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Ein Bericht von Testbiotech zeigt: Grosse Agrarkonzerne melden immer mehr Patente auf Pflanzen und Tiere an, deren Erbgut durch neue Verfahren manipuliert wurde. Testbiotech fordert Massnahmen.

Testbiotech - Ein Bericht von Testbiotech gibt erstmals einen Überblick über die Patentanmeldungen großer Konzerne in den Bereichen des Gen-Editing und der synthetischen Gentechnik an Nahrungsmittelpflanzen. Die Recherche von Testbiotech ergab, dass die US-Konzerne DuPont und Dow Agrosciences die meisten Patente auf die neuen Verfahren und die damit hergestellten Pflanzen angemeldet haben, gefolgt vom deutschen Konzern Bayer. Auffallend ist zudem eine steigende Anzahl von Patentanträgen auf Gentechnik-Nutztiere. Der Bericht gibt Beispiele für Pflanzen und Tiere, die mit diesen Methoden manipuliert wurden und zeigt dabei auch unerwartete Nebenwirkungen und Risiken auf.

1280px Dolly 02Dolly war nur der Anfang: Agrarkonzerne manipulieren zunehmend das Erbgut von Nutztieren (Wikimedia Commons).

Ohne Zulassungsverfahren und Kennzeichnung

Konzerne wie DuPont fordern, dass die mit den neuen Methoden produzierten Pflanzen und Tiere ohne Zulassungsverfahren und Kennzeichnung vermarktet und freigesetzt werden dürfen. Doch die vorliegenden Publikationen über entsprechende Anwendungen zeigen, dass die neuen Verfahren mit vielen Nebenwirkungen einhergehen und keineswegs so zielgerichtet sind, wie von der Industrie oft behauptet wird.

Gentechnik an Kühen und Schweinen

«Die Industrie zeichnet in der Öffentlichkeit ein falsches Bild. Die neuen Gentechnik-Verfahren zeigen eine ähnliche Bandbreite von Nebenwirkungen und Risiken wie die bisherigen Methoden. Die Konzerne versuchen ihrer Technologie ein neues Image zu geben, um sie besser vermarkten zu können», sagt Christoph Then von Testbiotech. «Parallel werden zunehmend auch Kühe und Schweine gentechnisch verändert. Das ist eine Entwicklung, die für Mensch, Tier, und Umwelt dramatische Folgen haben kann.»

Organismen mit fremdem Erbgut

Zentrales Instrument der neuen Gentechnik-Verfahren sind sogenannte DNA-Scheren, die es erlauben sollen, das Erbgut an bestimmten Stellen zu verändern. Außerdem besteht mittels dieser Technik die Möglichkeit, Erbgut mit und ohne natürliche Vorlagen synthetisch herzustellen und in das Erbgut von Pflanzen und Tieren einzufügen. Diese Technologien führen somit nicht immer dazu, dass Organismen entstehen, die das Erbgut fremder Arten in sich tragen, sie sind aber immer als gentechnische Verfahren anzusehen. Dies zeigen auch mehrere Rechtsgutachten.

Verbot gefordert

Testbiotech fordert, die neuen Gentechnikverfahren und daraus entstandene Pflanzen und Tiere einer umfassenden Risikobewertung und Kennzeichnung zu unterziehen. Zudem sollten Patente auf Pflanzen und Tiere, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, verboten werden.  

www.testbiotech.org

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