Um Milch zu gewinnen, braucht es jedes Jahr ein Kalb, das in den allermeisten Fällen nach wenigen Stunden von der Mutter getrennt wird, damit es die zu verkaufende Milch nicht wegsäuft. Das sind herzzerreissende Dramen für die Kuh und das Kalb. Nicht so bei Evelyn Scheidegger. Sie setzt auf Mutter-Kalb-Haltung.

cow 4352623 1280Kühe sind liebevolle Mütter

Ungefähr 500'000 Milchkühe gibt es in der Schweiz. Die Milch, die sie liefern, erzeugt viel Tierleid, denn jedes Jahr werden die Kühe von ihren Kälbern getrennt. Doch es gibt Alternativen und eine innovative Bäuerin macht es vor. Das Konzept nennt sich MuKa-(Mutter-Kalb-)Haltung: Die Konsumenten teilen die Milch mit den Kälbern. «Die Kühe geben genug für beide», sagt die Bäuerin. Das Konzept ist in der Schweiz ganz neu: Erst zehn von 20'000 Milchbetrieben produzieren so. Dass die Pionierin dafür im bäuerlichen Umfeld oft belächelt wird, ist ihr egal. «Ich orientiere mich an den Konsumentinnen. Und die sagen mir, sie hätten schon lange so etwas gesucht.» Lesen Sie den Beitrag über Evelyn Scheidegger und ihre Mutter-Kalb-Haltung im Blick.

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