Am 25. Juni 2104 war es wieder soweit. Der Verein «sun21» vergab in Basel zum 9. Mal die beiden «Faktor-5 Preise», je einen Jury-Preis und einen Publikumspreis. Bei vielen Projekteingaben stand das ressourcensparende Teilen im Zentrum. Für die Lebensmittelbranche von besonderem Interesse ist die Initiative «Foodsharing», die den Publikums-Preises 2104 gewonnen hat.

Die 160 Gäste konnten anhand der Kurzfilme der sechs Finalistenprojekte die in die Endausscheidung um den Faktor-5 Publikumspreis geschickt wurden, deren Idee und die Auswirkung auf den Energie- oder Ressourcenverbrauch, kennen lernen. Auffällig dieses Jahr, weniger technische Lösungen standen im Vordergrund. Dafür ist eine Tendenz in Richtung von Initiativen die durch eigenes Handeln einen Beitrag zur Reduktion unseres Material- und Energieverbrauchs leisten, erkennbar.

«Foodsharing»: Was übrig ist können andere noch gebrauchen

Das Brot ist schon zwei Tage alt, das kann man nicht mehr essen. Das Datum auf dem Joghurt ist schon eine Woche darüber, das gibt eine Lebensmittelvergiftung. Solche Situationen kennen viele von uns. Manchmal machen wir das auch ganz unbewusst, schmeissen Essen weg das noch gut ist und merken es nicht einmal. Wäre es nicht sinnvoller diese Lebensmittel einfach weiter zu geben an Personen welche sich nicht gruseln fleckige Äpfel zu essen oder ein Joghurt zuerst zu probieren als blind dem Verfalldatum zu glauben? Sensibilisieren und bewusster konsumieren und was übrig ist nicht wegwerfen sondern weitergeben sind Ziele der Initiative «Foodsharing», die den Publikums-Preises 2104 gewonnen hat.

sun21 Foto2 PublikumsPreis FoodsharingFoodsharing Schweiz gewann den Publikums Preis 2014 (v.l.n.r.: Esther Maag Präsidentin sun21, Karine Troxler, Philipp Korner, Sebastian Freyse, Fidel Stadelmann, Sonja Grässlin, Daphne Michilin, RR Christoph Brutschin, Tilmann Pfäfflin/ Bild: sun21).

Am Abend der Preisvergabe richtete Regierungsrat Brutschin das Wort an die Anwesenden. Er zeigte sich überzeugt, dass auch mit kleinen Schritten grosses vollbracht werden kann und betonte «Nichts ist undenkbar. Es lohnt sich, auch im Kleinen anzufangen, weil kleine Beispiele für grosse Veränderungen Vorbild sein können.» Jeder Einzelne könne einen Beitrag zur Erreichung der 2000-Watt-Gesellschaft leisten. Seit 2001 setzt sich Basel-Stadt für die Vision einer 2000-Watt-Gesellschaft ein mit dem Ziel, den konstanten Energieleistungsbedarf der Bevölkerung zu senken. Aktivitäten wie sie sun21 durchführt, wie zum Beispiel die Durchführung eines Nachhaltigkeits-Wettbewerbs mit der Verleihung der Faktor-5 Preise leisten einen Beitrag um diese Ziele zu erreichen.

sun21 Foto1 JuryPreis SharingCommunityStudierende der Universität Basel gewannen den Jury-Preise 2014, mit dem Projekt Sharing Community (v.l.n.r.: Esther Maag, Präsidentin sun21, Catrin Heider, Christina Geiger, Samuel Sommer, Regierungsrat Christoph Brutschin/ Bild: sun21).

Ausleihen statt kaufen

Alles ist vorhanden. Auch wenn man selber etwas nicht besitzt, es gibt praktisch immer jemanden in der Nähe, der es hat. Manchmal weiss man: Der Nachbar hat einen Rasenmäher den ich kurz borgen könnte. Oder ein Freund hat eine Bohrmaschine, die er mir vielleicht gibt. Einfacher wäre es, wenn es eine Möglichkeit gäbe, im Internet nachzuschauen was es denn sonst noch alles hat in der Umgebung. Und selber kann man auch überlegen, was andere gebrauchen könnten. Die Idee einer Gesellschaft bei der es nicht um Besitz geht, sondern um Ausleihen ist lobenswert. Deswegen erhält das Projekt «Sharing Community» eine Initiative von Studierenden an der Uni Basel, den Jury Preis 2014. Eingereicht wurde das Projekt von SDUBS, einem studentischen Verein, der sich für Nachhaltigkeit an der Uni Basel einsetzt.

Quelle und weitere Informationen:


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