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Das Bauernhofsterben hält an: Pro Tag sind 2015 mehr als zwei Betriebe verschwunden, insgesamt 800. Erneut zugelegt haben die Bio-Betriebe. Flächenmässig erreichte die Bio-Landwirtschaft einen neuen Rekord. Sie bewirtschaftet neu 13 Prozent der gesamten Nutzfläche.

NZZ/sda- Das Bauernhofsterben geht unaufhaltsam weiter. Letztes Jahr zählte die Schweiz noch 53'232 Landwirtschaftsbetriebe. Das sind 814 Betriebe oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) Anfang Woche mitteilte. Der Rückgang war damit etwas schwächer als im Vorjahr (-2,1 Prozent). Seit 1980 hat sich die Zahl der Bauernhöfe aber halbiert.

 Bauernhof Schwarzenberg Scharmoos bauernhofBetriebe mit kleinen Wirtschaftsflächen sind mehr vom Bauernhofsterben betroffen als grosse Betriebe (Foto: Wikimedia Commons).

Abnahme bei kleinen Betrieben

Die Schliessung von Betrieben ermöglicht aber die Vergrösserung bestehender Höfe. Im vergangenen Jahr betraf das Bauernhofsterben denn auch vor allem kleine und mittlere Betriebe. Am deutlichsten war der Rückgang mit -3,3 Prozent bei Betrieben mit einer Grösse zwischen 5 und 10 Hektaren. Dagegen verbuchten Betriebe mit einer Grösse von mehr als 30 Hektaren eine Zunahme von 1,9 Prozent, bei den grössten Betrieben von mehr als 50 Hektaren resultierte sogar ein Plus von 4,3 Prozent.

Immer mehr Bio-Betriebe

Erneut zugelegt haben auch die Bio-Betriebe, und zwar um 49 auf 6244. Gegenüber den Vorjahren hat sich das Wachstum aber merklich abgeschwächt. Flächenmässig erreichte die Bio-Landwirtschaft 2015 mit 137'234 Hektaren einen Rekord. Damit macht Bio-Produktion rund 13 Prozent der gesamten Nutzfläche aus. Diese blieb im letzten Jahr mit 1,05 Millionen Hektaren fast stabil. Das heisst, die überlebenden Betriebe bewirtschafteten im Schnitt mehr Hektaren als im Vorjahr.

Artikel in NZZ vom 19. April 2016

Kommentare  

#1 Curdin Roner 2016-05-04 17:52
Bauernöfe sterben unter anderem auch darum weil sie nicht übergeben werden.
Sie werden unter anderem darum nicht übergeben weil die Betriebsleiter sonst ihre Wohnung = Altersvorsorge verlieren.
Interessierte Käufer oder Pächter dürfen nämlich durch die Ertragswertbind ung keinen Preis finanzieren der den Übergabeinteres sierten die Investitionen fair entgelten.
Anders ausgedrückt Übergabeinteres sierte können sich mit den erlaubten Einnahmen keine andere Wohnung finanzieren.
Es handelt sich hier um gesetzliche Bestimmungen, nicht um tatsächliche wirtschaftliche Möglichkeiten.
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