schritt hin zum Ausstieg aus CMS-Hybriden darstellt. Die derzeitigen Rahmenbedingungen lassen dies nur in Einzelfällen zu.

Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass es auf mehreren Stufen der Wertschöpfungskette zu Verwechslungen kommen kann. Die Betriebe müssen ihre Abläufe anpassen und insbesondere ihre Mitarbeiter und Erntehelfer schulen. Diese Änderungen benötigen einen nicht unerheblichen zeitlichen Vorlauf. Als Erfolg wertet der BNN die Information der Teilnehmer sowie die weitgehende Einigkeit, die zu diesem Thema besteht. Auf Basis der Ergebnisse von Kassel wurde ein detailliertes Informationspapier erstellt, das dem Naturkost-Einzelhandel sowie Großhandelsmitgliedern und Teilnehmern des BNN-Monitorings zur Verfügung gestellt wird.

Quellen und weitere Informationen: BNN-Medienmitteilung/ Bio-Markt.Info

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