Martin Rufer, der Direktor vom schweizerischen Bauernverband, fordert mit den dauernden Tiefpreisangeboten aufzuhören. Denn das nütze letztendlich niemandem. Jedoch sollten die Konsument*innen auch beim Einkaufen ehrlicher sein und mit den Forderungen nach mehr Landschafts- und Tierschutz auch mehr Bereitschaft für höhere Preise bei Label-Produkten an den Tag legen. 

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Denn die Bäuerinnen und Bauern wären bereit, mehr in die Label Produktion zu investieren. Die Gesellschaft trifft in der politischen Diskussion andere Aussagen und hat andere Wünsche, als sie dies im Laden zum Ausdruck bringt. Das ist etwas, was die Bauernfamilien am meisten stört und ihnen zu schaffen macht. In der politischen Diskussion wird immer mehr eingefordert, auch wenn bereits vieles getan worden ist, etwa im Bereich Pflanzenschutz oder Antibiotika. Aber wenn es darum geht, sich vor dem Ladenregal auch so zu verhalten, fehlt die Konsequenz. Ein Bioanteil vom 10,5 Prozent und stagnierende Tierwohlabel zeigen dies deutlich auf. Dabei wären die Bäuerinnen und Bauern gerade beim Fleisch bereit, über Nacht die Labelproduktion um bis das Doppelte hochzufahren. Auch mehr Bio zu produzieren, wäre kein Problem. Das stellt Martin Rufer unter anderem in seinem Interview mit dem LID fest.

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