Wer sich letzten Sonntag der Altstadt von Zofingen vom Bahnhof her näherte, dem schlugen feine Düfte und fröhliche Klänge entgegen. Der Bio Marché lockte nun schon zum 18. Mal mit Bio-Köstlichkeiten aus aller Welt und mit regionalen Produkten aus der Schweiz. Nicht nur Nasen und Ohren der BesucherInnen durften sich am vielfältigen Angebot der rund 200 AusstellerInnen erfreuen. An den bunten, liebevoll hergerichteten Ständen konnte man von Kräutersalz über Joghurt, von Beeren und Salami bis hin zu Sirup und Wein und noch vieles mehr probieren: so kamen auch Augen und Gaumen nicht zu kurz.

Von Anne-Lena Wahl

demeter bio suisse standDie Stände von Demeter und Bio Suisse am Eingang des Bio Marché 2017. Bild: BionetzDirekt neben dem Eingang konnten sich die BesucherInnen am Stand von Bio Suisse und Demeter Schweiz informieren. Eine Besucherin, aus Zürich angereist, freut sich: «Demeter-Qualität ist mir und meinem Mann wichtig und die Auswahl an Demeter-Produkten ist hier sehr gross. Wir kommen seit 10 Jahren und decken uns mit einer Jahresration an feinem milden Olivenöl ein. Wir haben heute auch feine Kirschen, Tomaten und frische Cannelloni gekauft. Es gibt auch einen Stand, der sehr alten Parmesan verkauft, der es uns angetan hat.»

Nachdem man an der langen Schlange am Stand der Holzofenbäckerei Jakober vorbei war, duftete es plötzlich intensiv nach Kaffee. Einem frischen Espresso am Stand von Fritz Bertschi Kaffeerösterei, wahlweise auch mit Schuss, konnte man bei dem feinen Duft und dem lustig aufgelegten Barista kaum wiederstehen. Eine junge Frau mit einer Tüte Kaffee in der Hand erzählt: «Ich bin aus Bern und zum ersten Mal hier. Vom Bio Marché bin ich echt begeistert. Kollegen aus Zofingen haben den Marktbesuch vorgeschlagen, sie kommen jedes Jahr. Gerade habe ich ein Kilo Kaffee gekauft. Mal schauen was ich heute noch alles finden werde!» Ihre Kollegen fügen an: «Wir lieben es, dass wir hier einkaufen können ohne uns vergewissern zu müssen, ob das Produkt nun wirklich Bio ist oder unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde.» Natürlich seien manche Preise hoch. Aber es gäbe Produzenten, die Messerabatt gewähren würden, das sei toll. Sie fügen hinzu: «Insgesamt sind die Produkte hier gesünder. Wir achten auf unseren Zuckerkonsum und finden hier viele Produkte, die wenig oder keinen raffinierten Zucker enthalten. Gerade haben wir uns mit Schokolade eingedeckt».

ekkharthofVom Ekkharthof kommt das feine Paprikapulver. Bild: BionetzAm Stand vom Ekkharthof schwärmt eine Dame nicht nur vom scharfen Paprikapulver: «Das ist besonders fein, das kaufe ich immer. Ich habe auch noch Lindenblüten gekauft. Ich wohne in Zofingen und besuche jedes Jahr den Bio Marché. Beim Einkaufen lege ich viel Wert auf Demeter-Qualität, das möchte ich betonen». Martin Frauenfelder vom Ekkharthof ist zufrieden: «Dieser Markt ist der 14. Bio Marché an dem wir teilnehmen. Wir kommen gerne hierher, weil wir hier treue KundInnen haben. Das Marktgeschäft alleine ist aber nicht der einzige Grund, und in Anbetracht des Aufwands auch nicht unbedingt lohnend. Wir wollen vor allem präsent sein und auch unseren Katalog unter die Leute bringen. Dadurch erhoffen wir uns neue Kundschaft.»

romaninAngelo Romanin mit seinen Weinen: «Am meisten geniesse ich den Kundenkontakt». Bild: BionetzAngelo Romanin ist aus ähnlichen Gründen als Austeller hier: «Ich komme jedes Jahr hierher, denn hier ist alles Bio, hier ist meine Kundschaft. Das ist nun der 16. Bio Marché, an dem ich mit meinem Wein-Angebot vertreten bin. Am meisten geniesse ich den direkten Kundenkontakt. Hier am Stand ist der Austausch viel intensiver und persönlicher als am Telefon. Und wenn ich mit etwas mehr als einer «schwarzen Null» nach Hause gehe, dann bin ich schon zufrieden mit dem Markt.» Weitere Bionetz-Mitglieder, die unter den Ausstellern vertreten waren: Acherschollä Getreidemühlen, Biofarm, Biomilk, Biotta AG, Delinat, Fruver, Hosberg AG, Naturkostbar, Original Food GmbH und Vita Naturalis.

glacestandFeine Verpflegung an jedem Ecken... Bild: BionetzInsgesamt war die Stimmung wie auf einem Volksfest. Die BesucherInnen, gross und klein, verweilten, unterhielten sich und nutzten die Gastronomiebereiche. Überall auf dem Markt konnte man zufriedene Gesichter sehen, die sich durch die gut besuchten, aber nicht zu vollen Gassen bewegten. Das warme, drückende Wetter liess sich zwischen den Mauern der Stadt gut aushalten, und auch die Bio-Glacé-Verkäufer und Stände mit Erfrischungen wie Smoothies und Sirups waren perfekt platziert. Hatte man das eine verkostet, so war der nächste Stand mit Erfrischungen schon in Sicht.

Für alle die sich bereits auf nächstes Jahr freuen, haben die Veranstalter schon das Datum des 19. Bio Marchés herausgegeben: vom 22. bis 24. Juni 2018.

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