(lid / Ws.) - Ab kommendem Herbst verkauft die Migros eine Milch, die von Kühen stammt, deren Futter primär aus Gras und Heu besteht. Produziert wird die Wiesenmilch von IP-Suisse-Bauern.

In der Diskussion um den Einsatz von Kraftfutter bei der Milchproduktion gehen die IP-Suisse-Bauern in die Offensive: Zukünftig verfüttern sie ihren Kühen hauptsächlich betriebseigenes Wiesenfutter, während der Einsatz von Kraftfutter auf ein Minimum reduziert wird. Auf Soja soll nach einer dreijährigen Übergangszeit gänzlich verzichtet werden. Mit der „grünen Milch“ wolle man eine standortgerechte und graslandbasierte Schweizer Milchproduktion fördern, heisst es in einer Medienmitteilung. Verkauft wird die „TerraSuisse-Wiesenmilch“ von der Migros. Erhältlich ist sie ab kommendem Herbst in Past- und UHT-Qualität sowie als Rahm.

Soweit die Medienmitteilung. bionetz.ch hat das Thema bereits früher aufgegriffen. Am 13.2.2011 formulierten wir: „Wenn es IP-Suisse gelingt, die Marktlücke „Grüne Milch“ erfolgreich zu besetzen, dann reduziert sich die Differenzierung zwischen bio und „konventionell“ weiter. Und die Konsumentin kann mit noch mehr Recht sagen: lieber regional als bio.“

Unsere Meldung stiess auf Kritik: schlecht recherchiert, Bio Suisse sei diesbezüglich schon viel weiter, das mit der grünen Milch seien PR-Aktionen. Mag ja sein. Aber das mit dem Besetzen der Marktlücke trifft trotzdem zu. Angesichts der Pläne und Worte von IP Suisse und der Taten von Bio Suisse bleibt irgendwie der Eindruck, da sei möglicherweise ein Licht unter dem Scheffel stehen geblieben.

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