Der LID arbeitet seit 75 Jahren für ein gutes Verständnis und Vertrauen zwischen Stadt und Land. Diese Arbeit ist heute wichtiger denn je, denn immer weniger Menschen wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und was alles nötig ist, um sie zu produzieren.

In den Regalen der Detailhändler gibt es tausende Lebensmittel zu kaufen. Auch wenn es lapidar klingen mag, direkt aus den Fabriken entwachsen sie nicht. Doch etliche Konsumenten - gerade in den grossen Städten – wissen heute nicht mehr, dass ihre tägliche Nahrung vom Bauernhof stammt. Die Bauern und Bäuerinnen sind aber auf das Verständnis und Vertrauen der urbanen Bevölkerung angewiesen. Das war schon 1937 so und führte zur Gründung des LID, mit dem Ziel das Verhältnis zwischen Stadt und Land zu fördern. 2012 liegt der Anteil der Bauern an der Gesamtbevölkerung sechsmal tiefer und der Markt ist nicht zuletzt durch die Globalisierung härter geworden. Deshalb ist für die Schweizer Bauern und Bäuerinnen das Vertrauen der Städter noch entscheidender als damals. Um dieses zu gewinnen und Interesse für die Landwirtschaft zu wecken, braucht es eine gezielte, offene und ehrliche Kommunikation. Und darin ist der LID Spezialist.

Unabhängig und kritisch

Am Anfang der Arbeit des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes stand das "Bauernblatt für die Schweizer Stadt". Es ist auch der Ursprung der noch heute betriebenen Medienarbeit des LID. Während damals die journalistischen Publikationen und späteren TV-Sendungen direkt an die Konsumenten gerichtet waren und oft als Sprachrohr der Bauern dienten, ist der heutige "LID-Mediendienst" vor allem eine Dienstleistung für Journalisten, der landwirtschaftliche Themen unabhängig und auch kritisch behandelt.

Konsumenten ansprechen

Auch in weiteren Bereichen hat sich beim LID vieles geändert. So wurde die – von der Redaktion abgegrenzte – Öffentlichkeitsarbeit zu einem wichtigen Standbein. Von der Mini-Broschüre über Lockpfosten und Messeauftritte bis hin zu Plakatkampagnen ist das Angebot für Konsumenten und Landwirte mittlerweile vielfältig. Ein Teil der Projekte entsteht im Rahmen der LID-Mitarbeit bei der Imagekampagne "Gut, gibt's die Schweizer Bauern" des Schweizerischen Bauernverbandes.

Bauernhof als prägende Erfahrung

Der LID engagiert sich stark für das Projekt "Schule auf dem Bauernhof". Dort können Schulkinder durch Erlebnisse auf dem Bauernhof viel über die Landwirtschaft lernen und zahlreiche neue und nachhaltige Erfahrungen mit nach Hause nehmen. Auch Lehrpersonen wird durch Lehrmittelverzeichnisse, Unterrichtsmittel und Auftritte an Fachmessen ein einfacherer Zugang zur Landwirtschaft geboten.

Die Landwirtschaft erlebte in den vergangenen 75 Jahren viele Veränderungen und mit ihr auch der LID. Da nichts so stet wie der Wandel ist, wird auch die LID-Arbeit spannend und der Brückenschlag Stadt-Land eine permanente Herausforderung bleiben.

Peter Ingold LID

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