Die Wettbewerbsfähigkeit des ökologischen Landbaus in Deutschland muss in den nächsten Jahren erheblich gestärkt werden. Die Produktivität ist zu gering und die Preisdifferenz zu konventionellen Produkten nach wie vor zu hoch. Hier müssen dringend Besserungen erreicht werden. Diese Aussage traf Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, Biolandwirt und Beauftragter für ökologischen Landbau des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bei der Vorstellung der Ratsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Berlin.

Nach von Bassewitz sind in den nächsten Jahren erhebliche Anstrengungen in der Agrarforschung notwendig, um Effizienzsteigerungen im Ökolandbau zu erreichen. Als einen Schwerpunkt der Forschung nannte er die Erweiterung der Fruchtfolgen, die insbesondere die Stärkung des heimischen Leguminosenanbaus in den Fokus stelle und die Eiweißversorgung sichern helfe. Lupinen seien in Deutschland kaum noch zu finden, so von Bassewitz. In der Tierhaltung und -züchtung bestünde erheblicher Forschungsbedarf, speziell im Bereich der Geflügelhaltung. Deswegen sei auch die von der Bundesregierung initiierte Nationale Forschungsstrategie 2030 gefordert, Schwerpunkte in der Landwirtschaft zu setzen.

Der DBV hält den Indikator "Prozentanteil des ökologischen Landbaus an der gesamten Landwirtschaft" nach wie vor für nicht geeignet, um den Grad der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft darzustellen. Die Aussage von Bundeskanzlerin Merkel auf dem Deutschen Bauerntag 2011 in Koblenz, dass alle Formen der Landwirtschaft dem Ansatz der Nachhaltigkeit verpflichtet sind, muss sich in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung niederschlagen, fordert der DBV. Die Sicherung der Welternährung und die Wettbewerbsfähigkeit in International offenen Agrarmärkten seien in der Nachhaltigkeitsstrategie, die aus dem Jahr 2002 stammt, nicht ausreichend berücksichtigt.

Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands DBV

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