Das Thema Plastik ist allgegenwärtig: In den Medien werden die in Plastik eingeschweissten Gurken diskutiert, in den sozialen Netzwerken überbieten wir uns gegenseitig beim Verzicht auf Plastik und Unverpackt-Läden spriessen aus dem Boden wie Pilze. Bionetz-Mitglied Gebana hat eine Analyse in Auftrag gegeben, um das Thema näher zu beleuchten und die eigene Verpackungen zu hinterfragen.

shopping bag 231953 1280Viele KonsumentInnen wollen auf Plastik beim Einkauf verzichten. Nicht immmer macht es Sinn. Bild: Pixabay
Das Ergebnis der Analyse von Umwelt-Expertin Martina Wyrsch fällt überraschend eindeutig aus: Statt Plastik auf der Biogurke zu verteufeln, wäre es viel wirksamer zu überdenken, was wir essen, wieviel wir essen und wie etwas produziert wurde. Denn:

  • im Hinblick auf den Ausstoss von klimaschädigenden Gasen ist der landwirtschaftliche Anbau um ein Vielfaches wichtiger als die Verpackung
  • Lebensmittelverschwendung oder «Foodwaste» schlägt im Hinblick auf die Umweltbelastung heftiger zu Buche als Plastiktüten, wobei gerade Plastikfolie im Kampf gegen Foodwaste ein sehr gutes Mittel ist, weil es die Ware schützt und frisch hält
  • das Thema Mikroplastik müsste eigentlich an ganz anderer Stelle als bei der Verpackung diskutiert werden – denn die grösste Menge entsteht durch den Abrieb von Autoreifen
  • Bio-Plastik ist in den meisten Fällen (noch) keine Alternative.

«Plastikverpackungen stehen oft stellvertretend für unseren masslosen Umgang mit Ressourcen», meint Martina Wyrsch, doch letztendlich gehe es darum, «sich der grösseren Zusammenhänge bewusst zu werden und sich nicht zu stark in Details zu verlieren».

Lesen Sie die ganze Analyse der Umwelt-Expertin Martina Wyrsch zum Thema Verpackungsplastik auf dem Blog von Gebana.

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