Der Bundesrat hat einen Gegenentwurf zur Massentierhaltungsinitiative in die Vernehmlassung geschickt. Darin anerkennt der Bundesrat den dringenden Handlungsbedarf in der Schweizer Nutztierhaltung: Die beiden Tierhaltungsprogramme BTS und RAUS sollen zum Minimalstandard erklärt werden. Aber Importe aus tierquälerischer Massentierhaltung wären weiterhin erlaubt. So verlagert man die Tierquälerei kurzerhand ins Ausland.

pig 4111895 1280Die Würde der Tiere soll nach der Masseintierhaltungsinitiative prominent in die Verfassung verankert werden. Bild: Pixabay
Die Massentierhaltungsinitiative fordert, dass Schweizer Nutztiere im Minimum gemäss den Richtlinien von Bio Suisse gehalten werden. Davon wären auch Importe betroffen. Gemäss dem Gegenentwurf des Bundesrates soll der Import von Produkten aus Massentierhaltung jedoch weiterhin möglich sein. Der Bundesrat argumentiert mit internationalen Verpflichtungen der Schweiz gegenüber der WTO oder EU.

Würde oder Wohlergehen?

Ferner hinkt der Gegenentwurf auch auf begrifflicher Ebene: Bei der Massentierhaltungsinitiative wird  von der «Würde des Tieres» gesprochen, im Bundesratsvorschlag jedoch lediglich vom «Wohlergehen der Tiere». Das ist weit mehr als ein sprachliches Detail, denn die potentielle Tragweite der Tierwürde ist gewaltig. 

Zur Medienmitteilung von Tier-im-Fokus.ch

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