Ws. Diese Frage stellte die bio aktuell-Redaktion den beiden Verbandspräsidentschaft-Kandidaten für die Nachfolge von Regina Fuhrer.

Martin Riggenbach antwortete: „Eigentlich möchte ich überhaupt keine Richtlinien. Wenn mit wachsender Überzeugung Biolandbaupraktiziert wird, dass nur diese Form der Landwirtschaft nachhaltig ist und uns Bauern und die Gesellschaft weiterbringt, wäre das eine feine Sache." Damit gesellt sich Martin Riggenbach zu den Biopionieren, die aus der Idee heraus handelten. Das „Aber" folgt sogleich. Es ist der Bio Suisse nicht anders ergangen als jedem anderen wachsenden sozialen Gebilde, in welchem sich unterschiedliche Interessen treffen. Die Reglemente oder allgemeinen Geschäftsbedingungen decken immer mehr Spezialfälle ab, die Übersicht droht verloren zu gehen. Deshalb verkündet Bio Suisse nun: „Übersichtlicher und einfacher verständlich soll das Bio Suisse Regelwerk werden. Dies beschloss der Bio Suisse Vorstand im vergangenen Jahr.

Am 20. April fällt die Delegiertenversammlung einen Grundsatzentscheid darüber, in welche Richtung diese Überarbeitung des Regelwerks zielen soll. Heute gibt es drei bis vier verschiedene Regelwerksebenen und entsprechend viele Dokumente. Die Revision soll dies vereinfachen, jedoch darf dabei nicht der detaillierte Inhalt der Regelungen verloren gehen. Dieser ist von Biobauern sowie von Fachleuten aus Lebensmittelverarbeitung und internationaler Landwirtschaft über Jahrzehnte erarbeitet worden. Die Arbeit an der Gesamtrevision des umfangreichen Regelwerks hat letzten Sommer begonnen, und eine Arbeitsgruppe hat die konkrete Stossrichtung vorgeschlagen. Nach dieser Stossrichtung soll das Regelwerk einheitlicher strukturiert werden und stärker auf die Anwender ausgerichtet sein. Jede Richtlinie, so der Vorschlag, soll künftig in der Einleitung die gut verständlichen Grundsätze und Ziele des Themas aufführen und im Anhang alle detaillierten technischen Einzelheiten zur Umsetzung."

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