Die Grünen wollen, dass importierte Lebensmittel die Standards für einheimische Produkte erfüllen müssen. Die Initiative «für nachhaltig produzierte Lebensmittel» würde den Bund verpflichten, die Produktion und den Import von Lebensmitteln stärker auf Ökologie und Tierfreundlichkeit auszurichten.

Die Grüne Partei arbeitet an der Lancierung einer Volksinitiative für nachhaltig produzierte Lebensmittel, wie die Partei an ihrer Delegiertenversammlung vom Samstag beschlossen hat. Ein Entwurf des Vorstandes liegt vor, am Samstag befinden die Delegierten der Grünen darüber.

Forderung: Schweizer Standards auch beim Import

Mit der Initiative verlangen die Grünen, dass importierte landwirtschaftliche Erzeugnisse mindestens die Standards der Schweizer Landwirtschaft erfüllen müssen. Die unterschiedlichen Standards in den verschiedenen Ländern setzten die Schweizer Bauern unter Druck, argumentiert der Vorstand der Grünen. In anderen Ländern werde eine Art «Öko-Dumping» betrieben, bei dem möglichst günstig produziert werde.

Schaulaufen der Landwirtschafts-Initiativen

Die Grünen sind nicht die einzigen, die sich derzeit dem Thema Lebensmittel annehmen. Der Schweizer Bauernverband und eine Gruppe um SVP-Nationalrat Rudolf Joder haben im Dezember entschieden, gemeinsam eine Volksinitiative für die Ernährungssicherheit zu lancieren. Mit dem Volksbegehren wollen die Initianten die inländische Produktion stärken. Und auch die Bauerngewerkschaft Uniterre hat eine Initiative für Ernährungssouveränität ins Auge gefasst.

Quellen und weitere Informationen: alimentaonline.ch / landwirtschaft.ch (LID)

 

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