×

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 1185

Im Montagsinterview des Online-Portals der Aargauer Zeitung spricht Coop-Chef Joos Sutter über den starken Franken, den enormen Preisdruck im Detailhandel und die Bedeutung von Bioprodukten für Coop. Auch beantwortet er die Frage, ob Bio-Produkte längst wie Massenware hergestellt würden.

Coop820x235 NP2014 coopWebsite showroom de

(Auszug aus Interview)

Bei der (Eigenproduktion von) Schokolade sehen Sie also noch Chancen?

Genau. Swissness spielt hier eine grosse Rolle. Wir haben einen starken Heimmarkt, können bei der Effizienz noch zulegen und produzieren Schokolade für den Export.

Wo genau?

Wir sind im Bereich Fairtrade- und Bio-Schokolade europaweit ganz vorne mit dabei. Seit 2011 produzieren wir auch CO2-neutrale Schokolade. Unsere Kooperationen in Frankreich mit der Marke Altereco ist sehr erfolgreich in Frankreich, den USA, Kanada oder Australien. Heute produziert unsere Produktionsfirma Chocolats Halba schon 30 Prozent für den Export. Das Premium-Segment leidet viel weniger unter dem starken Franken als das günstige Segment.

 Bleiben wir bei der Biofrage. Coop hat das Segment mit Bioprodukten – Sie nennen es Naturaplan – in den 1990er-Jahren einen neuen Markt eröffnet. Nun wird Kritik laut an der Bio-Produktion : Das sei etwas für die reichen Länder.

Wir sehen hier nach wie vor grosse Wachstumsmöglichkeiten. Wie auch in anderen Mehrwertmärkten. Die Schweizer sind bereit, für nachhaltig produzierte Lebensmittel mehr auszugeben. Auch regionale Spezialitäten werden sehr stark nachgefragt. Allein in diesem Jahr wachsen wir hier um 10 Prozent.

Aus den Bio-Idealen einer schonenden Landwirtschaft ist längst eine globale Massenproduktion geworden.

Nicht bei uns. Wir setzen als einzige in der Schweiz konsequent auf die Knospe. Die Standards von Bio Suisse sind sehr hoch, so produziert immer der ganze Betrieb Bio, nicht nur einzelne Betriebszweige wie bei EU Bio. Auch unterstützen wir die gesamte Bio-Landwirtschaftsproduktion. Damit es Milch gibt, braucht die Kuh jedes Jahr ein Kalb. Wir nehmen auch diese Bio-Kälber ab.

Wie man konsumiert, wird immer mehr zu einer politischen Frage.

Sicher, das sieht man auch im Ausland. Es gibt einen weltweiten Trend zu qualitativ guten Produkten. Auch der Tierschutz ist zentral. Das gilt auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen wie jetzt. Ernährung ist zu einem Lifestyle geworden. Wir wollen die ganze Vielfalt anbieten. Wir schreiben niemandem vor, was er essen soll. Diese Entscheidung trifft der Konsument.

Link zum Interview

pdfE-Paper Aargauer Zeitung vom 12.Oktober 2015

 

Ganzer Artikel

2 unserer Mitglieder

Neue Mitglieder

Nach oben