Bio-Baumwolle wird knapp. Immer mehr alternative Modefirmen verzeichnen eine wachsende Nachfrage. Vor allem aber grosse Textilanbieter und Modeketten sind in die Vermarktung von Kleidungsstücke oder Haushaltstextilien aus Bio-Baumwolle eingestiegen und haben entsprechende Produkte im Angebot.

C&A hat im vergangenen Jahr 110 Millionen Produkte aus Bio-Baumwolle verkauft, das waren 38 % der gesamten Baumwoll-Kollektion. Bis 2020 will das Unternehmen diesen Anteil verdoppeln. H&M bietet seit sechs Jahren Kleidungsstücke aus Öko-Baumwolle an, Tchibo hat auch regelmäßig Produkte mit Bio-Baumwolle im Angebot.

Der Anbau und die vermarkteten Mengen des Rohstoffs Bio-Baumwolle sind jahrelang gestiegen, jedoch laut der in den USA ansässige Organisation Textile Exchange 2011 um 37 % und 2012 noch einmal um 8 % dramatisch gesunken. Gründe gibt es viele: So fällt zum Beispiel Syrien aufgrund des Bürgerkrieges als Lieferant aus, Ernteausfälle wegen klimatischer Probleme sind an der Tagesordnung. In anderen Erzeugerländern wie Indien, woher fast Dreiviertel der Bio-Baumwolle stammt, sind höhere Anforderungen und eine strengere Zertifizierung ein Grund für geringere Mengen an Bio-Baumwolle. Ausserdem ist immer weniger gentechnikfreies Saatgut verfügbar.

Bei Verbraucherbefragungen gaben bereits mehr als die Hälfte der Kunden an, schon einmal Kleidung aus Bio-Baumwolle gekauft zu haben, zwei Drittel achteten dabei auf Siegel unabhängiger Organisationen.

Quelle: Bio-Markt.Info

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