Philippe Riem aus Kirchdorf BE hält Wollscheweine auf seinem Bio-Hof. Sie helfen ihm und ersetzen den Pflug. Dank ihrer Geländegängigkeit werden sie immer mehr auch zur Landschaftspflege eingesetzt. So sieht man sie nicht selten in extensiver Freilandhaltung, wie z.B. beim Bekämpfen von Brombeerhainen oder in der Pflege von Feuchtbiotopen.

Wollschweine sind robust und freundlichWollschweine sind robust und freundlich. Bild: Pixabay
«Unsere Schweine sind so gut es geht in die Fruchtfolge integriert, im Frühling lassen wir sie die Reste vom Wintergemüse wegräumen, im Herbst brauche ich sie als Feldbearbeitungsmittel», sagt Riem. Er ist sehr zufrieden mit der Rasse, die sich als total robust herausgestellt hat. «Wir haben ausser fürs Kastrieren noch nie den Tierarzt gebraucht, unsere Sauen haben problemlos bei minus drei Grad geferkelt und alle Ferkel waren wohlauf», sagt Riem.

Die grossrahmigen Schweine mit den starken Knochen und Karpfenrücken sind von kräftiger Muskulatur. Kinn, Hals und Bauch sowie die Beininnenseiten sind blond/rötlich bis weiss-silbergrau gefärbt. Rücken und Keulen sind schwarz, die Schwanzhaare weiss mit schwarzer Quaste. Die Tiere tragen feste, lockige Borsten mit feiner Unterwolle im Winter und feine, kurze, glatte Borsten im Sommer.  In der Schweiz trifft man fast nur das «schwalbenbäuchige» Wollschwein an, dessen Name von seinem hell gefärbten Bauch herrührt. Die Tiere können ganzjährig im Freien gehalten werden. Das Wollschwein ist ein sehr robustes und widerstandsfähiges Tier, das praktisch nie krank ist. Die intelligenten, neugierigen Tiere haben einen gutmütigen Charakter, suchen den Kontakt zum Menschen und lieben es, gekrault zu werden. Die Geburten und die Aufzucht der Jungtiere sind problemlos; innerhalb von zwei Jahren bringen sie drei Würfe mit je 5 bis 10 Ferkeln zur Welt. Die Jungtiere zeigen ein regelmässiges, eher langsames Wachstum, was ihrem Fleisch eine besonders gute Qualität mit hohem Wasserhaltevermögen und wenig intramuskulärem Fett verleiht. 

Quelle: Artikel im Schweizerbauer: Schweine besser als der Pflug

Quelle: ProSpecieRara Artikel über das Wollschwein

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