Trotz Verdoppelung der Biofuttergetreidemengen seit 2010, bleibt die Nachfrage nach Schweizer Biofuttergetreide ungebrochen hoch. Mit einer Erhöhung der Richtpreise für alle Biofuttergetreide trägt die Branche dem hohen Bedarf Rechnung.

Getreideproduzenten, Mischfutterhersteller und Tierhalter haben sich im Rahmen der diesjährigen Richtpreisrunde von Bio Suisse auf eine Erhöhung der Richtpreise um je zwei Franken je 100 kg für Gerste, Futterweizen, Hafer, Triticale, Körnermais, Eiweisserbsen und Ackerbohnen geeinigt. Die Übernahmebedingungen 2014 entsprechen den Bestimmungen des Branchenverbandes swiss granum.

Mit der Erhöhung des Richtpreises bekennt sich die Biofutterbranche klar zum inländischen Anbau und leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Förderung des Schweizer Bioackerbaus. Das kommt insbesondere auch Umstellbetrieben zugute, da auch für Futtergetreide mit der Umstell-Knospe der volle Preis gilt. Zwar ist durch die Erhöhung der Getreidepreise auch eine Verteuerung der Mischfutter absehbar. Allerdings kam die Richtpreisrunde zum Schluss, dass auch Biotierhalter auf die Förderung des Bioackerbaus angewiesen sind. Mit einer Steigerung der Inlandmengen kann die hohe Glaubwürdigkeit der tierischen Bioprodukte gewährleistet und langfristig weiter erhöht werden. Zudem hat ein Teil der Tierhalter die Möglichkteit, vermehrt selbst auf Bioackerbau zu setzen.

Bio Suisse weizenfeldMehr Bio auf dem Ackerfeld (Bild: Bio Suisse)

Weniger Förderbeiträge - mehr Markterlös

Der Anbau von Biokörnerleguminosen wird seit 2009 mit einem Förderbeitrag von CHF 15.-/100kg unterstützt. Und die Förderung zeigt Wirkung: die Mengen an Eiweisserbsen, Ackerbohnen und Co. haben sich auf über 1'200 Tonnen vervierfacht. Insbesondere der Anbau von Mischsaaten hat sich sehr erfreulich entwickelt. Mit der Agrarpolitik 14-17 hat auch der Bund die Förderung der Eiweissträger aufgenommen und für Eiweisserbsen und Ackerbohnen eine Extensoprämie eingeführt. Aus diesem Grund wurde der Förderbeitrag für Eiweisserbsen und Ackerbohnen auf 10.-/100kg reduziert. Trotz Reduktion der Förderbeiträge gewinnt der Anbau von Körnerleguminosen unter dem Strich weiter an Attraktivität, denn die zusätzlichen Extensobeiträge und die höheren Richtpreise, machen die Reduktion des Förderbeitrags mehr als wett.

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