Nach den neusten Wachstumszahlen, die an der letzten Biofach praktisch von jedem grösseren deutschen Bioverband präsentiert wurden, wächst die Biofläche auch in Deutschland kontinuierlich. Die Zahl der Biobetriebe stieg um 4,8% gegenüber 2010. Gut 23‘000 Betriebe, oder 7,8% aller Bauernbetriebe, wirtschafteten in Deutschland im 2011 ökologisch.

Bioverbände übertrumpfen sich gegenseitig

Der Anteil der Verbandsbiobetriebe (Bioland, Naturland, Demeter, Biokreis, Gää etc.) ist dabei bei ca. 70%. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es rund 6’000 Betriebe oder 10% aller Bauernbetriebe. Dieses Wachstum reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die Nachfrage nach Bioprodukten in Deutschland abdecken zu können. 9% mehr Bioprodukte wurden nämlich im 2011 verkauft. Insgesamt entsprach dies rund 6,6 Mia. Euro Umsatz. Bioland ist die bekannteste Biomarke in Deutschland, während der Umsatz mit Demeterprodukten 2011 überproportional um rund 12% gewachsen ist.

Da finden sich also zunehmend Parallelen zur Schweiz. Deshalb forderte der BÖLW (Bundesverband Ökologischer Lebensmittelwirtschaft) 10‘000 Biobetriebe mehr in Deutschland. Und die Bundesministerin für die Landwirtschaft, Ilse Aigner, bläst munter ins selbe Horn, unternimmt jedoch zur konkreten Förderung der Biobetriebe auf Bundesebene nichts. Sie verweist dabei stets an die Landesministerien der einzelnen Bundesländer. Diese haben jedoch auch keine finanziellen Mittel, um umstellungswillige Bauern mit speziellen Massnahmen zu fördern. So dreht man sich also munter weiter im Kreis.

Markus Johann

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