Auch wegen falsch eingesetztem Geld geht es der Umwelt in der Schweiz schlecht. Landwirtschaft, Verkehr und Siedlungen kriegen viele öffentliche Subventionen, die der Artenvielfalt schaden, denn Stickstoffdünger in der Landwirtschaft, Autobahnen und Siedlungen auf der grünen Wiese etwa machen die Natur kaputt.

bluhwiese 5299201 1280Subventionen, die sowohl ökologisch wie auch auch ökonomisch nicht Sinn machen, denn sie schädigen die Biodiversität - und die Schäden müssen auch noch behoben werden. Bild: Pixabay

Der Bund, die Kantone und Gemeinden finanzieren seit vielen Jahren Massnahmen zur Förderung der Biodiversität in der Schweiz. Trotzdem ist der Zustand der Biodiversität kritisch. Ein wichtiger Grund dafür ist die Vielzahl von Subventionen und finanziellen Fehlanreizen der öffentlichen Hand, die sich gegen die Biodiversität auswirken. Die Autorinnen einer neuen wissenschaftlichen Studie gehen davon aus, dass 40 Milliarden Franken Subventionen pro Jahr der Artenvielfalt schaden!

Insgesamt 162 Subventionen in acht Sektoren haben Autorin Lena Gubler und ihr Team untersucht und beurteilt, welche Schäden sie an der Biodiversität anrichten. Neben Landwirtschaft, Verkehr und Siedlungsentwicklung gehören dazu auch Forstwirtschaft, Energieproduktion, Tourismus, Abwasserentsorgung und Hochwasserschutz. «Der Verkehr und die Landwirtschaft stehen bei den schädlichen Subventionen an erster Stelle. Aber die Energieproduktion und die Siedlungsentwicklung kommen gleich danach», so Gubler. Die Autorinnen fordern, dass diese Subventionen zum grossen Teil abgeschafft werden und die restlichen mit der Auflage, die Natur zu schützen, verknüpft werden.

Hier geht es zum Artikel und zum Fernsehbeitrag von SRF.

Hier geht es direkt zur aktuellen Studie von der Akademie der Naturwissenschaften (scnat).

Nach oben