62 Millionen Franken kostet ein Projekt im Kanton Bern, das der Gewässervergiftung durch Pestizide entgegenwirken soll. Die Messresultate ein Jahr vor Projektende wollten die Berner Behörden bis nach der Abstimmung am 13. Juni unter Verschluss halten. Erst auf Druck der Berner- und der Sonntagszeitung wurden sie veröffentlicht. Resultat des Millionenprojekts: Die Gesamtkonzentration der Pestizide im Wasser ist nach vier Jahren nicht gesunken. 

bach 5598321 1280Ein Berner Pilotprojekt zeigt, dass teure Massnahmen zur Reduktion von Pestiziden in den Gewässern nur wenig nützen. Symbolbild: Pixabay
Der «Massnahmenplan sauberes Wasser» von Bundesrat Parmelin soll die Pestizidbelastung senken und den beiden Agrarinitiativen, über die wir am 13. Juni abstimmen, den Wind aus den segeln nehmen. Doch nun zeigt ein gewichtiges Pilotprojekt, dass solche Massnahmen wenig oder nichts nützten. Das «Berner Pflanzenschutzprojekt» kostet den Steuerzahler und der Steuerzahlerin 62 Millionen Franken. Die Messresultate ein Jahr vor Projektende sind so brisant, dass die Berner Behörden sie bis nach der Abstimmung unter Verschluss halten wollten. Doch nun wurden sie veröffentlicht und zeigen: Im Chrümmlisbach, einer der beiden im Pilotprojekt überwachten Bäche, sind nach vier Jahren praktisch alle wichtigen Werte unverändert hoch. Es hat immer noch 53 verschiedene Pestizide im Bach. Eines weniger als zwei Jahre zuvor. Auch die Gesamtkonzentration der Pestizide ist nicht gesunken. Das Risiko für Fische, Wasserpflanzen und wirbellosen Tieren ist unverändert hoch. Die aufwändigen und teuren Massnahmen bringen leider nichts.

Quelle: Hohe Messwerte – trotz 62 Millionen. Ein Pilotprojekt zeigt, dass teure Massnahmen zur Reduktion von Pestiziden nur wenig nützen.

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