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Greepeace hat 10 Schweizer Weine, Weintrauben und Weinberge analysieren lassen, darunter zwei Bio -. Das Labor hat total 33 Pestizide gefunden, die Werte für Bio waren um einiges beruhigender.

Greenpeace/ bionetz.ch - Am 27. September hat Greenpeace in einem Bericht die Laboranalysen zu Schweizer Weinen veröffentlicht. Dazu hat die Umwelt-Organisation zehn Weine (acht konventionell, zwei Bio) aus den wichtigsten Rebbauregionen (Bielersee, Graubünden, Genfersee, Schaffhausen, Tessin, Wallis, Zürichsee) sowie sechs Rebbergen (Bielersee, Genfersee, Schaffhausen, Zürichsee) durch ein unabhängiges Labor auf Pestizide untersuchen lassen. Um ein Bild der Belastung der Umwelt zu erhalten, hat das Labor in den Rebbergen Proben der (noch unreifen) Trauben sowie Bodenproben entnommen.

wein GreenpeaceLaboranalysen von Greenpeace bestätigen: Schweizer Bioweine sind viel weniger belastet als konventionelle (Foto: Greenpeace).

Keine Pestizide in Bioweinen

In allen acht konventionellen Weinen fand das Labor Rückstände von mindestens zwei Pestiziden, die beiden Bio-Proben waren ohne Befund. Als am stärksten belastet erweisen sich ein Merlot aus dem Tessin, ein Hallauer Blauburgunder sowie ein Pinot Noir aus Maienfeld. In sieben der acht konventionellen Weine fanden die Laboanten Spuren des umstrittenen Herbizids Glyphosat. Alle gefundenen Pestizide sind zugelassen und überschreiten keine Grenzwerte.

Abdrift verursacht Rückstände in Bio-Weintrauben

Alle konventionell angebauten Weintrauben waren sehr hoch mit Pestiziden belastet – und zwar mit zwischen 4 und 13 Wirkstoffen in teilweise sehr hohen Konzentrationen. So hoch, dass sie nicht für den Konsum zugelassen wären. Wobei zu beachten gilt, dass die Traubenproben im unreifen Zustand geerntet wurden. Vermutlich würde ein Grossteil der Pestizide bis zur Ernte hin ausgewaschen bzw. abgebaut. Eine Bio-Probe war komplett befundfrei, bei der anderen fand das Labor Spuren zweier Wirkstoffe – vermutlich durch Abdrift benachbarter konventioneller Parzellen verursacht.

Tieferer Kupfergehalt bei den Bio-Weinbergen

In den Bodenproben aus konventionell bewirtschafteten Parzellen konnte das Labor zwischen 10 und 18 Pestizide nachweisen, teilweise auch Substanzen, die in den Trauben oder im Wein nicht gefunden wurden. Dies zeigt, dass Pestizide sich im Boden anreichern. In den Proben aus Bio-Parzellen konnte ausschliesslich Kupfer gefunden werden. Jedoch lag der Kupfergehalt der Bio-Parzellen unter demjenigen konventioneller Parzellen.

Bericht von Greenpeace Schweiz vom 27. September 2016

Bericht von Lokal.info vom 28. September 2016

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