Der Markt für Produkte des Biolandbaus wächst seit Jahren kontinuierlich. Brot- und Futterweizen in Bioqualität machen schon 30 und 40 Prozent der Inlandproduktion. Bei den Körnerleguminosen ist die inländische Produktion dank der Entwicklung von Mischkulturen auf immerhin 10 Prozent Inlandanteil angestiegen.

happy cows pixabaySolidarität zwischen Bergebiet und Tal funktioniert im Biolandbau. Bild: Pixabay

Diese Entwicklung ist wünschenswert, aber mehr inländische Produktion verteuert leider das Endprodukt. Dank der Solidarität zwischen den Ackerbaubetrieben mit wenig Vieh im Tal- und den viehstarken Grünlandbetrieben im Berggebiet, die inländisches Bio-Futter ankaufen, ist dieses System bisher relativ stabil geblieben. Im konventionellen Anbau ist diese Solidarität aber nicht vorhanden, die Preise fallen stetig und sind bei gewissen Produkten wie beispielsweise bei den Zuckerrüben auf einem sehr tiefen Niveau angelangt. Dies bringt nun viele flächenstarke Ackerbaubetriebe in Schieflage. Sie schauen sich nach einer Alternative um und wählen schlussendlich den Einstieg in den Biolandbau. Das ist eine gute Entwicklung und erfreulich für die ganze Biobewegung. Eine Umstellungswelle in den Ackerbaugebieten der Westschweiz wird das Wachstum beschleunigen. Bei Gerste, Roggen, Hafer, Speisesoja, Raps und Sonnenblumen zeichnet sich allerdings momentan eine Sättigung ab. Neue Märkte müssen entwickelt werden und die Fruchtfolgen müssen weiter diversifiziert werden. Biofarm macht das heute schon mit Lein und Speisehafer vor. 

Quelle: Bioaktuell.ch

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