Fischessen wird immer mehr eine Frage der Gerechtigkeit, denn die Hungernden können sich ihn bald nicht mehr leisten. Im Jahr 2050 werden Millionen Menschen im globalen Süden ihr Grundnahrungsmittel Fisch nicht mehr essen sondern exportieren.

fischerboote pixabayRund 61 Prozent des weltweiten Fischexports stammen aus Ländern des globalen Südens. Bild: Pixabay

Zu ganzen Artikel und zur Studie des WWF.

Kommentare  

#1 Billo Heinzpeter Studer 2017-02-01 17:29
Ist ja alles gut und recht, was der WWF da schreibt – aber irgendwie unehrlich. Denn für Binnenländer Länder wie die Schweiz oder Österreich, die beide rund 95% ihres Fischkonsum aus dem Ausland decken, müsste der WWF klar fordern: nur noch 2-3 Fischmahlzeiten im Jahr, statt wie derzeit einmal pro Woche! Und für Deutschland, das 80% seines Fischkonsum mit Importen deckt, müsste der WWF fordern: Max. 10 Fischmahlzeiten im Jahr, statt wie bisher einmal pro Woche.
Der WWF traut sich das aber nicht, weil er ohne Millionen von kleinen Spender/innen schlicht unbedeutend würde. Mit andern Worten: der WWF ist käuflich und traut sich darum nicht zu sagen, was er wirklich für nötig hielte.

Allerdings ist das, was der WWF da herausgefunden zu haben glaubt, eh nur die halbe Wahrheit. Es gibt nun mal Völker, die vom Export von Fisch leben, den sie im Überfluss haben (bzw. mal hatten, bevor unsere Industrie ihn ihnen streitig zu machen begann) – so wie es Völker gibt, die Zitrusfrüchte oder Tee oder Kaffee oder Kakao für uns im Norden produzieren. Oder will der WWF gar eine nationalistisch e Wirtschaft?

Irgendwie scheint beim WWF die Linke nicht zu wissen, was die Rechte tut. So kritisierte der Chef der WWF-Fischereiex perten in einem internen Bericht das vom WWF massiv beworbene Fischereilabel MSC sehr scharf und bezeichnete es als Gefahr für das Vertrauen in den WWF, andererseits tut die WWF-Prppagandaa bteilung, als wär nichts geschehen…

http://www.fair-fish.ch/aktuell/msc-offener-brief.html
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