Viele Menschen in der Schweiz engagieren sich gegen Plastik, genauer gegen verpackte Lebensmittel. Ganze Städte wollen plastikfrei werden. Nur: ist es wirklich sinnvoll seine Energien da einzusetzen oder gleicht dieser Effort der Suche nach einem schnellen reinen Gewissen, bring aber der Umwelt gar nichts?

nicepear jakarta fvkctlz 8fu unsplashPlastikverpackung macht manchmal Sinn. Bild von Nicepear Jakarta auf Unsplash

In der Schweiz versteifen sich Konsument*innen mit ihrer Ablehnung von Verpackungsplastik auf das falsche Thema, sagen Fachleute. Denn Plastik landet hierzulande meist in der Kehrichtverbrennungsanlage, PET im Recycling. Anders als in Schwellen- oder Dritt-Welt-Ländern, wo ganze Landstriche, Flüsse und das Meer darunter leiden. Was bei uns für die Umwelt und das Klima viel mehr bringt als Plastik sparen: weniger Fleisch essen, weniger Auto fahren, mehr biologische Lebensmittel einkaufen. Gerade bei letzterem zeigt sich, dass es viel mehr darauf ankommt, was drin ist als was drauf ist!

Vielleicht ist der Kampf gegen verpackte Gurken, der wirkungsvoll via Social Media ausgetragen wird, einfach sexier als seine eigenen Ess- und Lebensgewohnheiten zu hinterfragen - vielleicht ganz allgemein klüger zu konsumieren und weniger Abfall und Abgase zu produzieren. Und zum Beispiel weniger Lebensmittel wegzuschmeissen: genau da machen Plastikverpackungen durchaus Sinn, denn sie sind leicht, schützen das Essen und verlängert damit seine Lebensdauer.

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel der SonntagsZeitung «Warum Plastik gar nicht so böse ist».

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