Entwicklung und Stand des Produzentenpreises für Milch sind abhängig von der Herstellungsmethode und der Verarbeitungsart. Nachdem der Produzentenpreis für Bio-Milch lange Zeit höhere Werte auswies als jener für konventionelle Milch, sinkt er im 1. Quartal 2014 auf den gleichen Stand wie jener für konventionelle Milch der gewerblichen Käsereien. Im März 2014 ist Bio-Milch (75,61 Rp./kg, über alle Kategorien betrachtet) etwas günstiger als Milch aus gewerblichen Käsereien (75,92 Rp./kg).

Der Preisrückgang bei der Bio-Milch lässt sich unter anderem mit dem 2014 grösseren Angebot erklären (Gesamtproduktion von 58 826 t für das 1. Quartal 2014, gegenüber 56 561 t für den gleichen Vorjahreszeitraum).

Konventionelle Industriemilch (67,46 Rp./kg im 1. Quartal 2014) kostet nach wie vor weniger als die übrigen Milchsorten. Milchproduzenten, die an gewerbliche Käsereien liefern, erhalten im Zeitraum von Januar bis März 2014 im Schnitt 9,22 Rp./kg (14 %) mehr als ihre Berufskollegen, die Industriemilch herstellen.

Für einen mittleren Milchproduktionsbetrieb, der jährlich 135 440 kg Käsereimilch liefert (Milchjahr 2012/2013), entspricht diese Preisdifferenz einem Mehrertrag von rund 12 500 Franken.

Steigende Mengen, sinkende Produzentenpreise

Im 1. Quartal 2014 beträgt die vermarktete Milchmenge 896 571 Tonnen, was gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einem Anstieg um 4,4 Prozent (+37 765 t) entspricht. Neben den saisonalen Abzügen setzt dieser Angebotsanstieg den Produzentenpreis für Milch zusätzlich unter Druck.

Nachdem der Milchpreis im 2. Halbjahr 2013 einen deutlichen Anstieg verzeichnet und im Dezember auf 69,30 Rp./kg zu liegen kommt, beginnt 2014 eine Trendwende. Im März beläuft sich der Rückgang gegenüber dem Vormonat auf 1,3 Prozent (–0,9 Rp./kg auf 67,88 Rp./kg).

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