(lid) – Der Detailhandel wird im 2011 voraussichtlich ein Prozent weniger umsetzen als im Vorjahr. Letztmals kam ein solcher Rückgang vor 15 Jahren vor. Für nächstes Jahr wird mit einer Erholung gerechnet.

Der Schweizer Detailhandel wird Berechnungen von Bakbasel zufolge in allen Hauptwarengruppen – ausser beim Tabak - weniger umsetzen als 2010. Die nominalen Umsätze werden gemäss Schätzungen des Wirtschaftsforschungsinstituts um ein Prozent zurückgehen. Grund seien die zurückhaltende Konsumentenstimmung, der zunehmende Einkaufstourismus und das Ausbleiben ausländischer Touristen.

2011 sei in der Schweiz der Preiszerfall im Detailhandel weitergegangen – trotz steigender Rohstoffpreise. Laut Bakbasel sind die Warenpreise gegenüber 2010 um 2,1 Prozent zurückgegangen. Damit sei das Preisniveau mittlerweile auf den Stand von 1993 gesunken, heisst es in einer Medienmitteilung.

Für das kommende Jahr rechnet Bakbasel aufgrund des schwächer werdenden Frankens mit einem leichten Preisanstieg von 0,3 Prozent im Lebensmittelbereich. Beim Non-Food sei ein Rückgang von 0,2 Prozent denkbar.

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