Der Marktanteil der «Groupe Minoteries SA» (GMSA) in der Schweiz liegt bei einem knappen Drittel. Zum Unternehmen gehört auch ein wichtiger Bioverarbeiter, die Steiner Mühle AG.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Nettoumsatz von CHF 150.8 Mio. erreicht. Diese Steigerung von 8.7% (2013: CHF 138.7) ist im wesentlichen auf die Integration der «Grands Moulins de Cossonay Sàrl« zurückzuführen. Das Nettoergebnis ist mit CHF 5.2 Mio. (Vorjahr CHF 5.1 Mio.) nur marginal besser und reflektiert die harschen Wettbewerbsbedingungen.

Komprimierung der Margen

Sowohl quantitativ wie auch qualitativ fielen die Ernten der letzten zwei Jahre (2013/2014) weit unterdurchschnittlich aus, was – abgesehen vom Wettbewerbsdruck – auf dem Markt für Weichweizenmehl einen zusätzlichen Kostenschub und damit auch eine weitere Komprimierung der Margen mit sich brachte. Der Kostenanteil der Rohstoffe erhöhte sich denn auch auf etwas über 70% (Vorjahr 68.6%), was die fast schicksalshafte Verknüpfung/Verbindung zwischen der Urproduktion (Getreideproduktion) und der 1. Verarbeitungsstufe (Mühlen) zum Ausdruck bringt.

steiner muehle minoteries ap15Steiner Mühle AG in Zollbrück: Seit vier Jahren Teil der «Groupe Minoteries SA» (Bild: zvg)

Schwieriges Umfeld entlang der Wertschöpfungskette

Die Bedingungen für die Akteure der Wertschöpfungskette haben sich im Berichtsjahr keinesfalls entspannt. So hatten beispielsweise die Unternehmen der 2. Verarbeitungsstufe, welche konsumfertige Produkte (Biskuits/Teige etc.) auf der Basis von Weichweizenmehl exportieren, auch schon bei einem Kursverhältnis von CHF 1.20/Euro zunehmend Mühe, ihre Stellung im EU-Raum auch nur annähernd zu halten, weil sich «Bern» unverständlicherweise schwer tut, den von der WTO zugestandenen Handlungsspielraum im Interesse der Festigung des Produktionsstandortes Schweiz auszunutzen (Schoggigesetz). Zudem sind griffige Massnahmen, um die jedes Jahr steigenden Importe von Fertigprodukten (tiefgekühlte Backwaren-/Biskuits) unter Kontrolle zu bringen – ganz abgesehen vom verwerflichen Einkaufstourismus, der auch unsere Branche tangiert – nicht in Sicht.

Mindestkurs und Einkaufstourismus

Unmassgeblich der Aufhebung des Mindestkurses durch die Nationalbank am 15.01.2015, der die Markt- und Wettbewerbsbedingungen für die an der Wertschöpfung beteiligten Stufen (Getreideproduzenten – Mühlen – mehlverarbeitendes Gewerbe/Industrie) zusätzlich akzentuiert hat, gilt es, nicht allein darauf zu setzen, dass sich die Rahmenbedingungen mittel- bis langfristig verbessern.

Quelle und weitere Informationen:


2 unserer Mitglieder

Neue Mitglieder

Nach oben