Dank Biolandbau finden arme Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einen Weg aus Armut und Hunger. In einer aktuellen Kampagne zeigt SWISSAID 7 Gründe auf , warum Bio den Hunger besiegt. Zahlreiche Projekte zeugen davon. Zum Beispiel die Familie von Fatumata Embaló in Guinea-Bissau: Dank Bio-Zwiebeln, biologischem Dünger und harter Arbeit verfügt ihre Familie heute über genug zu Essen, kann den Kindern eine Ausbildung ermöglichen und im Notfall den Arzt bezahlen.

Die ausschliesslich von Frauen bewirtschafteten Zwiebelfelder sind Dreh- und Angelpunkt eines Projekts, das SWISSAID in der ländlichen Gegend gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Apalcof umsetzt. Dank der Unterstützung im Anbau gelingt es den Frauen, ein kleines Zusatzeinkommen zu erwirtschaften und damit dafür zu sorgen, dass ihre Kinder nie mehr vor leeren Tellern sitzen müssen. „Weil die Felder so viel abwerfen, kann ich Zwiebeln verkaufen und so zu etwas Geld kommen. Damit bezahle ich das Schulgeld für meine Kinder und kaufe ihnen und mir neue Kleider", sagt die 40-jährige Fatumata Embaló, Zwiebelbäuerin, Palmölhändlerin und Mutter von fünf Kindern. Ihre Freude ist riesig: „Sogar für ein Bett und ein paar Ziegen hat es gereicht."

Swissaid DSCN0102Mit Bio-Zwiebeln, biologischem Dünger und harter Arbeit gegen den Hunger (Bild: SWISSAID)

Apalcof ist in der Region seit den frühen 1990er-Jahren ein starker Partner von SWISSAID, der neben der Bekämpfung des Hungers auch die Verbesserung der Lebensumstände der Bauernfamilien anstrebt. So trägt die Organisation mit dem Betrieb eines lokalen Radiosenders dazu bei, dass auch Menschen in abgelegenen Regionen und ohne Lese- und Schreibkenntnisse immer auf dem Laufenden sind. Ratschläge zum ökologischen Zwiebelanbau, Tipps zur chemiefreien Schädlingsbekämpfung und Infos zur Preisentwicklung sind Teil des täglichen Programms.

Ausserdem nutzen die Bäuerinnen den Sender, um für ihre Produkte Werbung zu machen. Denn der Wettbewerb ist hart: Der Markt ist überschwemmt von Zwiebeln aus dem nahen Senegal und Import-Produkten aus Holland, wo der Anbau subventioniert ist. Sich zu informieren, zu vernetzen und zusammenzuarbeiten ist darum der einzige Weg, zu einem starken Verhandlungspartner zu werden und den Herausforderungen die Stirn zu bieten.

Quelle und vollständiger Beitrag: SWISSAID

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